Ein Ensemble (.ens) steht ganz oben in der strukturellen Hierarchie von REAKTOR – im Grunde ist es ein komplettes Instrument oder ein Effekt. Sie es sehen, wenn es aus der Factory Library, die mehr als 70 Ensembles enthält oder der User Library öffnen. Alle einzelnen REAKTOR-Bauteile (Instrumente, Control Set¬tings, Audio Input/Output Connections, Snapshots, etc.) werden in den Ensembles gespeichert (in einer *.ens-Datei). Sie werden wiederhergestellt wenn ein Ensemble neu geladen wird.
MODIFIZIEREN UND KONSTRUIEREN
Da REAKTOR vollständig modular ist, kann jedes Instrument modifiziert und erweitert werden. Fügen Sie Filter, Delays, Verzerrer oder Oszillatoren hinzu, verbinden Sie einen LFO mit einem Filter-Cutoff, oder erfinden Sie einen neuartigen Step-Sequencer – alle Instrumente aus der Library lassen sich individuell zusammenstellen. Kombinieren Sie eine existierende Drum Machine mit einem Lead-Synthesizer oder Ihren eigenen Kreationen, und passen Sie Instrumente Ihren eigenen Bedürfnissen an. Ändern sie die Position von Knöpfen, Fadern und Displays. Sie können sogar eigene Grafiken und Bilder einbinden, um Ihrem Instrument ein unverwechselbares Aussehen zu geben.

Neben der Möglichkeit bestehende Instrumente, etwa einen Synth und einen Effekt, zu kombinieren, können Sie noch tiefer eintauchen und ein Instrument mit zusätzlichen Komponenten erweitern. Fügen Sie beispielsweise einen Step Sequencer aus der umfangreichen Macro-Library hinzu, um den Cutoff-Filter eines Synths zu modulieren. Ersetzen Sie einen Oszillator durch einen Sample Player, addieren Sie einen zweiten Filter, verdoppeln Sie die Oszillatoren für einen fetteren Sound – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
REAKTOR ermöglicht das Erstellen komplett neuer Instrumente auf Basis elementarer Module oder aus der umfangreichen Macro-Library. Gefällt Ihnen ein bestimmter Teil eines Instruments aus der Factory oder der User Library? Einfach kopieren und einfügen, um es in Ihrem Instrument zu nutzen (und nicht vergessen, dem Erfinder zu danken!).
Oder kreieren Sie Ihre eigen Module auf dem Core-Level.
Die folgenden Hierarchieebenen gibt es in der Structure-Ansicht von REAKTOR, sie reichen von einfach bis komplex:
Ein Instrument - die nächsthöhere Ebene - wird in der Regel aus Macros und Modulen gebildet. Instrumente verfügen über eigene MIDI-Parameter, Programmspeicher und eigene Panel-Fenster für die jeweiligen Controller. Auf der obersten Hierarchieebene gruppiert man dann mehrere Instrumente zu einem Ensemble - eine Art multitimbrales Environment, mit welchem Sie unter ausschließlicher Verwendung von REAKTOR ganze Songs kreieren können.

In einem Makro können mehrere Module zusammengefasst werden. Sie können sogar Makros in Makros bündeln. Grundsätzlich dienen Makros der übersichtlichen Strukturierung von Schaltungen und ermöglichen das einfache Wiederverwenden von Baugruppen. Dank einer umfangreichen und wohlsortierten Sammlung vorgefertigter Makros können selbst Einsteiger mit REAKTOR im Handumdrehen ganz neue virtuelle Geräte erstellen.

Über 200 elementare Module bilden das Material, aus dem sich in REAKTOR jeder erdenkliche Klangerzeuger und Effektprozessor zusammensetzen lässt: Analog- und Sampling-Oszillatoren, verschiedene Filter und Hüllkurven, Shaper, Delays, Sequenzer und vieles mehr. Die Module können vom Anwender im Structure-Fenster frei miteinander "verkabelt" werden. Darüber hinaus lassen sich dank der REAKTOR Core Technology® auch individuelle Module konstruieren.
Wenn Sie ein Experte im Bereich des Digital-Signal-Processings sind, können Sie mithilfe der REAKTOR Core Technology® völlig neue Instrumententypen erschaffen, da sich hier kleinste Module konstruieren lassen (Core Cells). Diese Technologie eignet sich auch ideal im Bereich Hochschule und Forschung, da sie einen visuellen Zugang zum mathematischen Signal-Processing ermöglicht, mit dem sich schnell Ergebnisse erzielen lassen.
Mehr zur Core Technology…



