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HipHop-Drums 101: So programmierst du Drum-Pattern

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Hip-hop drums 101

HipHop ist die wohl einflussreichste Musikkultur der letzten 50 Jahre – und hat seit den Blockpartys, auf denen Underground-DJs Breakbeats zerlegten, einen weiten Weg zurückgelegt. Doch die Kraft, Menschen zu bewegen, stammt noch immer von den funkigen Drum-Pattern, die schon ganz am Anfang da waren.

In diesem Einsteiger*innen-Guide für HipHop-Drum-Pattern analysieren wir einige Track-Klassiker und die Grundelemente des Beatmakings im HipHop. Danach zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du diese Bausteine zusammensetzt, um einen Beat als Fundament für deinen eigenen Track zu bauen. Betrachte diesen Guide einfach als Spickzettel für HipHop-Drum-Pattern!

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Mach mit bei diesem Tutorial mit EMPIRE BREAKS, KONTAKT 7 und dem CRUSH PACK.
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Wie entstehen HipHop-Beats?

In den Anfangstagen des HipHop, lange vor dem modernen digitalen HipHop-Sampling, nutzten DJs zwei Plattenspieler und Vinyls mit funkigen Drum-Breakdowns, um daraus einen ausgedehnten beatbasierten Groove zu erschaffen.

Als die HipHop-Kultur aufblühte und Künstler*innen in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren begannen, HipHop-Platten aufzunehmen, übertrugen Produzent*innen diesen plattenbasierten Ansatz auf analoge Aufnahmen von Breakbeats – wie etwa bei West Street Mobs „Break Dance – Electric Boogie“ (mit Incredible Bongo Bands „Apache“) oder indem sie Tracks mit einer Live-Band nachspielten, zu hören auf „Rapper’s Delight“ von der Sugarhill Gang (einer Neuinterpretation von Chics „Good Times“).

Als Drum-Machines in den 80er-Jahren immer besser und erschwinglicher wurden, nutzten HipHop-Produzent*innen sie für funkige Beats – legendäres Beispiel: Run DMCs „Sucker MC’s“.

Als digitale Sampler in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren erschwinglich wurden, begannen HipHop-Produzent*innen damit, Breaks zu samplen, zu zerschneiden und zu neuen Pattern zusammenzusetzen. Funk-Breaks wie „Impeach The President“ von The Honey Drippers, „Synthetic Substitution“ von Melvin Bliss und „It’s a New Day“ von Skull Snaps wurden zum Rückgrat von Hunderten HipHop-Tracks.

In der modernen Musikproduktion nutzen HipHop-Produzent*innen DAWs (Digital Audio Workstations) und HipHop-VSTs, um Drum-Pattern und Beats zu bauen.

Was macht HipHop-Beats so funky?

Neben der klanglichen Textur der Breaks rührt ein großer Teil des klassischen HipHop-Drum-Sounds von der Art her, wie Beats programmiert werden. Beliebte Hardware-Sampler wie die E-mu SP-1200 und die Akai MPC60 besaßen integrierte Sequenzer, mit denen Produzent*innen ihren programmierten Drums Swing verleihen konnten. So ließ sich das Timing von Achtel- oder Sechzehntelnoten leicht nach hinten verschieben – was dem Rhythmus einen unwiderstehlichen Groove verlieh.

Diesen Swing in Aktion erleben wir in Tracks wie Mobb Deeps wegweisendem „Shook Ones Pt.II“ aus dem Jahr 1995.

Ein Takt aus „Shook Ones Pt.II“
Ein Takt aus „Shook Ones Pt.II“

Auf dieser Abbildung ist das Sequenzer-Raster von Ableton Live auf Sechzehntelnoten eingestellt. Man sieht, dass alle Noten, die auf Achtelnoten liegen, perfekt auf dem Raster sitzen.

Die Kick-Drums auf 1.2.4 und 1.4.4 sind jedoch Sechzehntelnoten – und sie liegen genau auf halbem Weg zwischen dieser Rasterlinie und der nächsten.

Genau das ist Sechzehntel-Swing – und er verleiht vielen HipHop-Tracks diesen mitreißenden Kopfnicker-Groove.

Hier ist ein Takt aus J. Coles „Wet Dreamz“ aus dem Jahr 2015. Auch hier siehst du den Sechzehntel-Swing auf 1.2.4.

Ein Takt aus „Wet Dreamz“
Ein Takt aus „Wet Dreamz“

Unten siehst du einen Takt aus Denzel Currys „Walkin“ aus dem Jahr 2022. Der Track ist ungewöhnlich, da er einen Tempowechsel enthält: Er beginnt mit einem groovenden HipHop-Beat im niedrigen 80er-BPM-Bereich, bevor er nach einem Drittel zu einem schnelleren, geraderen Trap-Part wechselt.

Ein Takt aus „Walkin“
Ein Takt aus „Walkin“

Dieser Takt stammt aus dem ersten Teil des Tracks. Er nutzt Achtel-Swing, da die Hi-Hats auf 1.1.3, 1.2.3, 1.3.3 und 1.4.3 hinter dem Raster spielen. Das verleiht dem Beat ein noch schlurfenderes, lässigeres Feel als bei Beats mit reinem Sechzehntel-Swing.

Man versteht Swing am besten, wenn man ihn hört – also legen wir los und bauen einen eigenen Beat. Diese HipHop-Drum-Techniken funktionieren genauso für Rap- und Trap-Drum-Pattern. Dafür nutzen wir EMPIRE BREAKS von Native Instruments: eine Library speziell für HipHop-Beats, die mit dem kostenlosen KONTAKT PLAYER läuft und dir den perfekten Einstieg ins Beatmaking bietet.

So baust du ein HipHop-Drum-Pattern

1. Wähle ein Kit

In jeder Produktion ist die Soundauswahl entscheidend. Bevor wir also einen Beat programmieren, wählen wir ein Kit mit druckvollem, aber warmem HipHop-Charakter. Du kannst die Drums von EMPIRE BREAKS über einen MIDI-Controller anspielen oder die Drum-Pads auf der Bedienoberfläche des Instruments anklicken. Mit den Pfeiltasten neben dem Preset-Namen kannst du verschiedene Kits zum Vorhören durchgehen. Das Preset „Disco Kit (122 BPM)“ klingt perfekt für einen fetten HipHop-Beat – nutzen wir also dieses Kit für unser HipHop-MIDI-Drum-Pattern.

Auswahl eines Drum-Kits in EMPIRE BREAKS
Auswahl eines Drum-Kits in EMPIRE BREAKS

2. Programmiere einen Beat

Stelle das Tempo deiner DAW auf 88 BPM ein und erstelle einen eintaktigen MIDI-Clip. Setze C1-Kicks auf die Zählzeiten 1 und 3, D1-Snares auf 2 und 4 sowie F#1-Closed-Hats auf die Offbeats dazwischen.

Das ist ein solides Fundament – aber noch ganz ohne Swing, weshalb der Beat aktuell noch ziemlich statisch und roboterhaft klingt.

Ein einfacher HipHop-Beat
Ein einfacher HipHop-Beat

3. Verleihe dem Beat etwas Swing

Füge auf 1.2.4 eine weitere C1-Kick hinzu – das ist die letzte Sechzehntelnote vor dem dritten Beat. Ohne Swing klingt das noch schwerfällig. Deaktiviere deshalb die Raster-Einrastfunktion deiner DAW (auch bekannt als Quantisierung) und verschiebe die Kick leicht nach hinten, etwa auf halben Weg zur nächsten Sechzehntel.

DAWs bieten zwar Swing-Quantisierungsfunktionen, die das automatisch erledigen, aber wenn du es manuell machst, bekommst du ein viel besseres Gefühl dafür, was timingmäßig eigentlich passiert.

Diese Kick klingt nun schon viel mehr nach HipHop, ist aber noch etwas laut. Drehe ihre Velocity etwas herunter, damit sie sich natürlicher einfügt.

Hinzufügen einer Kick-Drum mit Swing
Hinzufügen einer Kick-Drum mit Swing

4. Bring Abwechslung ins Spiel

Für noch mehr Funk tauschen wir die dritte Closed-Hat gegen eine Open-Hat aus. Verschiebe die Note dazu einfach auf G#1. Schon klingt das Ganze richtig rund: Der Beat groovt mit Swing und die Open-Hat lässt ihn wunderbar fließen.

Ersetzen der dritten Closed-Hat durch eine Open-Hat
Ersetzen der dritten Closed-Hat durch eine Open-Hat

5. Reduziere den Dynamikumfang

Die Kits von EMPIRE BREAKS bieten integrierte Effekte: Klicke auf den FX-Button und wähle den Bereich „Global FX“. Am Main-Out des Instruments steht dir eine ganze Reihe von Effekten zur Verfügung. Klicke auf das Limiter-Modul und drehe den Threshold-Regler herunter. Dieser bestimmt den Pegel, ab dem der Limiter greift. Indem du den Threshold senkst, reduzierst du den Dynamikumfang des Signals und erzielst einen lauteren, druckvolleren Beat.

Entscheidend ist dabei die richtige Balance aus druckvoller Dynamik und charakteristischem Schmutz. Stellen wir den Threshold auf -8 dB ein.

Den Threshold senken, um den Beat lauter zu machen
Den Threshold senken, um den Beat lauter zu machen

6. Sorge für satten Vintage-Crunch

Mit etwas Verzerrung wird der Sound noch kerniger. Klicke auf „Distort FX“: Die Parameter „Drive“ und „Damping“ sind mit gelben Punkten versehen – ein Hinweis darauf, dass beide über den Age-Macro-Regler (ebenfalls mit gelbem Punkt) am unteren Rand der Bedienoberfläche gesteuert werden. Drehe den Age-Macro-Regler auf 15 % auf. Für die Feinjustierung kannst du dabei die Umschalttaste gedrückt halten.

Das verleiht dem Beat eine Extraportion Vintage-Crunch, die an klassische HipHop-Breaks und Lo-Fi-HipHop-Pattern aus 90er-Jahre-Produktionen erinnert.

Verzerrung mit dem Age-Macro-Regler hinzufügen
Verzerrung mit dem Age-Macro-Regler hinzufügen

7. Finde einen passenden Bass-Sound

Nun steht der Beat – fehlt noch eine Bassline für den musikalischen Feinschliff. Im jazzigen HipHop kommt oft ein Kontrabass zum Einsatz: Mit seinem vollen, frequenzfüllenden Sound sorgt er für ein solides Fundament, ohne den Mix zu überladen.

Die Factory Library 2 von KONTAKT 7 enthält hervorragende Bass-Sounds. Wähle die KONTAKT-Library aus, setze den Banks-Filter auf „Band“, klicke auf das Bass-Tag und lade das Patch „Jazz Upright“ per Doppelklick.

Laden eines jazzigen Bass-Patches in KONTAKT
Laden eines jazzigen Bass-Patches in KONTAKT

8. Komponiere eine Bassline

Hier ist eine Bassline rund um einen C-Moll-7-Akkord. Sie wurde live eingespielt: Beachte, dass sie nicht auf das Raster quantisiert ist – genau diese kleinen Timing-Variationen verleihen ihr ein natürliches, lebendiges Feeling.

MIDI für den Kontrabass
MIDI für den Kontrabass

Um dem Sound mehr Druck zu verleihen, lade DIRT aus dem CRUSH PACK von Native Instruments und wähle das Preset Berlin Treblemaster. Dadurch übersteuert der Master-Kanal deiner DAW – regle also sowohl die Drum- als auch die Bass-Spur auf -3 dB herunter.

Sättigung durch DIRT verstärkt den Bass-Sound
Sättigung durch DIRT verstärkt den Bass-Sound

Und so klingt das fertige HipHop-Drum-Pattern!

HipHop-Drum-Pattern erstellen

Hier hast du gesehen, wie du deine eigenen HipHop-Drum-Pattern von Grund auf erstellst – mit Swing für ein funkiges Feeling und gezieltem Processing für einen rauen, organischen Sound. Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest, schau dir Hip hop Sampling 101, Understanding Instrumental Hip hop und How to Make a Type Beat an.

Wenn du nach passenden Instrumenten und Effekten suchst, wirf unbedingt einen Blick auf EMPIRE BREAKS, KONTAKT 7, CRUSH PACK, BATTERY 4 und BUTCH VIG DRUMS.
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