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Dez Wright von Dezert Audio über Freq-2 und die Kunst des Produzierens

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Dez Wright featured

Von viralen Type-Beats bis in den engsten Kreis GRAMMY-prämierter Multi-Platin-Produzent*innen: Dez Wright hat in der modernen Musik einen ganz eigenen Weg eingeschlagen. Als Produzent für Künstler wie Drake, Travis Scott und Kanye West beweist Dez immer wieder ein Gespür für Sounds, die zugleich authentisch und erfrischend neu klingen.

Dieser unverwechselbare Stil steht auch im Mittelpunkt seines neuen Software-Instrument-Unternehmens Dezert Audio und dessen Debüt-Release, dem Plug-in Freq-2. Wir haben uns mit Dez getroffen, um über seinen Werdegang, die Inspiration hinter Freq-2 und die Verbindung von Vintage-Charakter mit moderner Musikproduktion zu sprechen.

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Du hast eine beachtliche Karriere hingelegt – von deinen Anfängen mit Type-Beats bis hin zu Produktionen für die größten Namen im Musikbusiness. Wie ist dir der Übergang vom erfolgreichen Online-Produzenten zum GRAMMY-prämierten Multi-Platin-Produzenten gelungen, und wie hat dieser Weg deine heutige Herangehensweise an das Musikmachen geprägt?

Ich hatte ein erfolgreiches Online-Business und verkaufte Type-Beats auf YouTube, aber mir war klar, dass ich mit meiner Musik mehr erreichen wollte. Es fraß fast meine gesamte Zeit, und in der Musikindustrie kam ich nicht wirklich voran.

Dez Wright
Dez Wright

Ich musste mich entscheiden, komplett mit den Type-Beats aufzuhören und mich voll und ganz auf Musik für die Industrie zu konzentrieren – auch wenn das bedeutete, das gute Geld aufzugeben, das ich online verdiente. Es war die beste Entscheidung meines Lebens, und das gebe ich heute auch jüngeren Produzent*innen mit auf den Weg. Wenn du es als Producer wirklich schaffen willst, darf es eigentlich keinen Plan B geben. Du musst aufs Ganze gehen.

Freq-2 ist ein Sample-basiertes Plug-in mit Sounds aus deiner persönlichen Sammlung seltener Vintage-Synths. Was hat dich dazu inspiriert, deine Hardware in ein Software-Instrument zu verwandeln, und wie hast du entschieden, welche Synths und Sounds dabei sein sollten?

Es hat sich ganz organisch entwickelt.

Im Grunde fing es damit an, dass ich Samples von meinen Synths aufnahm, um sie unterwegs in Sessions oder auf Reisen für mich selbst nutzen zu können.

Je tiefer ich eintauchte, desto besser klangen sie – und so beschloss ich, ein Plug-in daraus zu bauen. Das Erstellen der Patches und der gesamte Designprozess haben mir so viel Spaß gemacht, dass daraus ein ganzes Software-Unternehmen entstand. Das war anfangs gar nicht mein Plan, aber ich bin froh, dass es so gekommen ist.

Das Interface von Freq-2 ist markant und intuitiv, und die integrierten FX sowie der „Randomize“-Button sind eindeutig auf kreative Inspiration ausgelegt. Wie hast du dir vorgestellt, wie Produzent*innen dieses Plug-in einsetzen? Was war dein Ziel dabei, den authentischen Vintage-Charakter der Synths mit modernen Features und einem unkomplizierten Workflow zu kombinieren?

Da ich selbst produziere, habe ich den Workflow so gestaltet, wie ich ihn mir selbst wünschen würde. Das Plug-in sollte dich sofort zum Musikmachen inspirieren. Deshalb klingen die Klangquellen schon von Haus aus mix-ready – kombiniert mit Effekten und Reglern, die sich extrem einfach bedienen lassen.

Bei Hardware ist es toll, sich im Sound-Design zu verlieren und stundenlang an neuen Sounds zu schrauben. Aber bei Plug-ins will man etwas Unmittelbares, das sofort funktioniert. Mit Freq-2 habe ich diese beiden Welten zusammengebracht.

Freq-2-Plug-in
Freq-2-Plug-in

Du hast mit unterschiedlichsten Artists wie Drake, Travis Scott und Kanye West gearbeitet. Wie findest du im Studio die Balance zwischen deinem eigenen Sound und den individuellen Visionen der Künstler*innen, mit denen du zusammenarbeitest?

Die meisten Artists suchen nach einem Beat oder nach Loops, die sie inspirieren. Sie erwarten von Producer*innen eine Grundlage, auf der sie aufbauen können – nicht immer, aber sehr oft. In 99 % der Fälle entstanden die Songs, an denen ich gearbeitet habe, einfach dadurch, dass ich in meinem Studio etwas gebaut habe, das ich cool fand. Das habe ich dann verschickt oder mitgebracht, und es hat bei den Artists einen Funken gezündet.

Meine liebsten Sessions waren die mit Baby Keem und Kendrick. Sie haben so viel gute Energie ins Studio gebracht, und es war genial zu sehen, wie sie sich gegenseitig die Bälle zugespielt haben, während ich 2020 live Musik für sie eingespielt habe.

Dez Wright
Dez Wright

Lass dich von Freq-2 zu eigener Musik inspirieren

Dez Wrights Entwicklung vom passionierten Producer zur festen Größe der Musikbranche und zum GRAMMY-Preisträger ist ein eindrucksvoller Beweis für seine Leidenschaft und sein kompromissloses Engagement für sein Handwerk. Mit Freq-2 teilt er nicht nur die Sounds seiner persönlichen Synth-Sammlung, sondern lädt andere Produzent*innen direkt in seinen kreativen Prozess ein – mit einem vielseitigen Tool, das die Seele von Vintage-Hardware mit der Effizienz eines modernen Workflows verbindet. Freq-2 ist mehr als nur ein Plug-in: Es ist ein neues Kapitel in Dez Wrights Entwicklung als Künstler und Visionär.

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