Die in London lebende Produzentin Hilit Kolet hat sich einen Namen mit druckvollen, groove-getriebenen Clubtracks gemacht, die präzises Sound-Design mit einer gehörigen Portion Spaß verbinden. Ihre neue EP Transatlantic Kiki mit The Illustrious Blacks ist eine mitreißende Feier der gemeinsamen Energie zwischen London und New York. Die Platte verschmilzt verspielte Vocals, markante Percussion und treibende Bässe mit Kolets unverwechselbarer Präzision im Mix und ihrem Gespür für Rhythmus.
Hinter dieser Klarheit steckt ein Workflow, der voll auf Geschwindigkeit ausgelegt ist. Mit Komplete Kontrol und dem A61-Keyboard setzt Hilit ihre Ideen schnell um und hält den kreativen Funken am Leben.
Ihr Setup verschafft ihr sofortigen Zugriff auf ihre persönliche Sound-Library und ihre liebsten Kontakt-Presets – ganz ohne Hürden zwischen Inspiration und Umsetzung. Das Ziel ist simpel: die Verbindung zu dem Gefühl halten, mit dem der Track begann, und ihn fertigstellen, solange die Begeisterung noch frisch ist.
Direkt zu den Abschnitten:
- Ideen schnell umsetzen mit Komplete Kontrol
- Tagging und eigene Sound-Libraries aufbauen
- Den Spaß am Leben halten durch schnelle, intuitive Sessions
- Die Balance zwischen Tempo und Präzision unter Druck
- Live-Performance und Sequencing verbinden
- Warum Komplete Kontrol für Clubmusik so wichtig ist
Im Folgenden erfährst du, wie Komplete Kontrol und das A61-Keyboard den Workflow von Hilit Kolet prägen. Finde heraus, wie dieser Software-Hub auch deine Sessions bereichern kann.
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Wenn du eine Idee skizzierst: Wie fügt sich die Komplete Kontrol-Software in deinen Workflow ein?

Mit Komplete Kontrol habe ich meine Lieblingssounds direkt griffbereit und kann sie blitzschnell aufrufen. Ich muss nur mein Standard-Projekt in Ableton öffnen. Darin habe ich das Komplete Kontrol-Plug-in startklar mit meinen liebsten Kontakt-Presets für Bass, Synth und Drums.
Die kombiniere ich mit meiner eigenen Sample-Sammlung, die ich über die Jahre aufgebaut habe. Manchmal lade ich sie in den Leap-Sampler. Ich liebe es, wie man damit Samples bearbeiten kann, und das Interface gefällt mir auch richtig gut.
Ich höre oft, dass ich einen ganz eigenen Signature-Sound habe. Das ist wohl das größte Kompliment überhaupt. Ich glaube, dass mir die konsequente Nutzung meines eigenen Sample-Pools und gespeicherter Presets als Ausgangspunkt für Ideen sehr dabei geholfen hat, diese einzigartige Klangpalette zu entwickeln und meine eigene kreative Handschrift zu etablieren.
Findest du, dass dir Controller dabei helfen, Sounds schneller zu finden, als dich durch Menüs zu klicken oder mit der Maus zu suchen?

Früher habe ich ohne das A61 nach Presets in Kontakt gesucht, aber das Warten darauf, dass alles lädt, war echt mühsam. Als ich dann zum ersten Mal mit dem Encoder des A61 durch die Presets gescrollt habe, war das ein absoluter Traum.
Das Tagging-System in Komplete Kontrol hilft dir, genau das zu finden, wonach du suchst – das spart enorm viel Zeit. Ich habe meine wichtigsten Sounds mit einem eigenen Tag versehen, damit ich sie sofort wiederfinde. Es ist, als hätte ich meine persönliche Sound-Library direkt griffbereit, kann aber trotzdem ständig Neues entdecken und direkt weitertaggen.
Außerdem ist es schön, mal vom Computer wegzukommen. Nicht am Bildschirm zu kleben bringt einen dazu, mehr mit den Ohren als mit den Augen zu arbeiten – und es macht einfach mehr Spaß. Mit Controllern wie dem A61 kann ich jammen und kreativ sein, statt den ganzen Tag nur mit der Maus zu klicken. Ich mache vor allem Musik für den Dancefloor, und bei dieser Musik geht es um Freude und Spaß. Genau dieses Gefühl sollte schon beim Produzieren entstehen.
Du hast gesagt, Transatlantic Kiki sei „purer, geballter Spaß“. Wie wichtig ist Geschwindigkeit im Studio, um diesen Spaß am Leben zu halten?

Es ist superwichtig, eine grobe Idee so schnell wie möglich festzuhalten. Die besten Entscheidungen trifft man, wenn die Kernidee des Tracks noch frisch und ungeschliffen ist, wenn die Intuition die Richtung vorgibt – und bevor man sich am Track sattgehört oder ihn überproduziert hat.
Bei „Transatlantic Kiki“ – dem Titeltrack der EP – habe ich den Beat aus meiner Sample-Sammlung gebaut und sofort gespürt, dass der Track einen Bass mit ordentlich Bounce brauchte.
Ich habe Komplete Kontrol genutzt, um Massive X-Presets vorzuhören. Als ich einen Sound fand, der mir gefiel, saß er im Mix noch nicht ganz richtig. Statt das Interface von Massive X zu öffnen und tief in die Synth-Struktur einzutauchen, habe ich einfach die vorgefertigten Makro-Drehregler benutzt, um Parameter wie Filter-Cutoff, Drive und die Wavetable-Position schnell anzupassen. Durch diese Möglichkeit, den Sound direkt ohne Blick auf den Bildschirm zu verändern, hatte ich sofort das haptische Feedback, das ich brauchte, um den perfekten Vibe mit jeder Menge Bounce einzufangen.
Früher habe ich MIDI-Mapping vermieden, weil das manuelle Setup meinen kreativen Flow ausgebremst hat. Das automatische Mapping im A61 war für mein Sound-Design jedoch ein echter Gamechanger.
Wie bringst du das Bedürfnis nach schnellen Ergebnissen mit dem Druck in Einklang, Tracks abzuliefern, die auf einem Label wie Rekids herausstechen?

Eine kurzfristige Remix-Anfrage zu bekommen, ist immer eine spannende Herausforderung. Wenn meine Library startklar ist, kann ich mich direkt auf den kreativen Part stürzen, anstatt mich in der Soundauswahl zu verlieren.
Eine umfangreiche und gut organisierte Library mit getaggten Presets zu haben, bringt nicht nur Schnelligkeit. Es geht auch um Qualitätskontrolle. Wenn es schnell gehen muss, weiß ich, dass ich auf vorgefertigte Sounds zurückgreifen kann, die bereits eine hohe Qualität haben und auf dem Dancefloor erprobt sind.
Das gibt mir eine solide Basis und Sicherheit, sodass ich mich auf die besonderen Elemente des Remixes konzentrieren kann – etwa perkussive Rhythmusarbeit oder das Vocal-Arrangement. So kann ich ihm meinen ganz eigenen Stempel aufdrücken, ohne mir über die Basics Gedanken machen zu müssen.
Nutzt du deine MIDI-Controller zum Einspielen von Parts oder hauptsächlich fürs Sequencing und Browsing?

Ich nutze das A61 sowohl zum Einspielen von Parts als auch fürs Sequencing – dieser zweigleisige Ansatz ist für meinen Workflow essenziell. Ich beginne mit dem Browsen, finde ein Preset und spiele dann einen Part ein, um eine Idee oder einen Vibe zu entwickeln und im kreativen Flow zu bleiben. Diese Live-Session fängt genau jenen menschlichen Groove ein, der dem Track seine Seele verleiht.
Anschließend nutze ich die Piano-Roll meiner DAW, um die Idee zu verfeinern, sie zu quantisieren und komplexere Pattern einzuzeichnen, damit der saubere, präzise Rhythmus entsteht, den Clubmusik verlangt. Dieser ständige Wechsel zwischen Live-Jamming und Sequencing vereint für mich das Beste aus beiden Welten.
Wenn dich andere Produzent*innen fragen würden, warum Komplete Kontrol für die Clubmusik-Produktion wichtig ist: Wie würdest du es erklären?
Die Soundauswahl ist in der Clubmusik extrem wichtig. Die richtigen Sounds entscheiden über Erfolg oder Misserfolg eines Tracks. Komplete Kontrol bietet mit seinen Presets eine starke Basis, aber seine wahre Stärke liegt darin, wie leicht man sie verändern kann, um seinen ganz eigenen Sound zu finden.
Fazit

Bei Hilit Kolets Herangehensweise an die Musikproduktion dreht sich alles um Dynamik und Schwung. Sie arbeitet schnell, vertraut ihrer Intuition und verliert nie den Funken aus den Augen, der die Idee überhaupt erst spannend gemacht hat. Derselbe Geist durchzieht Transatlantic Kiki – eine EP, die gleichzeitig spontan, verspielt und selbstbewusst wirkt. Die Chemie zwischen ihr und The Illustrious Blacks ist in jedem Groove spürbar, von der pointierten Phrasierung der Vocals bis zum Bounce des Basses. Es ist Clubmusik, die sich selbst nicht zu ernst nimmt und dennoch mit absoluter Präzision zündet.
Dieses Gefühl der Freiheit hält ihren Sound frisch. Komplete Kontrol hilft ihr, in diesem Modus zu bleiben – verwandelt Workflow in Intuition und Inspiration in etwas Greifbares, noch bevor sie verfliegt.
Das Ergebnis ist eine Platte wie eine Momentaufnahme purer Spielfreude – jene Art von Energie, die nur dann entsteht, wenn Produzent*innen aufhören zu überlegen, was funktionieren müsste, und stattdessen dem nachspüren, was sich richtig anfühlt. Transatlantic Kiki ist pure Bewegung von Anfang bis Ende – und genau das macht sie zu so einem Volltreffer.