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KOMPLETE Howto - Elektro (House) Bässe schrauben in Massive

Discussion in 'Sonstige NI-Instrumente' started by stevanez, 4/3/10.

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  1. stevanez

    stevanez Forum Member

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    24
    Hi zusammen,
    ich möchte gerne einige Elektro(House)-Bässe schrauben - vorzugsweise in Massive - und könnte da noch den ein oder anderen Tip gebrauchen.

    Habe mir mal 4 aktuelle Bass-Samples rausgesucht, könnt ihr jeweils inklusive meinem ersten Massive-Versuch (Preset und Audio-mp3) hier runterladen: <klick>

    Schönen Gruß,
    Stev
     
  2. Summa

    Summa Sounddesigner

    Messages:
    1.243
    Ich hab' an sich schon 'ne Idee was du vermissen koenntest, aber was stoert dich selbst an deinen Sounds?
     
  3. stevanez

    stevanez Forum Member

    Messages:
    24
    versuchs mal zu beschreiben:

    Bass1: Original klingt tiefer, breiter, und "gleichmäßiger" oder vielleicht auch "sauberer"

    Bass2: Original hat einen andere Klangfarbe (wenn man das so nennen kann) als mein Versuch, und in den höheren Frequenzen ist noch ein Geräusch mit drauf.

    Bass3: Original klingt meines Erachtens nach klarer und ein wenig höher wie mein Versuch. Hat außerdem noch ein Rauschen obendrauf, das ist aber kein Problem, hatte ich wohl überhört

    Bass4: Original klingt ebenfalls klarer, nicht so dumpf, breiter und "rattert" erkennbarer, hier wird wohl irgendwas moduliert


    Hoffe das ist so einigermaßen verständlich ;)

    Wenn das nicht deiner Idee entspricht, würde mich natürlich auch noch interessieren, was ich sonst noch so übersehen habe.
     
  4. Summa

    Summa Sounddesigner

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    1.243
    Die Soundbeispiele/Originale find ich wenig aussagekraeftig weil zu kurz, man merkt meist erst im Verlauf wie so ein Sound wirklich programmiert ist, eine Momentaufnahme reicht selten aus.

    Ansonsten dachte ich eher daran dass die Sounds schon kurz nach dem Anschlag sehr statisch klingen, so ein Sound je nach Spielweise aber auch gehalten funktionieren muss, was daran liegt dass du versucht die Wellenformen additiv zu erstellen, waehrend Electrohouse Baesse (oder Samples der Baesse) meist von div. Analogsynths stammen, also eher durch ueberlagern von Standardwellenformen, die in Oktaven und Quinten verstimmt sind. Durch Pulsbreitenmodulation und leichter Verstimmung klingen die im Zusammenspiel mit der Filtersaettigung sehr viel lebendiger, weniger statisch als einfach nur gemischte komplexe Wellenformen. Deutliche Schwebung entsteht halt nur bei leichter Verstimmung von aehnlichen und nicht von komplett unterschiedlichen Wellenformen, weil sich die an korrespondierender Frequenz angeordneten Harmonischen untereinander ausloeschen muessen.
    Den mit der Original moeglichst vergleichbaren Charakter erzeuge ich von daher eher ueber das Zusammenspiel von beiden Filtern mit Saettigung bzw. Waveshaper.
     
  5. Chilleddreams

    Chilleddreams Forum Member

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    157
    Hab mir nur mal kurz den Versuch 2 vorgenommen. Ich krieg es auch nicht so hin wie im Original. Ich würde aber auf jeden Fall versuchen, den Filter noch mit einer Hüllkurve zu modulieren. Außerdem hab ich den Eindruck, dass beim Original ein kleiner Hallraum auf dem Bass ist. Der Filter an sich klingt eher wie Waldorf. Etwas metallisch halt. Versuch doch mal noch eine Wavetable mit einem metallischen Klang dazuzumischen (hast ja noch einen OSC frei). Und etwas Comb-Fiter dazu (F2 hast du ja auch nicht benutzt).
     

    Attached Files:

  6. Summa

    Summa Sounddesigner

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    1.243
    Bei 'nem Buzzer Sound wuerde eher zu 'ner schmalen leicht modulierten Pulswelle raten, die durch zwei gestimmte Bandpaesse mit hoher Resonanz geschickt wird und danach einen Waveshaper oder Distortion ansteuert.
    Dank Bandbreitenparameter laesst sich die gewuenschte Klangfarbe mit Massive recht gut modellieren, wobei sich der eine BP fuer die Bass- und der andere zur Modellierung der hohen Frequenzen verantwortlich zeigt...
     
  7. stevanez

    stevanez Forum Member

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    24
    Hab erstmal die Original-Samples in längere Ausführung hier abgelegt.
    Und habe dann auch mal ein wenig mit zwei leicht verstimmten Pulsewellen und 2 Bandpass Filtern gespielt, aber bin da leider noch nicht wirklich in die Nähe einer der Originalsounds gekommen. Mein Preset ist ebenfalls im obigen zip enthalten.

    btw. was genau versteht man unter einem Buzzer-Sound, oder nennt man den nur so, weil er "buzzt"?
     
  8. Summa

    Summa Sounddesigner

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    1.243
    Unter Buzzer = Summer verstehe ich Sounds die so aehnlich wie mein Eierkocher klingen... ;)

    [ame="http://www.youtube.com/watch?v=9sGJG9eNRs0"]YouTube- Sound-Effects - Warning Buzzer[/ame]
     
  9. Summa

    Summa Sounddesigner

    Messages:
    1.243
    Da sich die Sounds alle relativ aehnlich sind (mal mit mal ohne Side Chaining etc.), lad' ich dir mal 'nen Protoyp eines Buzzers hoch, mit div. Macros zum anpassen des Sounds. Inter Umstaenden musst du auch mal den Waveshaper (Sine, Parabolic, Clip) des Insert Effekt wechseln oder 'nen Tube FX dahinter kleben.

    Vielleicht hilft dir das ja schon weiter.
     

    Attached Files:

  10. stevanez

    stevanez Forum Member

    Messages:
    24
    In jedem Falle, jetzt werden auch die Ausführungen weiter oben transparenter. Hatte da wohl die falsche Herangehensweise.
    Ich fasse das nochmal zusammen, wenn ich falsch liege gerne korrigieren: Die leichte Verstimmung wird hier durch das Voicing erreicht, in dem auch direkt ein Panning eingebaut wurde, wodurch der Klang insgesamt räumlicher und (zumindest subjektiv) interessanter wirkt. Die Pulsbreite des Oszillators wird durch einen langsamen Sinus LFO sowie einen "Zufallsgenerator" moduliert, wobei letzterer bei jedem Midi-Eingangssignal (z.B. Note) einen neuen zufälligen Wert liefert. Hierdurch erhält der Klang seine Lebendigkeit.
    Der Oszillator wird parallel durch zwei Bandpassfilter geschickt, in einem werden die Bässe, im anderen die Höhen geformt. Die hohe Resonanz der Filter im Zusammenspiel mit der Verzerrung durch die Waveshaper ergibt die gewünschte Klangfarbe. Optional macht einer der Tubes den Sound noch dicker.
    Decay und Sustain der Amp-Hüllkurve wurden bewußt lang/hoch gewählt (hat im speziellen der Sustain-Level eine merkbare Auswirkung?).

    Hab schon ein wenig am Preset gedreht und werde mich nun mal an die Bässe geben. Werde mal sehen ob ich mich den Beispielen annähren kann und das Ergebnis zwecks weiterer Kritik dann posten.
     
  11. Summa

    Summa Sounddesigner

    Messages:
    1.243
    Ich bin eigentlich kein Freund von Rezepten, wichtiger find ich das Konzept dahinter zu verstehen...

    Der Random Parameter ist statisch und wird fuer die ganze Stimme (auch fuer jede Unisono Stimme) praktisch beim Anschlag neu festgelegt und sorgt in diesem Fall dafuer dass jede Stimme ein klein wenig anders klingt, was sich positiv auf den "Stereo Effekt" auswirkt. Ich haette den LFO auf freilaufen lassen koennen, aber dann waer der Attack nicht ganz so definiert gewesen, das sind aber Details die man nicht zwingend fuer den Sound braucht, das funktioniert auf jedem Synth ein klein wenig anders.

    Die Pulsbreitenmodulation erzeugt sowas wie Schwebung, merkt man sobald man den LFO etwas schneller laufen laesst. Man koennte auch einfach zwei Oszillatoren nehmen, aber da erhoerht sich die Geschwindigkeit der Intermodulation mit der Tonoehe der Oszillatoren.

    Bandpaesse muessen gestimmt werden (im KTR-FLT = Keytracking Filter Bereich), sonst hast du praktisch fuer jede Taste 'nen leicht veraenderten Sound... ;)
    Ist ja mehr oder weniger (vergleichbar mit) FM was man da macht, die Bandpassfilter schneiden bei hoher Resonanz Gruppen von Harmonischen aus der Eingangswellenform und schicken sie auf den Schaper, womit man sogar typischere FM Sounds basteln koennte...
     
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