|Native Instruments

Dela Utca: Live-Gitarre und Sample-Layer mit Kontakt verbinden

Teilen Link kopiert
Dela Utca feature

Der niederländische Producer Dela Utca hat sich nach und nach einen Namen damit gemacht, elektronische Texturen mit der Wärme echter Instrumente zu verbinden. Seine jüngste Single „In The City“, erschienen auf Soave, bringt diese Balance auf den Punkt: expressives Gitarrenspiel und ein entspannter Dance-Puls treffen auf die emotionale Ehrlichkeit seines Songwritings.

Hinter seinem Sound steckt ein hybrider Workflow rund um Kontakt, der sein Songwriting trägt und eine Brücke zwischen akustischen und digitalen Welten schlägt. Mit Instrumenten wie The Gentleman, 40’s Very Own Keys, Ethereal Earth und Session Guitarist Strummed Acoustic verleiht Dela Utca moderner elektronischer Musik eine greifbare, organische Note.

Im Gespräch erzählt er, wie Kontakt für ihn zu einem kreativen Fundament geworden ist, wie er Emotionen über die Soundauswahl steuert und warum die Zukunft der Musikproduktion für ihn ganz klar hybrid ist.

Spring direkt zu:

Entdecke die Instrumente und vielseitigen Sampling-Möglichkeiten von Kontakt für dein eigenes Songwriting:

Hol dir Kontakt

Wenn du einen neuen Track anfängst: Was liefert meistens den ersten Funken – ein Sound aus Kontakt, Vocals oder eher ein Rhythmus?

Meine Songs beginnen immer mit einer textlichen Idee und entweder einer Akustikgitarre oder einem Klavier. Live zu schreiben und zu spielen fÿhlt sich für mich am kreativsten an, und so kann ich alles ganz frei anpassen: Tonart, BPM und das Feel des Songs sind in wenigen Sekunden geändert.

Dela Utca Story

Wenn ich am Klavier arbeite, greife ich meistens zu The Gentleman in Kontakt.

Klavierklänge waren schon immer meine Favoriten, und die Grundeinstellungen vermitteln mir zusammen mit etwas Reverb genau das richtige Gefÿhl. Wenn die Kreativität mal nicht sofort da ist, kann Klangexperimentieren helfen. Dafür nutze ich auch gerne die Sounds aus 40s Very Own Keys. Meine Lieblings-Presets sind Styx Bling und 40 Peta Pad. Probier sie unbedingt mal aus.

Profi-Tipp von Dela Utca: Experimentiere mit Sounds, wenn die Kreativität mal auf sich warten lässt. Manchmal fÿhrt gerade der Abstand zu Gitarre und Klavier zu den spannendsten Chill-Dance-Tracks.

Deine Tracks balancieren organische Texturen mit druckvollen elektronischen Layern. Nach welchem Prinzip entscheidest du, welche Elemente aus Kontakt und welche aus Synths kommen?

Die Entscheidung zwischen Synthesizer und Sample-basiertem Instrument hängt meistens davon ab, was ich mit dem Sound bezwecke. Wenn etwas echt klingen und sich lebendig anfÿhlen soll, nehme ich Kontakt (das natürlich Sample-basiert ist) oder nehme es live auf.

Dela Utca – Audience Choir

Ich liebe zum Beispiel Jacob Colliers Audience Choir und auch Vintage Organs. Solche Sounds kann ich in einem Wavetable-Synthesizer kaum nachbilden – und selbst wenn es ginge, klänge es nie so gut.

Habe ich einen bestimmten, nicht-akustischen Sound im Kopf, greife ich zum Synthesizer, weil ich ihn so schneller und unkomplizierter exakt nach meinen Vorstellungen formen kann. Dabei entgehen einem zwar manche glücklichen Zufälle, aber nach denen sucht man ja auch nicht immer.

Profi-Tipp von Dela Utca: Frag dich immer, welche Rolle ein Sound im Track einnehmen soll – und wähle dein Plug-in oder Instrument passend zu diesem Ziel aus.

Welche Rolle spielen Kontakt-Instrumente in deinen Tracks?

Für mich glänzt Kontakt besonders dann, wenn es um tragende Begleit-Layer geht. Die Hauptrolle übernimmt meistens der Gesang oder eine Gitarre, die ich am liebsten live einspiele.

Dela Utca – Ethereal Earth

Als ich anfing, Musik unter dem Namen Dela Utca zu machen, baute ich mir ein Rack namens Dela Utca Atmos mit atmosphärischen Klängen aus Ethereal Earth. Diese Sounds nutze ich bis heute als Begleit-Layer in meinen Tracks. Ich glaube, das hält meine Songs zusammen und formt meinen Signature-Sound mit.

Wie schon gesagt, nehme ich die meisten Gitarren live auf. Vor Kurzem habe ich aber festgestellt, wie gut Session Guitarist Strummed Acoustic als zusätzlicher Layer funktioniert. Das Instrument hat einen ganz eigenen klanglichen Charakter – und weil es extrem tight eingespielt ist, sorgt es für Tiefe, ohne zu stören.

Dela Utca – Session Guitarist

Profi-Tipp von Dela Utca: Kombiniere Live-Aufnahmen mit einer Sample-basierten Version desselben Instruments.

Glaubst du, dass Fans die „echten“ Texturen in deiner Musik wahrnehmen, selbst wenn ihnen nicht bewusst ist, dass sie gesampelte Instrumente hören?

Das hoffe ich! Wenn ich selbst Musik höre, finde ich es eher unschön, wenn man einem akustischen Element sofort anhört, dass es komplett „inside the box“ entstanden ist.

Zum Glück sind Sample-basierte Instrumente über die Jahre enorm viel besser geworden – das bedeutet aber auch, dass es heute keine Ausrede mehr für eine schlecht klingende Streicher- oder Bläser-Section gibt.

Was ist deiner Meinung nach der größte Fehler, den jüngere Producer*innen beim Layering von akustischen und elektronischen Elementen machen?

Sich wirklich Zeit zu nehmen, um in ein musikalisches Element einzutauchen, ist extrem wichtig. Natürlich klingt The Gentleman schon in der Voreinstellung großartig, nimmt aber oft zu viel Raum im Mix ein. Ein Dreh am Color- oder am Resonances-Regler macht einen riesigen Unterschied – und das gilt für fast jedes Sample-basierte Instrument.

Dela Utca – The Gentleman

Auch mangelnde Erfahrung damit, wie man einen Track sauber arrangiert, verrät schnell ein unausgereiftes Sound-Verständnis. Versuch lieber, Dinge live über ein MIDI-Keyboard einzuspielen und mit verschiedenen Voicings zu experimentieren. Niemand würde ein Instrument drei Minuten lang exakt gleich spielen. Schau also in deinen MIDI-Clip und sorge für mehr Humanize-Feel.

Profi-Tipp von Dela Utca: Mein Rat: Baue die Intensität im Verlauf des Tracks kontinuierlich auf, indem du die Velocity anhebst und mehr Tonumfang nutzt.

Blick in die Zukunft: Welche Rolle werden gesampelte Instrumente in der elektronischen Musikproduktion spielen – und wohin möchtest du deinen Sound damit entwickeln?

Bei der Arbeit an meinem Debütalbum habe ich in letzter Zeit viel mit Sounds experimentiert. Das gibt mir die Freiheit, bei einem Song wie „In The City“ deutlich akustischer zu werden – auch wenn ich nach wie vor gerne die eingängigen Pop-Tracks mache, für die man mich kennt, wie etwa „Once In A Lifetime“.

Dela Utca

Ich bin besonders gespannt darauf, wie KI die Sample-basierten Instrumente verändern wird. Noch lässt sich das nur erahnen, aber die Möglichkeiten sind endlos. Je besser diese Instrumente werden, desto unkomplizierter wird ihr Einsatz für Musiker*innen und Produzent*innen.

Profi-Tipp von Dela Utca: Die Zukunft ist hybrid! Schau dir die Möglichkeiten beider Welten an und nutze das, was für dich am besten funktioniert.

Fazit

Dela Utcas Workflow zeigt, wie moderne Produzent*innen Live-Performance und Technologie vereinen können, ohne dass die Seele der Musik verloren geht. Mit Kontakt hat er die Flexibilität, Ideen auf echten Instrumenten zu beginnen und sie dann zu vollwertigen Produktionen auszubauen, die sich dennoch authentisch anfÿhlen. Jede Soundentscheidung – von der Wärme von The Gentleman über die Atmosphäre von Ethereal Earth bis zum präzisen Phrasieren von Session Guitarist Strummed Acoustic – hilft ihm dabei, echte Emotionen einzufangen und den Mix gleichzeitig transparent zu halten.

„In The City“ bringt diesen Ansatz perfekt auf den Punkt. Der Track wirkt lebendig, weil er aus beiden Welten schöpft und die Intimität einer akustischen Performance mit der Präzision von Sample-basiertem Sound-Design vereint.

Für alle, die genau diese Balance suchen, ist Kontakt der ideale Einstieg: Mit klanglicher Tiefe, voller Kontrolle und Charakter bleibt der Produktionsprozess stets kreativ und menschlich. Probier es noch heute selbst aus:

Hol dir Kontakt

Passende Produkte