|Sara Simms

So setzt du Cue-Points für bessere Arrangements beim DJing

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How to set cue points when DJing

Cue-Points beim DJing sind erstaunlich einfache, aber extrem wirkungsvolle Tools für bessere Mixe. Bei Cue-Points handelt es sich um eindeutige Markierungen in den Tracks deiner digitalen Musiksammlung, mit denen du blitzschnell zu bestimmten Abschnitten eines Songs springen kannst. Sie werden bei der Set-Vorbereitung gesetzt und helfen dir enorm bei der Planung deiner Sets und Übergänge.

In diesem Tutorial erfährst du, was Cue-Points sind, wie du sie in Traktor setzt und an welchen Stellen deiner Tracks sie am sinnvollsten sind. Ganz gleich, welches Genre du auflegst: Cue-Points bringen Ordnung in deine Track-Sammlung und eröffnen dir neue kreative Möglichkeiten beim Mixen.

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Was sind Cue-Points beim DJing?

Cue-Points sind Markierungen, die DJs auf Tracks in ihrer Sammlung platzieren, um jederzeit exakt an diese Stelle zurückzuspringen. Sie dienen als visuelle Orientierungshilfe auf der Wellenform des Tracks, wobei jeder Cue-Point einer Nummer zugewiesen ist. Wenn du in Traktor die entsprechende Nummer drückst, springt der Track genau dorthin zurück.

Cue-Points in Traktor
Cue-Points in Traktor

Sobald ein Track in ein Deck in Traktor geladen wird, wird automatisch ein Cue-Point auf Position 1 gesetzt. Dieser Punkt markiert gleichzeitig das Beatgrid des Tracks und wird als weißer Button angezeigt. In Traktor kannst du bis zu acht Cue-Points pro Track definieren – alle weiteren Cue-Points werden blau dargestellt.

Um einen Cue-Point zu löschen, klickst du ihn einfach an und klickst anschließend auf das Papierkorb-Icon.

Cue-Point 1 (das Beatgrid)
Cue-Point 1 (das Beatgrid)

Cue-Points lassen sich auf deine Tastatur oder einen MIDI-Controller mappen. Wenn du einen DJ-Controller verwendest, werden Cue-Points automatisch den entsprechenden Buttons auf der Hardware zugewiesen. Um einen Cue-Point in Traktor zu setzen, navigierst du einfach zur gewünschten Stelle im Song und drückst einen der Cue-Buttons. Drückst du ihn erneut, springt der Track sofort dorthin. Mit Cue-Points kannst du blitzschnell durch deine Tracks navigieren und die Wiedergabe an beliebigen Stellen starten.

Hier findest du noch mehr Tipps dazu, wie du mit Traktor auflegst und welches DJ-Equipment du dafür brauchst.

Cue-Points beim DJing setzen und nutzen

1. Wichtige Songstellen markieren

Die häufigste Anwendung von Cue-Points ist die schnelle Navigation durch einen Track. Typische Punkte dafür sind der Songbeginn (falls nicht bereits automatisch gesetzt), der Anfang der Strophe, Beginn und Ende des Drops bzw. Refrains, der Einstieg in den zweiten Drop oder Refrain sowie der Start des Outros.

Mehrere Cue-Points zur Markierung verschiedener Song-Abschnitte
Mehrere Cue-Points zur Markierung verschiedener Song-Abschnitte

Mit solchen Cue-Points kannst du schnell zu bestimmten Stellen springen, um dir deren harmonischen und melodischen Verlauf einzuprägen. Mehr zum Thema Songstruktur erfährst du in unserem Guide.

Arrangement-Struktur in einem elektronischen Track
Arrangement-Struktur in einem elektronischen Track

Cue-Points bieten dir beim Mixen visuelle Orientierung: In Traktor siehst du genau, wann die einzelnen Song-Abschnitte beginnen. Ein Cue-Point am Anfang des Outros dient beispielsweise als idealer Anhaltspunkt, um den nächsten Track einzumixen. Ein anderes Beispiel: Hat ein Track ein sehr langes Intro, kann es besser sein, direkt bei der ersten Strophe, am Drop oder beim Refrain einzusteigen. Mit passend gesetzten Cue-Points überspringst du das lange Intro mit nur einem Tastendruck.

2. Nahtlose Übergänge schaffen

Gute DJs kennen ihre Musiksammlung in- und auswendig und wissen genau, wie jedes einzelne Arrangement aufgebaut ist. Bei der schieren Menge an Musik, die uns heute zur Verfügung steht, ist ein wenig Gedächtnisstütze jedoch Gold wert. Cue-Points erinnern dich daran, wo musikalische Veränderungen im Song stattfinden – und mit diesem Wissen gelingen dir noch bessere Übergänge.

Zwei Tracks mit gesetzten Cue-Points, bereit für den Mix
Zwei Tracks mit gesetzten Cue-Points, bereit für den Mix

Fließende Übergänge hängen von mehreren Faktoren ab – darunter Tonart, Tempo und melodische Elemente der Tracks. Wenn du zwei Tracks mit Vocals zusammenmischst, lohnt es sich, einen Cue-Point genau an den Einstieg der Vocals zu setzen. So kannst du den nächsten Track punktgenau einstarten, ohne dass sich die Vocals gegenseitig in die Quere kommen.

Cue-Points helfen dir auch dabei, Entscheidungen im Mix zu treffen. Setzt du Markierungen an Strophe, Drop bzw. Refrain, zweitem Drop und Outro, hast du gleich mehrere Punkte zur Hand, an denen ein Übergang musikalisch Sinn ergibt. Manchmal hat ein Track vielleicht ein tolles Intro, eine gute Strophe und einen packenden Drop, aber einen Breakdown, der nicht ins Set passt. Wenn du passende Mix-In- und Mix-Out-Punkte definierst, spielst du genau die Abschnitte, die du hören willst, und wechselst vor dem Breakdown zum nächsten Song.

Mitten im Live-Set passiert es schnell, dass man den richtigen Moment für den Übergang verpasst. Hier dient der Cue-Point als visueller Reminder, den nächsten Track genau am geplanten Punkt reinzuholen. Natürlich erfordert das Setzen von Cue-Points im Vorfeld etwas zusätzliche Vorbereitungszeit.

Um Zeit zu sparen, kannst du ein Programm wie Mixed In Key nutzen, das Cue-Points automatisch setzt – diese lassen sich anschließend direkt in Traktor importieren.

Diagramm für das Ineinandermischen zweier Tracks
Diagramm für das Ineinandermischen zweier Tracks

Indem du die Songstruktur als Orientierung nutzt, sorgen Cue-Points für deutlich sauberere Mixe und Übergänge. Je besser dein Set vorbereitet ist, desto entspannter läuft der Auftritt. Wenn du mehr über das Auflegen und gelungene Übergänge erfahren möchtest, wirf einen Blick in unseren Leitfaden zum Thema DJ werden.

3. Looping

Ein weiteres großartiges Feature von Cue-Points in Traktor ist das Definieren von Loops. Das ist zum Beispiel praktisch, wenn ein Track ein kurzes Intro oder Outro hat, das du für den Übergang verlängern möchtest. Oder der Track enthält eine Instrumentalpassage, die du als Loop über einen anderen Track legen willst.

Einen Loop in Traktor setzen
Einen Loop in Traktor setzen

Beim Mixen mit drei oder vier Decks werden häufig mehrere kurze Loops übereinandergelegt. Natürlich kannst du Loops spontan während des Auflegens setzen – mit vordefinierten Cue-Points weißt du aber sofort, welche Songstellen sich dafür am besten eignen. Um in Traktor einen Cue-Point als Loop zu definieren, öffnest du das Cue-Drop-down-Menü (unter den acht Cue-Buttons) und wählst „Loop“ aus.

4. Samples

Cue-Points eignen sich auch hervorragend für Samples: etwa für ein bestimmtes Sample, das du während des Sets wiederholt für rhythmische oder melodische Akzente abfeuerst oder mit dem du scratchen möchtest.

Break-Platte mit Samples
Break-Platte mit Samples

Scratch-DJs nutzen häufig digitalisierte Break-Platten mit zahlreichen Scratch-Samples und markieren ihre Lieblingssounds mit Cue-Points. So springst du auf einer virtuellen Break-Platte in Sekundenschnelle von einem Sample zum nächsten.

5. Cue-Drumming

Eine Technik, die in der DJ-Szene immer beliebter wird, ist Cue-Drumming: Du nimmst ein Sample, setzt einen Cue-Point und triggerst das Sample über den Cue-Button an deinem DJ-Controller oder einem Pioneer DJ-CDJ rhythmisch an. Kombiniert mit schnellen Bewegungen am Pitch-Fader kannst du dabei sogar die Tonhöhe des Samples in Echtzeit modulieren.

Obwohl die Technik in der DJ-Community schon länger bekannt ist, haben Acts wie DJ EZ, James Hype und andere sie zu einem festen Bestandteil ihrer Sets gemacht.

Probiere Cue-Drumming einfach selbst an einem DJ-Controller oder dem neuen Traktor X1 MK3 aus – du wirst staunen, welche kreativen Ideen dabei entstehen!

6. Routines oder Mashups erstellen

Wer Performance-Videos, Mashups oder Routines für DJ-Battles erarbeitet, profitiert enorm von Cue-Points. Präzise gesetzte Markierungen ermöglichen komplexe Mixe und sekundenschnelle Sprünge durch den Track. Gerade bei Routines wird oft rasant zwischen zwei oder mehr Tracks gewechselt – Cue-Points helfen dir dabei, präzise Cuts und blitzschnelle Übergänge zwischen ganz unterschiedlichen Songpassagen umzusetzen.

7. Improvisieren

Sorgfältig gesetzte Cue-Points geben dir während des Sets den nötigen Freiraum zum Improvisieren. Wenn du Mix-In- und Mix-Out-Punkte definierst, hast du auf einen Blick eine Roadmap für deine Übergänge. Dank dieses Wissens über den Track-Aufbau kannst du im Set spontaner agieren, mehr Risiken eingehen und Tracks in ganz neuen Kombinationen mixen.

Jetzt Cue-Points in deinen DJ-Sets nutzen

Jetzt weißt du, was Cue-Points sind und wie du sie bei der Set-Vorbereitung und beim Auflegen einsetzt. Nimm dir bei der Vorbereitung deines nächsten DJ-Sets die Zeit, jeden Track mit passenden Cue-Points zu versehen. Du wirst schnell merken, wie viel einfacher dir nahtlose Übergänge und punktgenaue Cuts von der Hand gehen.

Du wirst begeistert sein, wie reibungslos deine Mixe ineinander übergehen, sobald deine Tracks mit Cue-Points versehen sind. Experimentiere mit diesen Techniken und erlebe selbst, wie deine Sets aufs nächste Level klettern!

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