1. Hi everyone,

    We have just announced our latest version of the Komplete bundles.

    Find out more about the bundles and the newly added instruments

    Komplete 13 is available for pre-order now, and will become available for download on October 1, 2020.

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TRAKTOR Was ist wirklich wichtig?

Discussion in 'Allgemeine DJ-Themen' started by clavis, Mar 29, 2009.

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  1. clavis

    clavis NI Product Owner

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    Hi zusammen,

    mal eine grundsätzliche Frage:

    Warum bist auf Software umgestiegen? Wahrscheinlich gibt es eine Vielzahl von Gründen, aber mich DER EINE Grund, DAS KO-KRITERIUM interessieren, warum Du die Platten/CDs jetzt daheim lässt.

    Wenn Du gar nie mit etwas anderem aufegelegt hast und von Anfang ein Harddisc-Jock warst schreibe eben das hin.

    Danke im voraus

    clavis
     
  2. MasterOfDisaster

    MasterOfDisaster NI Product Owner

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    ? Was willst du uns Fragen / Sagen ?
    oder hast beisher noch nicht gepennt :D
     
  3. clavis

    clavis NI Product Owner

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    Naja... is doch nicht so schwer: Wenn Du mal mit Vinyl/Cds gedreht hast, warum jetzt nicht mehr? Wenn Du schon immer mit Traktor aufgelegt hast, warum Traktor?
     
  4. mfshva

    mfshva NI Product Owner

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    Also wenn ich es richtig verstanden habe dann gehts um Gründe warum Umstieg auf Digital, ich würde sagen das ist einfach mittlerweile der Lauf der Zeit da sich die Musiklandschaft so verändert hat, aber dazu erstmal kurze Einleitung:

    ich habe angefangen mit auflegen etwa 1994-1995 (Ice MC , Cosmic Baby "Loops of Infinity", Westbam "Celebration Generation") müssten so die ersten Maxi-CD´s gewesen sein die ich gekauft habe

    Das ging damals mit 2 Kumpels im Jugendclub ab, da wurden halt von den spärlichen Einnahmen glaube 40-50 Mark gingen da in unsere Taschen (Verwendungsgebunden für Tomträger) + unser Taschengeld etwa 5-10 Maxi-Cd´s die Woche gekauft also jede Woche zu Karstadt das Neuheiten Regal angehört und dann zugeschlagen. Da das nicht Abendfüllen reichte wurden auch viele Sampler (Bravo-Hits , Maxi-Dance-Sensation usw.) gekauft und Maxi´s von Gästen geliehen die wir dann spielten :lol: das ganze mit 2 Standard Frontloader CD Playern aus dem Conrad mit Pitchregler vorne dran

    - Der Musikmarkt war damals in meinen Augen sehr einfach für Dj´s und überschaubar man hatte halt jede Woche etwa 20-50 Neuheiten der Major Labels die man anhörte und vielleicht noch 1-3 brauchbare "Independent Scheiben" von Bonzai , Ruffneck, Suck Me Plasma, Strictly Rythm und was damals so gut war die es im Plattenladen zu kaufen gab und nicht im Karstadt, damit war man als Disco-DJ (normale Großraum-Disse) gerüstet und alles schön

    Das ganze veränderte sich für mich etwa 1997-1998 als ich das ganze als Gewerbe aufzog da ich ein Angebot von einer Großraumdisse hier in der Stadt als Resident hatte, bekommen habe ich das über Beziehungen mal dort in ner Kneipe ne Fete gemacht mal in der Dorfdisse als Ersatz eingesprungen weil keiner konnte und dadurch irgendwann den Planer und Resident dort kennengelernt, zusammen öfter einen getrunken und dann halt immer mal 1-2 Stunden in der Großraumdisse gedreht oder die Teenydisco übernommen da er wohl noch ausschlafen wollte :D

    Gekauft wurden ab jetzt Vinyls und zwar im Plattenladen (im Gegensatz zu vielen Westdeutschen Großstädten führte hier niemals ein Saturn oder Karstadt Vinyls mitte der 90er, im Westen wohl schon) und man wurde plötzlich da durch Beziehungen der Disse DDC Tipper bemustert von Gott und die Welt (ausserdem zahlte man fleissig DMC Beitrag)

    - die Musikwelt wurde schon unübersichtlicher jetzt hatten plötzlich Ende der 90er alle ehemaligen IndieLabels Major Deals und es prasselten nur so Promos alleine von Majors zu besten Zeiten etwa 50-60 Platten die Woche (Doppelte mitgerechnet). Ausserdem blühte der Import viele Vinyls kamen plötzlich von Pop und Chartthemen aus Holland , Spanien usw. da in Deutschland die ersten Sachen CD only gingen

    Ich verbreiterte mein Programm und beschloss da ich mich zwischen Techno und Black sowieso nicht entscheiden konnte und ausserdem zu dieser Zeit auch lukrative Mobiltermine angeboten wurden jetzt machst alles und richtig. Also wurden aus Katalogen (Ebay war um 2000 rum mangels Teilnehmern nicht wirklich eine Option) Second Hand Läden und Urlaub in England usw. Vinyls besorgt und zwar 70er , 80er , 7" halt alles was man in die Hände bekam und so standen dann irgendwann etwa 10 Plattenkisten (paar 100er Cases und Einkaufskisten) rum

    - es wurde schon schwerer aufgrund der mittlerweile fast durchgängig verbreiteten CD Brenner hatte plötzlich jeder DJ alles und man musste nicht mehr soviel kaufen da auch viel getauscht wurde allerdings merkte man das plötzlich einige Sachen (kommerziell Black zb.) nicht mehr als Vinyl zu bekommen waren oder nur mit großem Aufwand ausserdem fing die "Esel" , "Napster" , "win-mx" Welle an zu rollen das heisst die Gäste wollten plötzlich zb. US-Black Tracks hören die in Deutschland nicht veröffentlicht waren oder Tracks von kleineren "privat" Produzenten + hunderte Bootlegs Whitelabel verbreiteten sich rasend schnell, dadurch war es als Vinyl DJ für alles nicht mehr möglich mitzuhalten , wollte man die Wünsche befriedigen und ein damals trendy Set spielen musste man mitgehen was leider zu immer mehr CD-Koffern führte und immer weniger Vinyleinsatz :S

    Naja und jetzt kommt der eigentliche Grund für Digital Vinyl Systeme in meinen Augen, ohne Finalscratch , serato , Traktor und Co. wäre
    Vinyl aus Discotheken verschwunden oder sogut wie ich kenne noch ein paar Hardcore Clubfreaks und 1-2 Black DJ die nur auf "echtes" Vinyl schwören allerdings heulen die auch permanent das sie diese oder welche Scheibe nicht mehr bekommen. Ich denke ohne DVS wäre Vinyl und damit die 1210er faktisch verschwunden, und für mich der Hauptgrund der Musikmarkt wird immer zersplitterter und spartiger das heisst ich könnte von Platz und Kraft keine Full Range Musik mehr den ganzen Abend abliefern da man sich zur Zeit durch hundert Titel etwa die Woche kämpft um einigermaßen brauchbares rauszufiltern und letztlich zu kaufen oder zu spielen (bei Promos)
     
  5. DJ_Maggi

    DJ_Maggi Account Suspended

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    Weil die Vinyls unhandlich und schwer sind....ein großes Auto ist unabdingbar für den Transport.
    Die Schlepperei hat mich je nach Laden erstmal ne halbe Stunde Pause machen lassen, und wenn du eh schon Rückenprobleme hast, dann ist es dir nur recht nicht mehr Schleppen zu müssen.
    Anfälligkeit gegen Sonnenlicht im Auto....hab schonmal 2 Kisten im Auto liegen lassen und danach Wellpappe in den Fingern.
    Vinyl ist nicht mehr so verfügbar, da ist das Internet schon schneller, und ich hab die Tracks sofort da, ohne Lieferung und Postfach leeren usw.

    Und nun der eine Grund den du suchst:
    Die Unendlichkeit der Möglichkeiten nicht nur Musik abzuspielen, sondern diese eben spontan zu beeinflussen und kreativ zu verändern, im größeren Tempomasstab, der Tonlage, der Effekte oder einfach nur Loops....daher auch Traktor, denn die anderen Anbieter sind in meinen Augen nur Randgruppenbelieferer.
     
  6. clavis

    clavis NI Product Owner

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    Ein Danke an Euch beide für die Antworten, ich hoffe es kommen noch mehr. Ein Danke mehr an mfshva für die Geschichtstunde... ich hab mehr als einmal schmunzelnd an meine eigene Geschichte gedacht :)
     
  7. DJ Freshfluke

    DJ Freshfluke Traktor Mod Moderator

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    ich selber hab erst spaet mit dem auflegen angefangen, obwohl ich immer sehr musikinteressiert war und immer viel meines taschengeldes in den saturn getragen hab.

    aber ich hatte keinerlei weibliche vorbilder und bin schlicht gar nicht auf die idee gekommen, selber genausogut eine party beschallen zu koennen. tja.

    somit fing es bei mir recht klassisch mit *ich hatte mal nen ex-freund mit technics* los. der exfreund wurde abgeschafft, die technics blieben ;)

    dann zog ich nach berlin und bin bei NI in ein praktikum geschliddert. ich kannte finalscratch bereits vom namen nach und was es macht, konnte es mir aber nicht leisten - und ploetzlich war ich mittendrin! das war natuerlich ein gluecksfall, aber ich waer sicherlich so oder so frueher oder spaeter auf ein DVS umgestiegen - es verbindet einfach so schoen die geliebte haptik mit all den digitalen vorzuegen. am anfang bin ich krass dafuer gehatet worden, spaeter stiegen dann alle nach und nach um und es kam immer haeufiger vor, dass ploetzlich jemand, den ich nicht kannte, anrief und traktor fragen stellte :)

    neben den bereits genannten gruenden fand ich besonders schick, dass ich beats und tracks von den ganzen musikern aus meinem direkten umfeld spielen konnte. das hat dann oft auch die haertesten kritiker umgestimmt ;)
     
  8. clavis

    clavis NI Product Owner

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    Ich habe mit diesem Thread eigentlich einen ganz anderen Zweck verfolgt, aber da Ihr überraschend ausführlich antwortet, und ich das echt gern lese, mach ich jetzt auch ma':

    Ich war schon immer ein Musikfreak und Partytier, zu oft habe ich mich über mittelmäßige DJs geärgert und als die Gelegenheit da war sie sofort ergriffen, um 1988 im Indie-Gothic-Rock Style aufzulegen... Viel Vinyl, aber auch ein paar wenige CDs. Schon damals war Vinyl irgendwie cooler obwohl in dieser Szene (bis heute) Beatmixing überhaupt keine Rolle spielt. Ziemlich schnell konnte ich im Ruhrgebeat mal hier mal da und in zwei Läden fest Platten drehen. Damals kam mit Funky-Metal a la Peppers oder Living Colour eben auch die ersten HipHop Tunes in mein Set. Beatmixing, oder gar Scratchen war noch immer kein Thema. Aber Stereo MCs, De la Soul oder auch da Gangsta himself Ice-T waren schon cool und ich habe die Wurzeln des Dance erforscht. Die ganze 70er Disco Leier, Funk'n'Soul, aber auch Ragga und Dub, plötzlich war mein Set nicht mehr Gothic-schwarz sondern die Hautfarbe der Musiker und ich nannte es "Black Music". Von 70er Funk bis 90er Hip Hop eben alles, Hauptsache Breakbeats :) Habe mir die ersten Basic-Scratchings beigebracht und fleißig Partys gemacht... Bis ich, etwa 1990/91 zum "the Music, they played down the HOUSE" hörte... ein Kumpel zum Austausch in Chicago und kam mit Farley Jackmaster Funk wieder nach Essen zurück. Ich war elektrisiert, das war neu und cool und überhaupt... Technics mussten her! Also den Fender-Bass mit Amp verkloppt und zwei Technics angeschafft, nagelneu! Fürn ordentlichen Mixer hats nicht mehr gereicht ;-) also Conrad-Büchse gekauft... Mixing-Trainigseinheiten genommen, jeden Tag ne Stunde bis die Übergänge endlich saßen! Der erste Sennheiser HD-25, sch***e war der teuer! Dafür benutz ich ihn heut noch :)

    Aber das Ruhrgebeat war damals noch 99% Rock, also raus aus der Provinz und 1996 ab nach Berlin, leider eigentlich ein paar Jahre zu spät, aber besser als nie. Dort in verschiedenen Clubs (90 Grad, Globus/Tresor, D. Doughnuts, Toaster, Roter Salon) regelmäßig aufgelegt und den Lebenstraum "DJ" erfüllt, und jeden Freitag im Plattenladen dem UPS-Mann gegen 11.00 Uhr das Paket mit den neuen Imports entrissen, war das geil! Bei den downbeat-Jungs Radio Fritz aufgelegt und plötzlich kamen die Bookings aus Brandenburg und Sachsen... Mann mann, da musste ich Wessi erstmal lernen, dass die im Osten mal so richtig feiern können, ich fühlte mich zum ersten Mal nicht anders als die andern :)

    Das alles mit Vinyl, Vinyl, Vinyl ... Aber es kam Ernüchterung, nach etwa 9 Monaten nur Nachtleben war ich fast depressiv, und habe mir eine Day-Business gesucht. Ich habe in den Kreuzberger Plattenläden kleine Vitrinen mit Concorde-Systemen aufgehängt und später einen kleinen DJ-Laden innerhalb eines HiFi-Geschäfts in Kreuzberg eröffnet, und so die "neuen" vestax-PLattenspieler kennengelernt, man konnte die Pitch-Range verstellen, den Plattenteller rückwärts laufen lassen und lauter nette Gimmicks, aber DJs sind konservativ und keiner wollte davon etwas wissen. Aber der kleine Laden ist noch immer existent und ich glaube eine Vitrine, die bei Hard Wax hängt noch immer.

    Einige Jahre später , 2002 oder 01... habe ich abermals erfahren wie konservativ DJs sind, nämlich als in Stuttgart als erster Traktor-User mit nem Laptop im Club aufgetaucht bin. Neugieriges Interesse der Gäste... offene Anfeindungen der lieben Kollegen. Irgenwelche Kids, die von Papa zwei Technics ins Kinderzimmer gestellt gekriegt haben und noch nie im Leben eine Party geschmissen, machen mich blöd an... ich dachte ich spinne. Egal, die Gäste fanden meine Übergänge cool und haben ordentlich gerockt und ich bin hinter meinem Pult auf und ab gesprungen, was zu Vinyl-Zeiten nie möglich war wegen der Nadeln... Vinyl hat mich limitiert, nicht nur beim Sprigen ;-) deshalb hat mich dieses PC-mp3-Ding so fasziniert: Endlose Möglichkeiten Tracks im Netz zu finden, Tracks von meinen Produzenten-Kumpels sofort im Club testen. Meine eigenen Sachen spielen können, ohne erst einen A&R-Manager von der Tanzbarkeit zu überzeugen... geil! Loopen, Filtern, Jugglen alles viel viel cooler als sich ständig darauf zu konzentrieren, dass der Übergang passt.

    Auflegen ist mit Traktor für mich "stressiger" geworden, weil ich dem Abend gerne meinen Stempel aufdrücke und der Trecker mir die Möglichkeiten dazu gibt, und da gibts nun mal keine Alternative, dafür liebe ich das Programm.

    clavis
     
  9. DJDawg

    DJDawg NI Product Owner

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    Warum

    Also angefangen habe ich damals als rein Vinyl DJ
    1992, als damals die gute dancefloor Zeit da war mit Haddaway, Culture Beat und dann später eben noch die Zeiten mit Quicksilver, R.o.o.s, Kai Tracid, Cosmic Gate, Tory Amos, Todd Terry, Winx,.... (schwärm)
    Dann kamen wie schon erwähnt die CD und P2P zeiten und die Gäste hatten die Titel schon vor den Gästen.

    Naja aber um nicht all zu sehr davon abzuschweifen, warum Traktor.
    Traktor, damals noch als Final Scratch mit Stanton, bekannt in der 1.5 Version kam mir am stabilsten rüber unter nem Mac.
    Serato, gab es das damals schon ?
    Und ich wollte eben ein stabiles System das Vinyl-Feeling rüberbringt. Die anderen Systeme mit externem Bedienteil waren da nicht so auf meiner Hitliste.
    Ganz klarer Vorteil als MP3 Jock ist die Masse an Auswahl die man dabei hat OHNE 1000 Platten im Kleintransporter umherzufahren. Und ob auf der Festplatte 1000 Tracks oder 10000 drauf sind macht sich im Gewicht des Laptops nicht wirklich bemerktbar...
    Ebenso kann man leichter irgendwelche Songs wieder finden.
    Zudem muss man mittlerweile auch sagen dass die Plattenfirmen nur noch wenige Vinyls als Promo versenden.
    Früher waren es schon mal 40-50 Platten die in der Woche ankamen. Wenn es heute noch 10 sind pro Quartal dann sind es viel. MP3 hingegen kommen in MASSEN.
    Wenn ich jetzt alle Songs auf CD Brennen würde dann kämen da auch etliche 100 Stück zusammen und dann geht die Sucherei im Club wieder los.
    Da ist es mit Traktor doch einfacher.
    Rüberladen in die Collection, analysieren, Genre ändern falls falsch und bewerten dann in Playlisten setzen und FERTSCH...
    Wenn die Tags dann auch noch richtig sind ist es auch relativ einfach eine 80er oder 90er Party zu machen.

    Ein anderes Argument für Traktor war die Qualität der Soundkarte. Wenn ich mir andere Soundkarten ansehe dann kommen die nicht so besonders gut weg, zumindest nach meinem Ermessen.

    Genauso finde ich die GUI von Traktor recht übersichtlich und kein Farbenmischmasch wie bei anderen Produkten.

    Desweiteren find ich gut dass die Gäste und auch die Clubbetreiber verstanden haben dass ein MP3 DJ genauso gut sein kann als ein Vinyl - DJ, oder besser...
    Das ursprüngliche MP3=schlechter DJ Image hat sich doch gewandelt, auch seit dem die "grossen" im Business oft nur noch digital auflegen.

    Gut find ich auch noch an Traktor die Effekte.
    Leider noch nicht bei mir im Einsatz aber wenn mein VCI100Black kommt dann werd ich da auch etwas mehr spielen und auch schön loopen und beatmashing betreiben...
    Rein über tastatur zu steuern geht zwar aber doch eher umständlich.
    Und da ist auch noch ein weiterer Grund für Traktor. Kompatibilität zu externen Controllern...

    Wünsche noch einen Schönen Taaaaaaag.
    Gruß
    Dawg
     
  10. Darrien

    Darrien NI Product Owner

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    Kurz zusammengefasst:

    1. Mehr Sound verfügbar haben und trotzdem weniger schleppen müssen
    2. Vinyl verbraucht sich. Gewisse Platten spiele ich schon seit über 10 Jahren regelmässig
    3. Der Einkauf gestaltet sich massiv einfacher
    4. Die Zukunft ist digital. Insbesondere, was die Erweiterbarkeit des DJ-Setups angeht (Midi-Controller, Looping, zusätzliche Effekte, etc)

    Wobei Punkt 4 in der Priorität in den nächsten Jahren wohl massiv nach oben rücken wird.
     
  11. mfshva

    mfshva NI Product Owner

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    @Clavis

    was für Hardware nutzt du zum auflegen weil in deiner Signatur Hackintosh steht? Ich gehe mal aus ein PC mit OSX? Will mir selber noch ne Workstation mit OSX zuhause hinballern allerdings sind Mac Pro´s *imho* 5 fach überteuert, deshalb schwebt mir ein Dell Precision zb. vor, läuft bei dir alles problemlos?
     
  12. Reenstrømen

    Reenstrømen NI Product Owner

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    767
    pearc.de

    Solange die noch nich von Apple in Grund und Boden geklagt worden sind, wäre das sicherlich ne Alternative.
    Allerdings wirklich nur als Mac Pro Ersatz. iMacs kosten zwar mehr aber sind vom Preis Leistungsverhältnis nicht verkehrt.

    ---

    Zum Thema:

    Der Kern des Threads wird ja hübsch ausgemalt. Allgemeine Vorstellungsrunde wah? ;)

    Auch wenn meine ersten Gehversuche ins Jahr 94 reichen (mit einem pitchbaren Plattenspieler und einem ohne...man das war ******** eh), ist es bedingt durch die Tatsache das ich zwischendurch immermal für ein halbes oder ein ganzes Jahr die Finger von den Tellern gehalten habe, so gesehen erst sehr spät Ende 2007 mit dem Release von Traktor Scratch passiert das ich in die digitale Welt eingestiegen bin.
    Allerdings war mir Final Scratch, Serato (kam übrigens 2004 aufn Markt :D) und Mixvibes über die Jahre hinweg von Freunden sehr wohl geläufig. Aber bis auf kurzzeitige Ausflüge mit einzelnen CD-Playern blieb ich der digitalen Welt eher fern. Das lag aber daran das ich seinerzeits irgendwie viele Freunde hatte die DJs waren und sind und mit denen durch die Clubs zog, ich aber trotzdem eher die Partysau in the Front war und mich nur sehr selten an den Turnis aufhielt. Es war eher immer son extended Hobby.

    Als aber dann nach Jahren der Knoten quasi über Freunde bzw. deren Zuspruch platzte, ich das jahrelange Geplänkel satt hatte und wirklich was aus dem DJ-Ing machen wollte, dacht ich mir jetzt richtig oder gar nicht. Einerseits liebe ich die Turni Haptik und werde derer auch noch eine Weile treu bleiben. Reine Midi Controllergeschichten werde ich sicherlich irgendwann auch mal nutzen aber solange Turnis noch rumstehen ... wohl eher nicht.

    Ansonsten warens all die Gründe die oben angesprochen wurden. Die Limitierung und mein schon zu Vinylzeiten ausgeprägter Hang zu epischen und langen Übergängen ließen mich nicht lange überlegen. Ich hatte vorher nur nich so recht die Möglichkeiten gesehen Vinyls zu loopen wie ich gern hätte auch wenn es diese durchaus gab bzw. gibt. Mixer mit beatsynchronen Samplern gabs ja schon ne Weile aber irgendwie hatte sowas nie jemand selbst oder im Club.
    Da wären wir auch wieder beim Thema konservative DJs angelangt. Vieles wird und wurde gern als Hexenwerk abgetan. Wie auch CD Player... Gott was wurden die immer verflucht. In der Vergangenehit gabs fast nur 2 oder 3 Kanalmixer ohne Schnickschnack und die Technics.
    Es passiert doch mittlerweile aber schon häufiger das Turnis extra georgt werden müssen. Zumindest auf kleineren Veranstaltungen? Oder wie ist da eure Erfahrung?

    Und auch heute noch kenn ich viele Kollegen die immernoch nich über den Tellerrand schauen können und mir sogar die alte Vinyls klingen besser Diskussionen ans Ohr tackern.
    Vinyls haben auch Vorteile aber die der Technik in Sachen DVS überwiegen nunmal ganz klar. Erst letztes WE war ich in Berlin unterwegs und da sollte man doch meinen Hauptstädler sind da etwas unbefangener... aber ne... egal.


    Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Ich kann aber auch viele verstehen die aufgrund der auto bpm/sync natürlich den jahrelang angelernten skill wegschwimmen sehen. Aber so ist das halt. Ich sehe es mehr als eine Skillverschiebung.
    Aufgrund der Masse an Tracks isses doch mittlerweile eher ne Kunst geworden gut zu filtern. Vor ein paar Jahren habe ich noch Probleme gehabt mit den wenigen Vinyls immer schön ausgefallene Sets zu basteln. Heute gibts so viele Sachen das ich in Spitzenzeiten länger vorhören muss bis ich den Titel gefunden hab den ich suche. Na und von den vielen Kombinationsmöglichkeiten mal gar nich gesprochen.
    Am Ende kommt, egal wie mans macht, Musik raus die die Leutz begeistern soll. Man muss aussuchen und dafür sorgen das es denen da vorne gut geht. Das Grundlegende hat sich also nicht geändert.

    Ach und was auch noch ein Fakt war. Ich bin kein Fan von Effekten in Mixern. Auch wenn sich die Funktionen da sehr ähnlich sind und auch deren Bedienung. So habe ich bisher noch nich mal bei meinem einfachen DJX zu Hause großartig was damit veranstaltet. Ich hatte bisher einfach keinen Bock überall erstmal zu gucken wie die konkreten Einheiten funzen und verlaß mich da lieber auf die immer gleichen portablen in Traktor. Da bin ich dann wiederum ganz der Sicherheitsfreak und konservativ. ;)

    @ clavis

    Ich kollidiere hier auch regelmässig mit der immernoch vorherrschenden Meinung das Technics one and only sind.

    Ne... das waren die Dinger schon vor 10 Jahren nich mehr. Vestax, Gemini und mittlerweile auch Reloop hängen die Teile technisch, wertig und preislich mühelos ab. Ich hab mich jahrenlang mit den beschissen ungenauen Pitchfadern, anfälligen Cinchkabeln und den Nullpunkt rumgeärgert.
    Es geht sicherlich und man kann drumherum arbeiten. Und Technics sind sehr hochwertige langlebige Teile. Aber schon allein Preis/Leistungstechnisch fallen die bei mir mittlerweile definitiv durch. Ich hab vor 6 Jahren einen 1200er Technics gegen einen Reloop RP-5000 ersetzt und es bisher nicht bereut. Der zweite wird einem 6000er weichen.
     
  13. clavis

    clavis NI Product Owner

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    Du sprichst mir aus der Seele! Es gab vor 10/12 Jahren im Doughnuts/Berlin mal einen extrem sympathischen Resident, der kein Stück syncen konnte und trotzdem sehr beliebt war: Seine Selection war einfach einzigartig und sein Gefühl für die Atmo, Empathie für die Gäste war erstklassig. Imho war das schon immer die Kunst... syncen ist nur Handwerk.

    clavis

    PS: Es macht echt Spaß DJ-Lebensläufe zu lesen :)
    ---
    So, und jetzt noch der Grund, warum ich diesen Thread gestartet habe:

    Ich brauchte Input für eine Umfrage, und die ist jetzt fertig:
    http://www.umfrageonline.com/live.php?code=80631003635269
    Über rege Teilnahme ist wichtig: Je mehr Leute mitmachen, desto genauer ist das Ergebnis. Ich bin gespannt.

    clavis

    PS: Die Ergebnisse werde ich allen zur Verfügung stellen, die sie haben wollen, also auch Firmen, natürlich kostenlos.
     
  14. DJAeroM

    DJAeroM NI Product Owner

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    246
    Ich fass mich mal kurz.

    Vorteile:

    - Komfortabler Einkauf der Tracks da diese sofort nach dem Kauf zur Verfügung stehen

    - Besserer Sound

    - Mehr Übersicht

    - Weniger schleppen und trotzdem alles dabei was man evtl. für den Abend braucht.



    Nachteile:

    - Angst vor Technischen Problemen

    - Eine Steckdose weniger (oder mehr)

    - Mehr Stromverbrauch :D

    - hoher Anschaffungspreis (Laptop inbegriffen)



    Gruß ;)
     
  15. clavis

    clavis NI Product Owner

    Messages:
    515
    Ergebnis :) Leider nur als Screenshots, weil die Exportfunktion von dem Umfragetool lausig ist. Wer Rohdaten will... PM schreiben!

    Viel Spaß

    clavis
     

    Attached Files:

  16. DJ_Maggi

    DJ_Maggi Account Suspended

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    11,001
    Was mich richtig erstaund sind die Meinungen bezüglich Itunes Integration, Auto Sync und Coverart.....stösst bei den Befragen kaum auf Interesse...wobei dies im Forum doch sooo stark diskutiert wurde...
     
  17. clavis

    clavis NI Product Owner

    Messages:
    515
    Yep, ging mir genauso. Und genau deshalb habe ich das auch gemacht. Um mal zu sehen, was wirklich Sache ist. Meine Erkenntnis: Mehr Verständnis für NI. Traurig bleibt, dass man erst selber aktiv werden muss, um diese Erkenntnis zu Erlangen. Aber das Thema offene Kommunikation habe ich in einem anderem Thread schon ergebnislos vertieft.

    Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass nicht nur Traktoren mitgemacht haben, wobei die Resonanz von hier sicher die Größte war. Im serato - Forum haben ein paar Verschwörungstheoretiker gleich mal Mißtrauen geschürt und von "verdeckter Marketingmaßnahme" geschwafelt. Ich hab das zwar klar gestellt, aber ganz ehrlich: Mein Eindruck von den Serato-Jungs war analog zur Software: Einfach ;-) An dieser Stelle könnte man mal ein Lob aussprechen an dieses Forum hier insgesamt. Nachdem ich mich wegen dieser Sache auf anderen Boards rumgetrieben habe, weiß ich genau, warum ich eigentlich nur hier wirklich aktiv bin. Auch wenn manchmal sehr heiß diskutiert wird, im Vergleich zu anderen ist es hier angenehm sachlich, höflich und produktiv. Danke an alle dafür!

    clavis
     
  18. DJ_Maggi

    DJ_Maggi Account Suspended

    Messages:
    11,001
    haha...das dachte ich mir übrigens auch als ich mir mal im Serato Forum ein bißchen die Zeit vertrieben habe....man könnte auch sagen dass das Groh der Serato User genauso Gangsta like unterwegs ist wie ihr Publikum...:cool:

    Musste desweiteren feststellen, dass der Serato User schon zufrieden ist, wenn ein Feature angekündigt wird......ist quasi schon die Kaufentscheidung, wobei die Konkurrenz (NI) dies schon längst eingebunden hat....jaja jeder lässt eben sein System im besten Licht erleuchten...

    Auch die toll entwickelte neue Hardware SL3 ist ja wirklich phantastisch....nach dem Motto: weniger ist mehr....
    Weniger Ausgänge = mehr Preis!
     
  19. Combat-Skill

    Combat-Skill NI Product Owner

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    56
    In letzter Zeit kam fast nurnoch Müll auf Vinyl,
    mein Plattenkoffer beinhaltete fast nur Platten von 2006/2007
    alles neue was ich gespielt hab, hatte ich nur auf CD (unreleased, demos ...) !
    Was am Ende fast jeder 2te Track war ... und da mich CDs gewaltig langweilen,
    hab ich mir einfach sehr viele Dubplades gemacht ... was mit der Zeit auch ins Geld geht (hab mind. 80 Stück davon *g*)

    daher kam klar der Gedanke mit Traktor Scratch zu legen auf ...

    fast alle meine Kollegen nutzen es, als ich mit einem zusammen gebucht war,
    hat er es quasi zur Mission gemacht mich zu überzeugen, und hat auch geklappt!

    Im Nachhinein wo ich dabei bin meine ganzen Platten zu rippen, seh ich viele Vorteile

    1.die Tracks die ich ständig gespielt hab, Kratzen!
    Jetzt kann endlich die kostbaren Vinyls zuhause lassen und schonen!
    2.ich muss mir nichtmehr jeden Scheiss (Tools, Bootlegs ...) in den Plattenschrank stellen, sondern kann jetzt nurnoch eine Qualitative Vinylsammlung anstreben.
    3.Durch erstellen von diversen Tracklisten bin ich eben sehr flexibel! (Heute spiel ich so ... oder so)
    4.Wie ich schon gesagt hab, ich kann spontan alles von Vinyl spielen was ich vorher von CD oder Dubplade spielen musste (besonders gut, um Demos oder eigene Produktionen vor Release anzutesten)
     
  20. DJTAK

    DJTAK Forum Member

    Messages:
    87
    Moin zusammen :)
    Sehr ausführlich hier, dann habe ich hier mal meine DJ Geschichte für euch

    Bei mir ging es ultra-früh los mit der Liebe zur Musik auf der halt alles aufbaut.
    Meine 6 Jahre ältere Schwester erhellte die ganze Familie (zum Leidwesen meiner Eltern aber zu meiner Freude) mit den Disco Sounds der 70er täglich das ganze Haus nebst den leicht verstörten Nachbarn und ich konnte mich dem unglaublich guten Klang ihrer WEGA Steroanlage (Ihr wisst schon, Radio, da drunter das Tapedeck und rechts davon der gute DUAL Plattenspieler) und den BRAUN Boxen nicht entziehen. Wer zu der Zeit auch nur ein Mal Songs Donna Summer (Giorgio Moroder) in voller Dröhnung zu hören bekam, war für alle Zeiten verloren :D
    Zur Konfirmation gabs dann also für das öhm...leicht verdiente Geld ebenfalls eine Anlage - Ein Turm :cool:
    Die 80er halt.... Natürlich noch ohne CD Player, denn das war ja noch Zukunft.
    Also kam man logischerweise zum Vinyl, und davon reichlich. Denn fortan übernahm ich die abgenudelten Platten meiner Schwester nebst den neuen, von mir selber mit all meinem Taschengeld gekauften...
    Als ich dann 1985 zu Weihnachten einen Philips CD150 bekam (4 stellige 8 Segment LCD Anzeige :lol: ) und meine ersten 4 CDs (Dire Straights - Brothers in Arms, Rondo Veneziano - Fantasia Veneziana, Abba - The Arrival und Jean Michel Jarre - Musik aus Zeit und Raum) war die Zukunft also auch bei mir eingekehrt.
    Nebenher nahmen ich und 3 Freunde ständig eigene "Radiosendungen" auf Tape auf, wir "spielten" also Radio wenn man mal so will, aber so hab ich wohl frühzeitig die Angst vor Mikrofonen bzw der Moderation verloren.
    Mit 16 (1988) begann dann meine Lehre und ich hatte plötzlich Geld zur Verfügung, also packten wir unsere privaten Platten- und CD Spieler (Dual und mittlerweile Sonys) zusammen und erfreuten auf Geburtstagen die Freunde mit der Beschallung ihrer Partys. Ein Mixer wurde für 69 DM von Conrad gekauft...
    Zeitgleich verschlug es mich natürlich auch in die Dorfdisco, weil nirgends so aktuelle Tracks liefen wie dort. natürlich hörte man auch "Mal Sandocks Hitparade" und "Die Schlagerrally" mit Wolfgang Roth im Radio um Up-to-Date zu sein, und kaufte fortan noch mehr Vinyl... Da war es auch schon lange um mich geschehen...

    Und dann folgte die klassiche DJ Laufbahn:
    Mobildiscothek gegründet, alles Geld in neue Teile und Tonträger investiert und somit immer grösser geworden.
    Dann der verhängnisvolle Abend...
    in der Dorfdisco mit dem DJ gequatscht, dessen Bruder mit mir in der Ausbildung war...
    Er: sag mal, du machst doch auch Musik, ich muss mal, kannst du den nächsten Titel einlegen ?
    Ich: Klar doch, keine Problem
    Und weg war er... -----> 2 Stunden lang :eek:
    Aber ich kannte die Disco, wusste was angesagt ist, habe in seinen Platten so ziemlich alles gefunden und nach 2 Stunden war er wieder da, im Schlepptau den Discobesitzer...
    Und der sagte: Wenn du willst kannst du nächsten Samstag anfangen :cool:
    Tja,...da hab ich nicht lange überlegt und kam so 1991 zu meinem ersten Resident Job...
    Der andere Resident hat dann ein paar Monate später, ich tanzte als Gast schön zu seiner Musik, Modo gespielt - ihr wisst schon: 1,2 Polizei... *g
    Aber ich hörte nur im Rythmus des noch laufenden Tracks ständig: 1 - 1 - 1 2 Polizei - 1 - 1 - 1 - 1 - 1...
    So schnell war ich noch nie beim DJ, irgendwie kam das total Stakkato an, total seltsam... neuer Remix ?
    Nee...da stand er: Ein nigelnagelneuer Denon 2000F...
    Sowas hatte ich noch nicht gesehen, und fortan war ich total begeistert, wie genau man doch mit CDs arbeiten konnte.
    Ab dem Zeitpunkt wurden plötzlich CDs gekauft, um so gut wie möglich arbeiten zu können.
    Die Bemusterungen der unzähligen Label bekam man allerdings nach wie vor auf Vinyl, so daß meine Sammlung mittlerweile weit mehr als 10000 Vinyle umfast und über 8000 CDs.
    Ich selber kaufte dann irgendwann neben meinen Technics 1200er Limited Edition einen Denon 2600F, der immer noch prima funktioniert und erst letztes Jahr von 2 CDJ 1000 MK3 abgelöst wurde.

    Der Grund, warum ich mit Traktor Scratch auflege ist aber folgender:
    Trotz der tollen CD Player habe ich die Vinyl ja nie aufgegeben, und in den Discotheken, in denen ich gespielt habe und bei den unzähligen Bookings im In- und Ausland standen IMMER 2 Technics Turnis, irgendwie hat das was von "Handwerk" finde ich, so analog eben...
    Davon komme ich nicht weg.
    Und wenn man die Vorgabe hat, die perfekte Platte zum perfekten Zeitpunkt zu spielen, hat man immer unmengen an Vinylcases mit sich rumgeschleppt...
    Als Beispiel nur die 60kg Zusatzgewicht bei Flügen nach Ibiza zu nennen - das war immer äusserst teuer wenn man mit der gutaussehenden jungen Frau am Schalter nicht klar kam :D
    Das alleine ist schon ein Grund, der mich Traktor als Heilmittel ansehen liess...
    Schlimmer wiegt aber der Super GAU für einen DJ: Dir werden die Tonträger geklaut...
    Und genau das wiederfuhr mir den Sonntag vor Rosenmontag 2007.
    Meine 3 wichtigsten CD Koffer wurden mir bei einem Einbruch zu Hause geklaut.
    Etwa 200 CDs fand man auf dem benachbarten Sportplatz, verbrannt, zertreten, angezündet und als Frisbee benutzt :(
    DAS war der Hauptgrund, auf Traktor umzusteigen, denn ich musste etwa 900 CDs mit was weiss ich wievielen Tracks zurück organisieren - so schnell wie möglich...
    Gedauert hat es mehr als 3 Monate, in denen ich mangels Masse nicht auflegen konnte.
    Digital ging es dann tatsächlich am schnellsten und einfachsten...
    Bis heute fehlen mir allerdings noch etliche Tracks, aber aus dem Gröbsten bin ich raus...

    Ich nehme heute also nur noch einen Koffer CDs mit, habe meinen Laptop, zwei 2,5 Zoll Festplatten (ein Backup) im Gepäck und freue mich, daß ich keinen Kombi mehr brauche und keine Stunde mehr, um alles aufzubauen :)

    Die ganzen Effekte in Traktor nutze ich (bislang) überhaupt nicht, für mich gibts nur die 2 Decks - Titel reinziehen und schön nach Gehör (wie zu alten Vinylzeiten) das Mixing angehen...
    Also ist Traktor Scratch für mich einfach die Essenz aus dem guten alten "Handwerk" und dem Zeichen der Zeit (MP3) :)
    Das man für die Zukunft gerüstet ist, ist ja auch ein nettes Plus...


    Ich hoffe, ich habe euch nicht gelangweilt...

    Gruß, TAK
     
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