Frage zur Samplerate

Discussion in 'TRAKTOR' started by beats-unlimited, May 14, 2014.

  1. beats-unlimited

    beats-unlimited New Member

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    Hi,

    ich habe mal eine Frage, über die ich seit Samstag nachdenke:

    Ich habe mittlerweile 2 Setups, mit denen ich auflege: Das eine ist mein "großes Besteck" aus DJM900, 2 * CDJ 2000 NXS, 2 X1 MKII, 1 * F1 und ggf. noch meine beiden alten Denon SC2000 dran, Controller über einen guten 7fach USB-Hub verbunden, das DJM läuft mit ASIO über den 2. USB-Bus mit 4 Stereo-Kanälen (Audio-Interface im DJM).

    Das ganze Setup läuft super und erzeugt eine relativ geringe Last laut Load-Anzeige von Traktur (so etwa 15- 25 %).

    Das andere Setup ist das kleine Besteck, das ich mit einer Mobil-Disco fahre: Nur mit einem Denon MC 6000 am USB-Bus erzeuge ich eine Last lt. Load-Anzeige von mindestens 25%, meist steht er in der Mitte...

    Die beiden Setups bestreite ich mit dem gleichen Notebook (Sony Vaio Core i5, 2,6 Ghz, 16 GB Ram, Intel7 Chipsatz). Für die Einstellungen habe ich getrennte tsi.Dateien (werden per Dos-Batch vor dem Start von Traktor passend umbenannt), so das ich keine überflüssigen / ungenutzten Mappings für die jeweiligen Setups mitlade. Die jeweilen Asio-Treiber konfigurieren sich ja automatisch.

    Optimiert ist so ziemlich alles.

    Auch wenn alles super und ohne Aussetzer die ganze Nacht in beiden Setups läuft, mir ist nicht so ganz verständlich, warum ein "Mini-Setup" mit "nur" dem Denon MC6000 dran mehr Leistung frisst als ein Park von 7 Controllern + einen kompletten Satz von 4 Stereo-Kanälen via ASIO (der Denon MC hat davon ja nur 2).

    Hat das irgendetwas damit zu tun, das Traktor intern die Sampleraten (der Denon ist auf 48 kHz festgelegt) umrechnen muss ?

    Wie gesagt, alles kein Drama (das Sony schafft´s locker, den Denon zu bedienen), aber interessieren tut´s mich doch...;)...

    Danke für die ein oder andere Idee
     
  2. Sigo

    Sigo NI Product Owner

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    Du hast eine Kleinigkeit , die ist aber entscheidend für dein "Problem" , vergessen. Die Lazenz !
    Die Loadanzeige hat nur indirekt mit der Prozessorbelastung zu tun. Das ist einzigst die Auslastung / Füllstand deines Audio Zwischenspeichers bevor es zum USB geht.
    Hat der Denon z.b. nur 196 Samples im Treiber eingestellt und Pio läuft mit 256 - dann zeigt der Denon mehr an. Stelle es dir vor wie ein Wasserbehälter von 10 Litern. Vorne kommt der Strahl aus der CPU und hinten fliesst es kontinuierlich mit 5 Liter die Sekunde zum USB ab. Stockt nun der Zulauf weil du gerade in der Trackliste suchst und damit auf die HDD zugreifst , oder einen FX bedienst dann hat läuft der Speicher Richtung leer. Nach einer Sekunde hat der nur noch 5 Liter Inhalt. Dann steigt deine Loadanzeige. Ist sie rot dann droht der Speicher leer zu laufen und es kommt zu Audioknackser. Sobald die CPU wieder Zeit hat schaufelt sie den Speicher wieder voll....
    Steht der Speichergrösse auf 5 Liter hast du nur halb so viel Zeit.
    Dazu kommen noch Treiberunterschiede in der USB Puffereinstellung.
    Grundsätzlich ist das eine Dreierkette : CPU - Audiopuffer - USB Puffer. Den USB Puffer kann man bei manchen Treiber noch einstellen. Der liegt zwischen 2 und 5 Millisekunden.

    Schaue nun als erstes wie die Latenzen stehen und die Sampleraten / Bitraten.
     
  3. electro_fiend

    electro_fiend Member

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    Ich denke, die Erklärung liegt einfach in den ASIO-Treibern. Pio hat vermutlich einen besser programmierten.
     
    Last edited: May 15, 2014
  4. Dj-Goody

    Dj-Goody NI Product Owner

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    Das würde ich auch sagen. Pioneer hat einfach bessere & effizientere Treiber für ASIO & HID als Denon. Und der Denon läuft nur über MIDI, das kommuniziert viel langsamer und umständlicher als HID. Außerdem muss Traktor hierbei das Mapping mit all seinen Modifiers & Co aufwendig interpretieren während die HID-Commandos vermutlich direkt die entsprechenden C++ Klassenfunktionen aufrufen.