Berühmte Drum-Breaks (oder Breakbeats) sind weit mehr als nur Beats – sie sind das Fundament von Genres wie HipHop und Drum and Bass. Drum-Breaks bringen genau die Portion Soul mit, die Menschen in Bewegung versetzt. Ganz gleich also, ob du gerade erst lernst, wie man Musik produziert, oder schon seit Ewigkeiten dabei bist: Es lohnt sich auf jeden Fall, sie kennenzulernen!
In diesem Artikel schauen wir uns an, was Drum-Breaks eigentlich sind, tauchen in einige der legendärsten Breakbeats der Musikgeschichte ein und zeigen dir, wie du deine eigenen baust. Bereit für den Deep Dive?
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Mach direkt mit und nutze das Kontakt-Instrument Rudiments, das knackige, druckvolle und vielseitige Drums für deine Produktionen liefert.
Was sind Drum-Breaks?
Drum-Breaks entstanden ursprünglich als Schlagzeugsoli in Funk- und Soul-Tracks – ein Moment, in dem Drummer mit ihrem rhythmischen Können glänzen und neue, einzigartige Drum-Pattern präsentieren konnten. Später fielen diese Soli HipHop-Produzent*innen auf, die begannen, diese Breakbeat-Loops beim Drum-Programming zu samplen, um das Fundament für die Raps der MCs zu legen. Diese Praxis brachte nicht nur neue Musik hervor, sondern prägte auch den Sound und den rhythmischen Vibe des gesamten Drum-and-Bass-Genres und fand ihren Weg in zahlreiche weitere Genres der elektronischen Musik.
Drum-Breaks entwickelten sich von reinen Soli zu einem fundamentalen Element moderner Musik – ein Beweis für ihre Vielseitigkeit und ihre anhaltende Faszination über das gesamte musikalische Spektrum hinweg.
Die 10 besten Drum-Breaks aller Zeiten
Jetzt, da du weißt, was Drum-Breaks sind und woher sie stammen, schauen wir uns an, wie du zehn der berühmtesten Drum-Breaks nachbauen kannst. Für diese Demos nutzen wir verschiedene Drum-Kits aus dem Kontakt-Instrument Rudiments.
Rudiments ist perfekt für den Bau von Breakbeats geeignet: Es steckt voller modern klingender HipHop-Drum-Kits und -Pattern, bringt aber trotzdem jede Menge von diesem rauen Retro-Charme mit, den wir alle so lieben.
Außerdem habe ich für jeden Drum-Break Links zu MIDI-Dateien eingefügt, damit du sie ganz einfach kostenlos herunterladen und mit den Rudiments-Drum-Kits in deinen eigenen Produktionen nutzen kannst. Hoffentlich liefern sie dir frische Inspiration für deine nächsten Beatmaking-Sessions!
1. „Amen“-Break
Der „Amen“-Break, ein sechssekündiges Schlagzeugsolo aus dem Track „Amen, Brother“ von The Winstons aus dem Jahr 1969, ist der wohl berühmteste Drum-Break der Musikgeschichte und bildet die Grundlage zahlloser Jungle- und Breakbeat-Tracks.
Um den „Amen“-Break nachzubauen, konzentriere dich darauf, die knackige Snare, die crispen Hi-Hats und die wuchtige Kick-Drum des Originals nachzubilden. Achte besonders auf den Swing und den Shuffle des Breaks, um seinen typischen Groove einzufangen.

So klingt der „Amen“-Break, gespielt mit dem „Shombo Kit“ in Rudiments bei 130 BPM.
MIDI-Datei für den „Amen“-Break herunterladen
2. „Funky Drummer“-Break
Gespielt von Clyde Stubblefield wurde der Break aus „Funky Drummer“ von James Brown unzählige Male im HipHop gesamplet – berühmt für seine knackige Snare und seinen synkopierten Rhythmus.
Um den „Funky Drummer“-Break nachzubauen, programmiere einen Groove mit einer starken Betonung auf dem Snare-Backbeat. Nutze dezente Swing-Einstellungen und dynamische Velocity-Variationen auf der Snare und den Hi-Hats, um das unverwechselbare Spielgefühl dieses Breaks zu treffen.

So klingt der „Funky Drummer“-Break, gespielt mit dem „RickOShea Kit“ in Rudiments bei 101 BPM.
MIDI-Datei für den „Funky Drummer“-Break herunterladen
3. „I Got You“-Break
„I Got You (I Feel Good)“ ist ein weiterer der bekanntesten und gefeiertsten Tracks von James Brown. Der ansteckende Rhythmus und Browns dynamische Performance machten den Song zu einem Klassiker des Funk und zu einer beliebten Sample-Quelle in unterschiedlichsten Genres.
Um diesen einfachen, aber legendären Beat nachzubauen, betone den Downbeat mit der Kick und sorge mit knackigen Snares auf der 2 und der 4 für Synkopen. Experimentiere mit leichten Open-Hi-Hat-Akzenten auf den Offbeats, um dem Groove noch mehr Textur und Dynamik zu verleihen.

So klingt der „I Got You“-Break, gespielt mit dem „ReignMan Kit“ in Rudiments bei 145 BPM.
MIDI-Datei für den „I Got You“-Break herunterladen
4. „Impeach the President“-Break
Der Drum-Break aus „Impeach the President“ von The Honey Drippers ist mit seinem entspannten Groove und der politisch aufgeladenen Botschaft zu einem echten Favoriten unter HipHop-Produzent*innen geworden.
Um diesen eingängigen Breakbeat nachzubauen, beginne mit der Kick-Drum und lege einen soliden Groove hin, der den Beat verankert. Die Snare ist entscheidend: Sie liefert den Backbeat auf den Zählzeiten 2 und 4. Die Hi-Hat spielt durchgehend ein gerades Achtelmuster, aber experimentiere damit, sie an bestimmten Stellen leicht zu öffnen, um dem Beat mehr Textur und ein Live-Gefühl zu verleihen. Auch das Samplen und Loopen eines Vinyl-Knisterns als Layer kann für noch mehr Authentizität sorgen.

So klingt der „Impeach the President“-Break, gespielt mit dem „Testra Kit“ in Rudiments bei 96 BPM.
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5. „Funky President“-Break
„Funky President (People It’s Bad)“ ist ein weiterer legendärer Track von James Brown. Der Drum-Break in diesem Song wurde von Allan Schwartzberg eingespielt und ist vor allem für seinen tighten, funkigen Groove berühmt. Er wurde von zahllosen Künstler*innen quer durch alle Genres gesamplet und zählt zu den prägendsten Beats in der Entwicklung des HipHop.
Um diesen berühmten Drum-Break nachzubauen, beginne mit der groovenden Kick und setze dann die Snare für den grundlegenden Backbeat ein (baue ruhig auch einige Ghost-Notes und feine Variationen ein, um den Groove komplexer zu gestalten). Die Hi-Hats in diesem Breakbeat werden mit viel Vorwärtsdrang und Bewegung gespielt, oft akzentuiert durch offene Hi-Hats, die den Groove zusätzlich antreiben.

So klingt der „Funky President“-Break, gespielt mit dem „Laren Kit“ in Rudiments bei 105 BPM.
MIDI-Datei für den „Funky President“-Break herunterladen
6. „Ashley’s Roachclip“-Break
Der Drum-Break in der Mitte von „Ashley’s Roachclip“ von The Soul Searchers besitzt einen entspannten Groove, der im HipHop, Pop und in der elektronischen Musik unzählige Male gesamplet wurde.
Um diesen weit verbreiteten Breakbeat nachzubauen, beginne mit einem gleichmäßigen Backbeat auf der Snare-Drum, um den Groove zu verankern. Layere dazu einen synkopierten Hi-Hat-Rhythmus, der für das charakteristische Shuffle-Feeling sorgt. Ergänze schließlich ein Kick-Drum-Pattern, das die Snare perfekt ergänzt, und spiele rund um den Backbeat, um den Swing und das Momentum des Grooves weiter zu verstärken.

So klingt der „Ashley’s Roachclip“-Break, gespielt mit dem „HenFrew Kit“ in Rudiments bei 95 BPM.
MIDI-Datei für den „Ashley’s Roachclip“-Break herunterladen
7. „Rock Steady“-Break
„Rock Steady“ von Aretha Franklin wird für seinen mitreißenden Groove und seinen innovativen Breakbeat gefeiert – ein Meilenstein in der Soul- und Funkmusik. Der packende Rhythmus des Breakbeats mit seiner druckvollen Kick-Drum, der knackigen Snare und den vertrackten Hi-Hat-Patterns legte das Fundament für zukünftige Genres, in denen Sampling zum Schlüsselelement wurde.
Um diesen Rhythmus nachzubauen, beginne mit einem soliden Kick-Snare-Pattern, das die Stabilität des Beats betont. Füge dann Hi-Hats für rhythmische Textur hinzu und bringe Congas oder Bongos ins Spiel, um die markanten Synkopen und die Energie des Songs einzufangen.

So klingt der „Rock Steady“-Break, gespielt mit dem „Suo Kit“ in Rudiments bei 105 BPM.
MIDI-Datei für den „Rock Steady“-Break herunterladen
8. „Cold Sweat“-Break
„Cold Sweat“ von James Brown ist berühmt für seine rohe Energie und seinen bahnbrechenden Breakbeat – ein Song, der den Grundstein für Funk legte und unzählige Genres prägte. Das von Clyde Stubblefield eingespielte Drum-Pattern zeichnet sich durch einen synkopierten Rhythmus aus, der auf dem Zusammenspiel von Kick und Snare basiert, gestützt von einer durchgehenden Hi-Hat.
Um ihn nachzubauen, betone die Offbeat-Akzente der Snare, sorge mit einem stabilen Kick-Drum-Pattern für das rhythmische Fundament des Grooves und nutze Hi-Hats, um den Rhythmus nach vorne zu treiben – so fängst du den dynamischen und revolutionären Charakter des Tracks ein.

So klingt der „Cold Sweat“-Break, gespielt mit dem „Kovax Kit“ in Rudiments bei 120 BPM.
MIDI-Datei für den „Cold Sweat“-Break herunterladen
9. „Come Dancing“-Break
„Come Dancing“ von Jeff Beck zeichnet sich durch seine pulsierende Energie und einen tanzbaren Rhythmus aus. Der Track ist bekannt für seine Fusion aus Jazz-, Rock- und Funk-Elementen und besticht durch einen faszinierenden Breakbeat, der Drumming-Techniken aus Rock und Jazz kombiniert – mit vollem Fokus auf Feeling und Dynamik.
Um diesen berühmten Drum-Break nachzubauen, beginne mit einem soliden Kick-Drum-Pattern und setze eine knackige Snare auf die Backbeats, um den Rhythmus voranzutreiben. Ergänze ein vielschichtiges Hi-Hat- oder Ride-Becken-Pattern mit Synkopen und Swing, um dem Track seinen unverwechselbaren Bounce und Drive zu verleihen.

So klingt der „Come Dancing“-Break, gespielt mit dem „Kai Kit“ in Rudiments bei 97 BPM.
MIDI-Datei für den „Come Dancing“-Break herunterladen
10. „Express Yourself“-Break
„Express Yourself“ von Charles Wright & The Watts 103rd Street Rhythm Band ist bekannt für seine vibrierende Energie und Tanzbarkeit – eine zeitlose Funk-Hymne.
Um den Breakbeat dieses Tracks nachzubauen, konzentriere dich auf einen soliden Groove mit einem tighten Kick- und Snare-Pattern, das den Backbeat betont. Ergänze eine synkopierte Bassline, um den Rhythmus voranzutreiben, und baue offene Hi-Hat-Hits für das unverwechselbare Funk-Feeling ein. Die Magie dieses Breakbeats liegt in seiner Schlichtheit und im Pocket – Präzision und Feeling sind hier alles, damit der Groove perfekt sitzt.

So klingt der „Express Yourself“-Break, gespielt mit dem „Marshins Kit“ in Rudiments bei 92 BPM.
MIDI-Datei für den „Express Yourself“-Break herunterladen
Baue deine eigenen Drum-Breaks
Wie du siehst, sind Drum-Breaks viel mehr als nur kurze Passagen – sie sind die Bausteine ganzer Genres und der Puls musikalischer Innovation. Wenn du verstehst, wie man Drum-Breaks baut, hebt das deine Musik auf ein neues Level. Wenn du noch tiefer in deine eigenen Grooves eintauchen möchtest, schau dir das Kontakt-Instrument Rudiments an – die perfekte Inspiration für deine Produktionen. Viel Spaß beim Beat-Bauen!