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TRAKTOR Platten digitalisieren mit Audio 4

Discussion in 'TRAKTOR' started by ra3pg, Feb 3, 2020.

  1. ra3pg

    ra3pg New Member

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    Hallo zusammen!
    Ich würde gerne so einige Platten digitalisieren und habe noch eine Audio 4 DJ aus Zeiten, in denen ich digital aufgelegt habe.
    Die digitalisierten Stücke möchte ich privat hören, aber auch in Clubs spielen. Derzeit habe ich eine Standard Nadel zum Auflegen an meinen Technics. Hab gelesen, dass bei Aufnahmen eine MC Tonabnehmersystem empfohlen wird. Jetzt frage ich mich, ob ich mir eine zulegen sollte und das gut mit der Audio 4 harmoniert?! Oder wird das gute Tonabnehmersystem durch sie in irgendeiner Weise "begrenzt" ?

    Hab leider 0 Plan von sowas, ich hoffe das wird noch was mit Physik und mir!
    Danke für eure Ideen/Meinungen/Tipps!!

    Liebe Grüße
    ra3pg
     
  2. DJ Freshfluke

    DJ Freshfluke Traktor Mod

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    Ich behaupte, dass ein normal-gutes System am Technics ausreichen für die Aufnahme ist. Da aber unsere heutige Club-Musik doch sehr anders klingt als früher, würde ich hinterher das Ding noch mal durch Cubase o.ä. jagen und sozusagen "nachmastern". Das sollte aber jemand machen, der auch wirklich etwas Ahnung davon hat und eine okaye Abhöre.
     
  3. Paule

    Paule NI Product Owner

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  4. MiFa1969

    MiFa1969 NI Product Owner

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    Ein MC System wird an der Audio 4 nicht funktionieren. Die MCs haben deutlich weniger Ausgangsspannung im Vergleich zu MM Systemen. Und die Audio 4 ist für MM Abnehmer ausgelegt.
    Das Geld kannst du dir sparen.
     
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  5. MiFa1969

    MiFa1969 NI Product Owner

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  6. Toxicaudio

    Toxicaudio NI Product Owner

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    Cubase ist kein Mastering Tool. Man kann zwar Plugins laden, das hat aber nichts mit "Mastering" zu tun.
    Ich benutze zum Mastern von meinen digitalisierten Vinyls Wavelab 10 und iZotope RX7.
    Du bekommst bestimmt mit deinem Equipment auch brauchbare Ergebnisse.
    Meine "Digitalisierungskette" sieht folgendermaßen aus:
    Pro-Ject T1 mit Ortofon OM 5E (übrigens ein MM Tonabnehmer) - siehe Hinweis von MiFa1969
    NAD PP4 (dieser hat den Vorteil das du zwischen MM und MC umschalten kannst und du kannst den Aufnahmepegel auf -6db stufenlos runterdrehen). Nachteil beim NAD ist die feste Samplingrate von 48khz bei 16 Bit. Leider nicht änderbar.
    Es gibt bessere DAC und bessere Player , aber für meine Ansprüche ist es mehr als zufriedenstellend.
    Abhöre Genelec Monitore
    Aufnahmepegel bis max. -3db
    Kratzer / Crackle werden nur per Hand in Wavelab entfernt.
    Mastering , da hat jeder seine eigenen Tricks und Geschmack. Ich z.B. komprimiere so gut wie gar nicht. EQ-minimal.Normalisieren-Nein.
    Dafür alles raus was nach Dreck klingt (Rauschen/Brummen/Zissel-Zischlaute bei Gesang usw...).
    Wichtig ist ein gutes Setup (Einstellungen) des Players und eine gute Reinigung der Vinyls. Ich war überrascht wieviel eine saubere Vinyl besser klingt. Jeder Kratzer/Knister bedeutet Mehrarbeit beim Nachbearbeiten.

    Die Files werden als FLAC Level5 gespeichert. Hier der dezente Hinweis : Mit Wavelab gespeicherte FLAC Files haben Probleme mit Metadaten in Traktor. Diese werden in Traktor nicht gelesen. Deshalb speichere ich meine Files immer mit iZotope RX7 ab.Metadaten werden mit MP3Tag bearbeitet.
     
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  7. MiFa1969

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    Wavelab ist da schon die ideale Software. Davon gibt es auch eine Lite Version.
    Die kostet deutlich weniger, als die große Version und reicht für den Hausgebrauch auch.

    Aber mit Cuebase kann man da auch was machen. Ist sicher nicht optimal, aber besser als z.B. Audacity (zu mindest meine Meinung).
    Auf jeden Fall sehr gut Beschrieben von Toxicaudio!
     
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  8. Paule

    Paule NI Product Owner

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    Ich habe alle Schallplatten von vielen Freunden und Arbeitskollegen mit Magix Cleaning Lab aufgezeichnet und mit Reaktor Flat Blaster gemastered. Eine Kollegin war baff und sagte: „Deine mp3 Musik klingt besser als meine Schallplatte.” Bei Reaktor Flat Blaster nutzte ich den Snapshot 'Full Scale'.
    Micha für PC's ist wavosaur als Audio Editor gut. Kannste auch direkt drinne aufnehmen.
     
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  9. MiFa1969

    MiFa1969 NI Product Owner

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    Hallo Paule,
    die Software kenne ich jetzt nicht. Kenne halt Wavelab (lite) persönlich, da ich das auch habe.
    Da kannst du auch direkt aufnehmen.
    Grüße Micha
     
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  10. Paule

    Paule NI Product Owner

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    Micha, du bist Macianer, da passt wavosaur leider nicht. PC only!
    https://www.wavosaur.com/
    Ich benutze Wavelab auch - in der Version 7 LE. Ist schon ein bisschen älter.
    Magix Cleaning Lab ist von 2005. Es enthält auch Entzerrungs- bzw. DeHumming etcpp Vorlagen; auch nur PC.
    Ein Mac-Freund hat sich wegen MMM Magix MusicMaker extra einen Laptop PC gekauft.
    Audacity gibt es für Mac und PC - kostet nix.
    https://www.audacityteam.org/
    In einem professionellen Studio wird z.B. Diamond Cut Forensic angewendet.
    https://www.diamondcut.com/st3/
    Steinberg bot auch mal einen Cleaner an; wurde dann als End-User-Schiene an eine Video-Schmiede verkauft.
    Mein Plattenspieler ist auch älteren Datums: aiwa PX E855 von Schaulandt; als Karstadt die noch nicht aufgekauft hatten. Da kannste wahlweise mit oder ohne RIAA Entzerrung spielen.
     
    Last edited: Feb 5, 2020
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  11. Toxicaudio

    Toxicaudio NI Product Owner

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    ;) Da ist deine Kollegin aber dem "Loudnesswar" aufgesessen.
    FatBlaster ist nichts anderes als ein Multibandcompressor,welcher übrigens sehr gute Dienste leistet.Ich benutze auch Reaktor.
    Es gibt aber auch bessere...

    Schönes Beispiel über "Tod Kompremierung" ist übrigens die CD Serie So80s von Blank&Jones. Vol.1 und Vol. 2 haben die Jungs völlig "kaputt gemastert". Das ist das beste Beispiel wie man nicht Nachbearbeiten sollte. Viele Leute haben sich beschwert und B&J haben eine 2te Pressung herausgebracht. Welche übrigens sehr schwer zu bekommen ist.Aber ich schweife ab...weiter gehts.
     
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  12. Paule

    Paule NI Product Owner

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    Sie ist nicht Audio geschult und über 60. Bei FlatBlaster gibt's viele gute snapshots.
    Von Tod Kompremierung halte ich auch nichts.
    Hier habe ich mal wieder Flatblaster genuzt:
    Circle Scapes - 003
    https://archive.org/details/003surfingnature
     
  13. Owner

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    Cooler Thread, genau mein Geschmack :)

    Viel gute Inputs, stimmt so eigentlich fast alles aus meiner Sicht. Das allerwichtigste ist m.M.n. ebenfalls ein sauberes, gut gereinigtes, Vinyl. Antistatisch behandelt. Wie schon gesagt wurde, spart dies am meisten Zeit bei der Nachbearbeitung. Immer mit der Gummimatte aufnehmen. Gute Nadelsysteme, Gewicht und Neigung richtig einstellen. Ein guter Phono Vorverstärker und dann ab auf den Rechner mit dem Signal. Audacity ist dafür sehr gut geeignet. Brauche ich jedenfalls immer und reicht für mich aus. Sofern man noch etwas nachbearbeiten muss, kann es nicht schaden, wenn man 32 bit float und mit 96'000 Abtastrate aufnimmt. (Philsophie, kein Anspruch hier auf richtig oder falsch) ;) Aufnahmepegel (Peak) zwingend unter 0 dB. Falls die Platte viele Kratzer hat würde ich etwa -6 dB empfehlen. Ansonsten etwa -3 bis -2 dB. Plopps und Kratzer immer nur von Hand ausbügeln. Ganz selten mal noch etwas mit dem EQ nachhelfen, falls die Scheibe zu dumpf klingt. Teilweise noch das Rauschen entfernen. Aber da liegt auch schon der Hund vergraben. Beim Rauschentfernen fehlt halt nachher auch etwas von der Musik. Nur das Rauschen alleine kriegt man fast nie raus. Zumindest nicht bei Audacity, oder aber, ich finde einfach jeweils den richtigen Schwellenwert nicht. Frische Ohren sind wichtig. Mach ein paar Ruhepausen dazwischen, wenn es gleich mehrere Scheiben auf einmal sind.

    Aufgepasst: Kein Nachmastern! Musik auf Platte erfährt ein anderes Mastering, als z.B. digitale Veröffentlichungen. Hier würde ich immer die Finger davon lassen. Verstehe nicht, warum das immer wieder empfohlen wird? Aber auch hier gilt: jedem das seine, wann es für wen gut klingt. Das ist meisstens nur Empfindungssache. Ich selber gehe aber davon aus, dass es keinen Sinn macht, ein bereits gemastertes Produkt nochmals zu mastern. Auch vom normalisieren würde ich, der Dynamik zuliebe, eher abraten. Falls du die digitalisierten Scheiben dann später mit Traktor auflegen wirst, kannst du dort den Gainwert immer noch korrigieren. Gespeichert wird dann alles als AIFF damit ich die Metadaten mitnehmen kann. Guter Tipp übrigens von Toxicaudio betreffend FLAC, vielleicht sollte ich das mit dem AIFF nochmals überdenken. Braucht sonst halt schon enorm viel Platz... Traktor hat mich bis jetzt noch nie überzeugt, wenn es um die Handhabung von FLAC ging. Werde dem aber bei der nächsten Aufnahme-Session mal wieder einen Versuch widmen.
     
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  14. MiFa1969

    MiFa1969 NI Product Owner

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    Ja, dass ist definitiv ein interessanter Thread.
    Digitalisieren von Platten ist eigentlich nicht mein Thema.
    Habe ich zwar schon für Freunde gemacht, aber für mich selbst lohnt sich das nicht.
    Habe nicht so viele Scheiben. Und auch keine besonderen, für den sich das lohnt.
    Aber grundsätzlich ist es ein spannendes Thema.
    Ich komme ja noch aus der Zeit (In meiner Jungend), als es noch keine CDs gab.
    Und schon damals hatten wir versucht, den besten Sound aus den Rillen zu bekommen.
    Das war natürlich nur bedingt möglich, da keine Kohle da war.
    Aber ich habe schon diverse Aufnahmen von Bands und Chören gemacht,
    und diese gemischt, gemastert und auf CD gebrannt.
    So gesehen, ist das alles nicht so weit vom Platten Digitalisieren weg.
    Wir können gerne uns weiter austauschen :thumbsup:
     
    Last edited: Feb 9, 2020
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  15. Paule

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    Früher habe ich Platten nass gefahren. Keine Knackser. Allerdings sahen sie nach dem Trocknen unschön fleckig aus.
    Abhilfe kam durch eine Platten Waschmaschine. Ja lacht ruhig. So was gab's auch mal. Destilliertes Wasser mit ein bisschen Alkohol und Netzmittel aus dem Fotobereich waren günstiger als ewig das teure Waschmittel zu besorgen. Eine Abdeckung sorgte für trockene Label und zwei Bürsten gingen in die Rillen. Ein Abtropfständer fing überschüssige Flüssig auf. Durch einen Kaffeefilter gegossen, kam sie wieder in die Flasche.

    Sah so ähnlich aus. Etwas höher mit einer Vertiefung zur Aufnahme der Achse.
    Waschmasch.jpg
    Achse ins Loch stecken, die Halbschalen schützen das Label. In die Vertiefung legen und langsam rotieren.
     
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  16. Owner

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    Es ist nun offiziell -> Ich bin verliebt in diesen Thread! Bitte mehr davon! Danke für eure Beiträge, sehr coole Inputs allerseits! :thumbsup:
     
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  17. MiFa1969

    MiFa1969 NI Product Owner

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    :D
    Ich lache zwar, aber nicht, weil ich es nicht glaube.
    Habe ich früher auch gemacht. Ich hatte zwar die Waschmaschine nicht.
    Aber ich habe halt die Scheiben von Hand gewaschen und einen Tropfen Waschmittel dazu getan,
    dass die Oberflächenspannung kleiner war. Dann blieb das Wasser wie ein Film auf der Platte.
    Und es gab wirklich hässliche Flecken. Das war halt der Preis für ein fast staubfreies Abhören.
     
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  18. Paule

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    Neben Schallplatten gibt auch MCs zum digitalisieren. In VHS -> DVD bin ich unbedeckt - keine Ahnung davon.
    Mit voreingestellten und nachregelbaren Presets in Magix Cleaning Lab war ich gut bedient. Stand ja nicht immer drauf ob und welches Dolby bei der Aufnahme eingesetzt wurde. Wie oben schon angegeben, verfälscht diese Vorgehensweise die Aufnahme; wahr ja nur für privat!

    Mit meinen 50 MCs konnte ich üben - die 180 Bollywood Aufnahmen im Original meiner Tochter waren ein großer Happen.

    Reinigung und Demagnisierung der Tapes vor jedem Abspielen auch klar.

    Bei den Bollywoods habe ich Verfälschungen in Kauf genommen: Unter dem Doppel-Tapedeck habe ich einen Mini-Disk Recorder. Mit ganz kurzem richtig dicken Anschlüssen. Schwupps rüber laufen lassen. A/D bei Kenwood ist gut. Neben dem Desktop steht eine Yamaha Mini-Disc für digitale Übertragung. Rippen einer MD gab es anscheinend nur in Asien.

    Diese Verbindung brauchte ich mal, um meine Hörspielsammlung auf mp3 zu bannen. Mit Lesungen sind's jetzte wohl an die 2 TB. Sammlung begonnen 1984 auf MC später MD.

    Für MD Geräte gibt es auch den Reinigungszirkus wie oben für Tapedecks.
     
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  19. Toxicaudio

    Toxicaudio NI Product Owner

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    Paule, das mit der Waschmaschine mach ich aber auch. Ist überhaupt nicht zu unterschätzen und bringt extrem viel.
    Ich benutze die Knosti Version 2.
    Ich mische mir meine Reinigungsflüssigkeit selbst:
    70% destilliertes Wasser
    30% Isopropanol 99
    1-2 kleine Spritzer Tetenal Mirasol 2000
    Es reicht wenn man sich 1 Liter anmischt. Je nach Verschmutzung reicht das für ca. 50-100 Platten. Große Mengen anmischen sollte man vermeiden, da bei längerer Standzeit sich Schwebstoffe bilden können.
    Nach dem Waschgang wird die Platte mit destillerten Wasser gespült.
    Wie MiFa1969 angemerkt hat, kann es Flecken geben. Das passiert aber nur, wenn du z.B. Leitungswasser und Spüli nimmst (Kalk,Tenside, Hautpflegestoffe im Spüli,usw..).Sollte man nicht machen.

    Ist zwar eine Menge Arbeit, aber hinterher ist man froh wenn man seine "Schätzchen" digitalisiert hat.

    Bin gespannt ob es hier evtl. noch ein paar brauchbar Tipps gibt...
     
    Last edited: Feb 10, 2020
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  20. MiFa1969

    MiFa1969 NI Product Owner

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    Spielt Ihr euren Platten auch nass ab? Das habe ich manchmal gemacht.
    Das hat echt noch mehr rausgeholt. Ist aber halt schon ein bisschen eine schweinerei.
     
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