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Übergänge

Discussion in 'TRAKTOR' started by Biggie2801, Mar 7, 2007.

Thread Status:
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  1. Biggie2801

    Biggie2801 New Member

    Messages:
    13
    Hallöchen...

    Mal abgesehen von meinem noch unbeantwortetem :( Thread bezüglich meiner Kopfhörer und der BCD2000 hätte ich noch eine weitere Frage die evtl noch den einen oder anderen Noobie beschäftigt...

    Wie finde ich einen Übergang...

    Also ich experimentiere viel herum mit T3 und meiner BCD... Mal klappt es besser mal schlechter aber so ideal ist es noch nicht... Na klar braucht es viel Übung, aber mit Hilfe und Tipps geht es doch sicherlich leichter :)

    Freue mich auf alle Antworten!

    Robyn
     
  2. r.tificial

    r.tificial NI Product Owner

    Messages:
    282
    Die Frage "wie finde ich einen Übergang" läßt sich nicht nach "Kochrezept" beantworten, da das etwas ist, was wohl jeder für sich selber ganz anders erlebt/erleben muß.

    Meine ganz persönliche Sichtweise ist die folgende:
    Wichtiger noch als die bloße "Übung", daß du einen Mix von Track A nach B sauber hinbekommst, ist, daß du ein "Gefühl" oder "Gespür" für die (deine) Musik hast bzw. entwickelst. Dieses Gefühl - ich will es jetzt nicht Talent oder Begabung nennen - kannst du dir nicht zwanghaft antrainieren, das muß irgendwo schon von Anfang an in dir drin sein. Selbst wenn es noch so klein ist, dann reicht das, um es in Kombination mit Übung herauszuarbeiten. Wenn du wirklich von deiner Musik, die du hörst/auflegst, begeistert bist und darin "aufgehst", dann wird sich das mit dem "Gefühl" für die Musik fast schon von alleine ergeben.
    Das Mixen sehe ich als eine Kreativität, die aus dir selber heraussprudeln muß. Wenn du dir in irgendeiner Art und Weise Scheuklappen auflegst (z.B. immer nur vorgefertigte Playlists, die du streng abarbeitest, "ich muß jetzt aber X spielen", irgendwelche andern "Zwänge"), wird dich das behindern. Stattdessen mußt du mit der Musik "spielen", einfach mal anfangen, dich von deiner Stimmung treiben lassen und in erster Linie das spielen, was dir selber gefällt. Und sollte dein Geschmack nicht extrem in irgendeiner seltenen Musik-Nische liegen, dann wird das auch den Zuhörern gefallen (was wiederum dir gefallen wird!). Da ist ein Unterschied, ob du "emotionslos" einfach die gerade angesagten Hits runterknallst oder ob du mit Begeisterung auflegst.

    Das klingt jetzt vielleicht etwas komisch oder zu philosophisch, aber ich sagte ja bereits: "meine ganz persönliche Meinung". Die muß ja schließlich niemand mit mir teilen, es reicht mir ja, daß ich sie habe :)
    Natürlich kann ich das alles recht locker so sagen, da ich das Mixen als mein Steckenpferd betrachte, wo ich mich ausleben und Spaß haben will. Da ich meine Brötchen anderweitig verdiene, ist das auch kein Problem. Wenn ich mal irgendwann die Lust und Begeisterung für die (meine) Musik verliere, dann wird das das natürliche Ende meines DJ-Daseins sein.

    Nach so viel Text, über den man freilich endlos streiten könnte (aber nicht sollte, weil über Geschmack... blabla das kennen wir ja), habe ich auch noch ein paar wenige "harte Fakten". Naja eigentlich ist nur eine Sache, die mir dazu spontan einfällt: du solltest deine Musiksammlung kennen! Lieber hast du ein Repertoire von 500 Tracks, die du gut findest und kennst (und das nach und nach ausbaust), anstatt "Boah ey ich hab 32.000 MP3 auf der Pladde, Alter!" wovon du nur einen kleinen Teil kennst oder praktisch spielst. So und bevor ich jetzt hier in eine Ecke abdrifte, wo man wieder drüber streiten könnte - jeder darf selbstverständlich eine Musiksammlung haben so groß wie er will - will ich den eigentlich Punkt hier bringen: Nur wenn du dein Repertoire kennst, können dir beim Mixen spontane Ideen kommen wie "oh, jetzt würde Track xy super hier reinpassen" - und das sind in der Regel die besten! Womit wir dann wieder beim "sich treiben lassen" wären :).
    Nennen wir es ausnahmsweise (ich will hier möglichst wertfrei bleiben) mal "Qualität statt Quantität", daß du mit Bedacht auflegst und deine Ideen umsetzt, anstatt bspw. aus einem Ordner mit 5000 House-Tracks einfach zufällig 10 rauszupicken, die sich vom Tempo her ähneln und "deshalb bestimmt gut mixen lassen".

    So und nu am Schluß frage ich mich, ob ich das wirklich so posten soll... oder ob ich nicht total am Thema vorbei bin...

    ...ach was solls, das gönn ich mir jetzt, ab die Post ;-)
     
  3. Biggie2801

    Biggie2801 New Member

    Messages:
    13
    Hey boa...

    nich schlecht... Ich hätte jetzt erwartet: Oman du Noob... Weiß doch jeder... Du musst....

    Aber das was du grade gesagt hast trifft und erklärt das alles viel besser! Joa es klang schon leicht Poetisch... Also pass auf, nicht das die neue Generation von Dichtern in die Gesellschaftsklasse "DJ's" fällt :D

    Jetzt weiß ich wenigstens, dass es nicht ein bestimmtes Prinzip gibt, sondern, dass man sich im Prinzip auf sich selbst verlassen muss, was die Vorraussetzung für gutes auflegen ist...

    Hier, aber nicht, dass ihr jetzt denkt nach dem Hammer ist die Sache geklärt! Ich will mehr hören!!!

    Und wenn mir jetzt noch jemand mit meinen scheiß Kopfhörern hilft... Hier nochmal das Problem:

    An der BCD2000 sind oben rechts Regler für Master Volume, Die Lautstärke für den Kopfhörer und den PFL MIX also welches Deck aufm Kopfhörer zu hören sein soll... Der Kopfhörer ausgang ist vorne an der BCD... Welche einstellungen muss ich vornehmen, damit ich diese Regler auch benutzen kann, bzw. wie heissen die Funktionen im MIDI Menü denen ich die Regler zuweisen muss?

    Also keep on writing...
     
  4. dj Sunseeker

    dj Sunseeker Forum Member

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    hey,

    also um nochmal auf das thema "übergänge" einzugehen. ich muss mich da auch r.tifical anschließen..
    bei mir läuft das auch nich immer alles so sauber und so wie ich es mir wünschen würde, aber das is auch immer bissle schwierig wenn man - wie ich - hauptsächlich auf privatfeiern musik macht wo immer "alles" laufen soll.
    allerdings ist mir auch aufgefallen das mir bei meiner persönlichen lieblingsmusik (house/dance) die besten übergänge bzw. mixe gelingen, und das vor allem dann wenn ich total im stress bin.
    also wenn ich grad total hektisch einen song nach dem andern ins nächste deck schmeisse und frei nach gefühl parts von liedern einstreue klingts meistens am besten =)

    also in dem sinne - lass dich treiben auf der welle der musik x'D
     
  5. digital-deckz

    digital-deckz NI Product Owner

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    Netter Thread.. finde die Ausführungen zum Thema echt gut und vom Feeling her absolut nachvollziehbar - Handshake.

    Dazu hau ich mal nen Blogbuster raus:
    Musik ist Gefühlssache - ähnlich wie Sex :p und den Gestaltet man sich doch auch so "individuell" wie möglich ;)

    So sollte es auch beim mixen der Übergänge sein.

    Deshalb ist nicht unbedingt der technisch perfekte Mix , mit perfekten Übergängen auch das was am Ende zählt.
    Für mich ist es wichtiger einem Mix - Gefühl ne Art "Seele" einzuhauchen.
    Ich versuche das meist indem ich gewisse Lieder und Sounds auch Styles miteinander kombiniere, so das es Spass macht, und, oder wieder Emotionen auslöst. Je nach laune auch unterschiedliche Styles. Ein Rezept wird es sicherlich und sollte es dafür auch nicht geben.

    Schliesslich wollen wir nicht alle die gleichen Ravioli mixen und die gleiche Tomatencremesuppe aus der Tüte einpfeifen oder die gleiche Frau vernaschen :p

    Das Mixtechnische kommt im laufe der Zeit, wie meine Vorredner schon geschrieben haben, üben und schauen wie die Lieder aufgebaut sind. Dann passt das "Technische" eh nach einer weile.

    Aber Feeling und vorallem der Spass bei dem was du machst sollte Vorraussetzung sein.. der Rest ergibt sich irgendwann;)

    Greetz
    digital-deckz
     
  6. DJ Freshfluke

    DJ Freshfluke Traktor Mod

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    26,792
    wenn ich selber ausgehe, bin ich immer superkritisch mit den DJs (berufskrankheit), aber am besten gefaellt es mir, wenn der DJ eine gute mischung aus technik und gefuehl zeigt.

    klar zaehlt die titel-auswahl! und ein uebergang darf auch mal rumpeln, aber eine clevere kombination von tracks und sauberes handwerk gehoert irgendwie auch dazu.

    von einem maurer erwarte ich ja auch gerade waende ;-)

    und techniken kann man ueben und lernen - das gefuehl nicht...
     
  7. sultanat

    sultanat Forum Member

    Messages:
    41
    Hi Super gesprächstoff,

    Ich finde auch das man seine Tracks gut bis sehr gut kennen sollte. Der erste weg währe wenn mann seine Tracks einmal komplett durchhört, um breaks oder melodien parts zuerkennen.

    Sicher ist auch sein Technisches Equipment zu kennen und damit umzugehen. Als Beispiel ist wenn man von einem Deck die Höhen rausnimmt und beim anderen Deck die Bässe rein dreht.

    Und nun zum Gefühl des Mixens, in meinem Fall ist das so das ich früher getanzt habe. Daher ich ein bischen Älter geworden bin habe ich das gefühl vom Tanzen ins Mixen eingebracht. Dies ist manchmal ein kleiner Vorteil weil man Einsätze im Track findet wo man Übergänge klar nutzen kann. Also wenn man ein bischen Rytmusgefühl hat, hat man schon gewonnen, und man weis worauf die Leute so abfahren.

    Ach wegen Dein Problem mit den Kopfhörern schau da noch einmal in Deinem Thread nach.

    Gruß Sultanat
     
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