Playbox vereint Akkorde, Samples und Effekte in einem einzigartigen Instrument – das perfekte Gegenmittel gegen kreative Blockaden beim Beatmaking. Kompatibel mit Kontakt und dem kostenlosen Kontakt Player enthält Playbox über 320 Presets, die auf 200 Akkord-Sets und 900 Samples basieren. So entwickelst du im Handumdrehen inspirierende musikalische Ideen.
Wenn du das kreative Potenzial von Playbox voll ausschöpfen möchtest, kannst du bis zu 450 eigene Samples laden, sie mit 15 Effekten bearbeiten und Parameter zufällig anordnen, um unerwartete Sound-Kombinationen zu kreieren.
In diesem Guide für den Einsatz von Playbox in deinen Musikproduktionen zeigen wir dir, wie rhythmische Patterns, melodische Patterns, Akkordfolgen und Sample-Layering im Instrument funktionieren – damit du neue Wege findest, musikalische Ideen zu entwickeln und einzigartige Sounds zu produzieren.
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Direkt zu den Abschnitten über Sound-Layering mit Playbox:
1. Die Chord-Page
Wie geht Playbox also mit Akkorden um? Beginnen wir damit, ein Preset zu laden, um das einzigartige Konzept von Playbox kennenzulernen. Erstelle eine MIDI-Spur in deiner DAW und lade Kontakt. Klicke auf der Library-Page von Kontakt auf das Playbox-Icon, um es auszuwählen, und doppelklicke in der Preset-Liste rechts auf das Standard-Instrument von Playbox.

Standardmäßig lädt Playbox das erste Preset: „A Cute Piano“. Sehen und hören wir uns daran an, wie das Instrument funktioniert. Wenn du das Keyboard-Panel von Kontakt geöffnet hast, siehst du, dass sich das Instrument nur über die weißen Tasten von C3 bis C4 spielen lässt.

In diesem Bereich gibt es acht weiße Tasten, die jeweils einen Akkord triggern. Diese Akkorde sehen wir, wenn wir unten links auf der Benutzeroberfläche auf den Button für die Chords-Page klicken.

Auf der Chords-Page sehen wir acht Spalten – eine für jede Taste. Diese Spalten enthalten bis zu sechs Noten, aus denen der jeweilige Akkord besteht. Die Spalte ganz links, getriggert von C3, spielt beispielsweise einen Akkord bestehend aus F#2, A2, C#3, E3, G#3 und G#4.

Spielen wir C3 an und hören uns das Ganze an.
Du wirst hören, dass anstelle eines einzelnen Akkords ein Arpeggio-artiger Effekt entsteht, bei dem die Noten nacheinander erklingen. Das liegt daran, dass die Art der Akkord-Wiedergabe auf der FX-Page geregelt wird. Sehen wir uns das genauer an.
2. Die FX-Page
Klicke unten rechts auf der Benutzeroberfläche auf die FX-Page.

Oben links auf dieser Seite befindet sich der Tab „Motion Effects“. Da er nicht ausgegraut ist, siehst du sofort, dass der Play-Modus „Strum“ aktiv ist.

Klicke auf den Tab, um die Bedienelemente für Strum aufzurufen. Strum ist eine besondere Art von Arpeggiator. Mit dem Pattern Selector lässt sich das gespielte Pattern anpassen. Klicke darauf und wechsle von „Zig-Zag Up-Dn“ zu „Move Out“. Dadurch ändert sich die Wiedergabe der Akkord-Noten.

Klicke jetzt auf den Pfeil nach unten in der Kopfzeile des Tabs „Motion Effects“ und stelle den Modus auf Arp.

Der Arp-Modus ist ein klassischer Arpeggiator: Anders als Strum läuft er unendlich weiter, solange du eine Taste gedrückt hältst.
Sehen wir uns nun den letzten Motion Effect an: Grain.

Grain ist ein granular anmutender MIDI-Effekt, der die Akkord-Wiedergabe moduliert und von unruhigen Stutter-Effekten bis hin zu verträumten Klangwolken alles möglich macht.
Schalten wir den Motion Effect aus, spielt Playbox den Akkord einfach geradlinig ab.

Auf der Effects-Page gibt es noch viele weitere Effekt-Kategorien. In allen Effekt-Slots (außer dem Lofi-Effekt) steht dir über die Dropdown-Pfeile eine große Auswahl an Effekten zur Verfügung – genau wie beim Motion-Effect-Slot.
Jeder Effekttyp bringt eigene Presets mit. Stellen wir zum Beispiel den Effekt im dritten Slot auf „Filter II“.

Wähle nun oben links im Bedienfeld von Filter II das Preset „Filter 2 Formant 1“ aus dem Menü.

Ohne Modulation klingt das noch unspektakulär. Klicke deshalb unten links neben dem Talk-Parameter auf das Pluszeichen (+) und wähle LFO A als Modulationsquelle.

Aus dem Pluszeichen wird nun ein Regler für die Modulationsstärke. Drehe ihn auf 100 % auf.

Dadurch wird der Filtersound beim Spielen moduliert, und es entsteht ein lebendiger Klangverlauf.
3. Die Samples-Page
Bevor wir weitermachen, setzen wir das Preset „A Cute Piano“ zurück. Klicke dazu oben links auf der Benutzeroberfläche auf den Preset-Namen, um den Browser zu öffnen.

Doppelklicke in der Liste rechts auf das Preset „A Cute Piano“, um es neu zu laden.

Klicke jetzt unten in der Mitte der Benutzeroberfläche auf den Button für die Samples-Page.

Du wirst bemerken, dass diese Ansicht der Chords-Page sehr ähnelt. Das liegt daran, dass sie nach demselben Prinzip aufgebaut ist: Jedes Sample entspricht einer Note auf der Chords-Page. Um besser zu erkennen, welches Sample zu welcher Note gehört, klicke oben links auf der Benutzeroberfläche auf das Augen-Symbol.

Bewege den Mauszeiger über den untersten Sample-Slot in der ersten Spalte und klicke auf das Lupen-Symbol.

Dadurch öffnet sich der Samples-Browser. Aktuell ist in diesem Slot „Piano Toy 4“ geladen. Klicke auf „Strings Cello Col Legno Battuto 1“, um das Sample auszutauschen.

Wenn du nun eine Note spielst, erklingt bei jedem A2 statt „Piano Toy 4“ das Sample „Strings Cello Col Legno Battuto 1“.
Klicke oben rechts auf dieser Seite auf das Kreuz-Symbol, um die Ansicht zu schließen.

Du kannst in Playbox auch eigene Samples verwenden. Probieren wir das als Nächstes aus.
4. Eigene Samples verwenden
Eigene Samples in Playbox einzubinden ist denkbar einfach: Ziehe sie einfach per Drag-and-drop auf einen der Würfel auf der Samples-Page. Um die Tonhöhe eines importierten Samples anzupassen, klicke bei einem Sample auf das Lupen-Symbol und dann im Samples-Browser auf den User-Button.

Hier siehst du deine importierten Samples in der Liste auf der rechten Seite. Klicke auf ein Sample, um den Pitch manuell anzupassen, oder klicke auf „Scan from sample“, damit Playbox die Tonhöhe des Samples automatisch analysiert.

5. Sets und Randomization nutzen
Zusätzlich zu den Haupt-Presets von Playbox verfügen die Pages Chords, Samples und FX über eigene Presets, die sogenannten Sets. So kannst du ganz einfach verschiedene Elemente kombinieren, um deinen perfekten Sound zu kreieren.
Um durch die verfügbaren Sets für die jeweilige Page zu schalten, kannst du die Pfeilsymbole neben dem Set-Namen nutzen.

Für eine genauere Übersicht über die verfügbaren Sets klickst du rechts neben den Pfeilen auf den Set-Namen, um den Set-Browser für diese Page zu öffnen. Hier kannst du Sets über die Kategoriesymbole auf der linken Seite des Interfaces filtern und über das Diskettensymbol oben rechts deine eigenen Sets speichern.

Außerdem kannst du die Parameter jeder Page oder des gesamten Instruments über die Würfelsymbole randomisieren. Die Würfelsymbole für jede Page findest du neben dem jeweiligen Set-Namen und für das gesamte Preset oben links im Interface. Die Samples-Page bietet zudem einen Randomize-Button für jede einzelne Spalte sowie für die gesamte Page.

Wenn dir ein bestimmtes Element auf einer Page – oder sogar eine ganze Page – besonders gut gefällt, kannst du die Schloss-Symbole nutzen, um diese Parts vor der Randomisierung zu schützen.
Erstelle einzigartige, rhythmische Sounds mit Playbox
In diesem Tutorial haben wir dir gezeigt, wie du mit Playbox loslegst, die Pages Chords, Samples und FX nutzt, deine eigenen Samples importierst und die Randomize-Features des Instruments einsetzt.
Wenn du mehr über Musikproduktion und Beatmaking erfahren möchtest, schau dir Musikproduktion 101: So startest du mit dem Produzieren und Beatmaking 101: So baust du einen Beat an.