Orchestrales Sampling hat seit den Anfängen starrer, trockener Sample-Blöcke einen weiten Weg zurückgelegt. Seit über zwei Jahrzehnten steht ProjectSAM an der Spitze dieser Entwicklung: Mit ihrer Ensemble-Aufnahmephilosophie brachten sie die natürliche, lebendige Akustik eines Konzertsaals direkt in die Studios von Komponist*innen. Jetzt wächst ihre wegweisende Lineage Series von Percussion zu Streichern an. Wir haben uns mit dem Team getroffen, um über ihre grundlegende Philosophie zu sprechen, wie NKS (Native Kontrol Standard) Barrierefreiheit neu definiert und wie intelligente Features den täglichen Workflow moderner Komponist*innen verändern.
Und das Beste daran: Du kannst dir diese erstklassigen Orchester-Texturen jetzt direkt in dein eigenes Setup holen. Bei Native Instruments läuft gerade der Big Partner Sale. Deine Chance, bei hunderten von NKS-Instrumenten, Samples und Bundles führender Entwicklerstudios kräftig zu sparen – perfekt abgestimmt auf deine Hardware, inklusive ProjectSAM. Warte nicht zu lange: Die Angebote gelten nur bis zum 30. Juni.
Erfahre hier, wie ProjectSAM die Brücke zwischen traditioneller Orchestrierung und zukunftsweisendem Instrumenten-Design schlägt – inklusive ihres neuesten Instruments: Lineage Strings.
Welche Kernphilosophie ist seit den Tagen von Symphobia oder True Strike unverändert geblieben – und was hat sich an eurem Ansatz am meisten verändert?
Was seit der Gründung von ProjectSAM im Jahr 2001 unverändert geblieben ist, ist unser absoluter Fokus auf Sound-Qualität und Artikulationen. Damals wurden führende Libraries überwiegend mit Nahmikrofonen aufgenommen. Das bedeutete, dass man sie förmlich in Reverb ertränken musste, um einen realistischen Orchesterklang zu erzielen. Wir sahen das anders: Wir waren überzeugt, dass die natürliche akustische Perspektive eines Orchesters aus einiger Distanz ein viel überzeugenderes Klangerlebnis schafft. Also nahmen wir ein kostenloses Proof of Concept mit Musiker*innen eines lokalen Konservatoriums auf – und die Reaktionen brachten den Server unserer Hochschule fast zum Absturz.
Am drastischsten verändert haben sich Software-Entwicklung, User-Interface-Design und Social Media. In den Anfangstagen brauchte man kaum ein GUI. Produkte wie SAM Horns waren schlicht Presets für GigaSampler und Kontakt, und die Unterstützung mehrerer physischer DVD-Installationsformate war eine fehleranfällige Herausforderung. Heute erfordern moderne Libraries umfassendes Coding, Scripting und UI-Design. Seit 2008 konzentrieren wir uns ausschließlich auf Kontakt – und Lineage Strings ist unsere erste Library, die von Grund auf für Kontakt 8 entwickelt wurde. Durch die Fokussierung auf eine einzige Plattform können wir unsere gesamte Energie darauf verwenden, den bestmöglichen Sound und das beste musikalische Erlebnis zu liefern.

Wie verändert das NKS-Framework die Art und Weise, wie ihr die Bedienoberfläche eines Instruments gestaltet – und wie nutzt ihr Features wie den Light Guide?
Durch NKS ist uns die Barrierefreiheit unserer Features viel bewusster geworden. Vor NKS lag unser Fokus vollkommen auf einer mausgesteuerten Bedienung. Die Instrumente konnte zwar jede*r über ein Keyboard spielen, aber die Fülle an Optionen und Bedienelementen war für blinde und sehbehinderte Menschen praktisch unzugänglich.
NKS – und vor allem NKS2 – hat das grundlegend verändert. Bei Lineage Strings und Lineage Percussion wurden die visuellen Bedienelemente und das NKS-Layout parallel entwickelt, um volle Gleichberechtigung zu gewährleisten. Wegen der fortschrittlichen Features in Lineage Strings standen wir beim Light Guide vor ganz besonderen Herausforderungen: Sollten die Tasten bei aktiviertem Smart Lookahead-Delay leuchten, sobald sie gedrückt werden, oder erst, wenn die Samples tatsächlich getriggert werden? Unsere engagierte Beta-Testing-Gruppe war entscheidend dabei, diese Details perfekt abzustimmen.

Was gab den Anstoß zur Entwicklung der Lineage-Reihe – und wie prägt die Aufnahmeumgebung ihren Charakter?
Wir wollten eine Instrumentenreihe entwickeln, die das Symphobia-Universum um außergewöhnlich gut spielbare Orchestersektionen erweitert und ergänzt. Während Symphobia den Schwerpunkt auf vororchestrierte Ensembles und cineastische Kombinationen legt, verfolgt Lineage einen klassischeren orchestralen Ansatz mit individuellen Sektionen und mehr Flexibilität beim Orchestrieren. Die beiden Linien ergänzen sich perfekt: Du kannst nahtlos zwischen spontaner Inspiration und detailliertem Orchestrieren wechseln. Wir haben die unkomplizierte Bedienung und die Geschwindigkeit von Symphobia in die Lineage Series übernommen und verbinden Realismus mit bester Spielbarkeit im traditionellen Layout.

Könnt ihr erklären, wie Adaptive Phrasing (mit Smart Lookahead) und Intelligent Arranging unter der Haube funktionieren?
Für Pandora und Lineage Percussion haben wir Adaptive Sync entwickelt, um aufgenommene Wirbel und Swells intelligent an deine Notenlängen anzupassen. Mit Adaptive Phrasing dehnen wir das auf fast alle aufgenommenen Artikulationen aus. Mithilfe des Smart Lookahead-Delays erkennt die Engine von Lineage Strings den Unterschied zwischen einer gehaltenen Note, einem Tenuto oder einem Staccato und wechselt automatisch zur am besten passenden Artikulation. Sie kann sogar Vorschläge und Triller identifizieren – so kannst du dich ganz auf die Musik konzentrieren, statt ständig Keyswitches zu betätigen.
Das Arranger-Modul ist noch einmal eine ganz andere Nummer: Es analysiert deine Akkorde und verteilt sie intelligent auf die fünf Streichersektionen, indem es Umkehrungen, Grundtöne und Slash-Chords erkennt. Es ist ein fantastisches Out-of-the-Box-Orchestrierungstool, mit dem du im Handumdrehen realistische Streicherbegleitungen aufnehmen kannst – entweder vollautomatisch oder durch manuelles Zuweisen einzelner Stimmen an bestimmte Sektionen.

Virtuelle Instrumente werden immer intelligenter: Wohin entwickelt sich die Branche eurer Meinung nach?
Es ist immer noch schwer vorherzusagen, wie weit maschinelles Lernen virtuelle Instrumente bringen wird. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, dass maschinelles Lernen nicht ohne Weiteres zu Echtzeit-Performance mit niedriger Latenz passt. Um die am besten geeignete Artikulation für eine musikalische Phrase auszuwählen, benötigt eine Engine eine kurze Vorlaufzeit (Lookahead). Durch eine Verzögerung von wenigen hundert Millisekunden kann die Engine die eingehende MIDI-Sequenz analysieren und eine fundierte Entscheidung treffen.
Auch wenn solche Systeme schneller und intelligenter werden, kann ein Instrument nicht wirklich in die Zukunft blicken. Es kann nur Entscheidungen auf Grundlage von Informationen treffen, die es bereits empfangen hat. Deshalb liefert es vielleicht ein musikalisch überzeugendes Ergebnis, aber nicht zwingend genau die Phrasierung, die du im Sinn hattest. Letztlich sehen wir KI und maschinelles Lernen als leistungsstarke Assistenten und nicht als Ersatz für den Menschen. Sie tragen dazu bei, Workflows zu beschleunigen und technische Komplexität abzubauen – aber Komponist*innen werden immer die direkte Kontrolle über jene Nuancen schätzen, die eine Performance erst wirklich ausdrucksstark machen.

Immersives Orchester-Sampling für deine Musik
Von den bahnbrechenden frühen Multi-Mikrofonaufnahmen bis zur intuitiven, barrierefreien NKS-Integration in Kontakt 8: ProjectSAM definiert immer wieder neu, wie Komponist*innen mit dem virtuellen Orchester arbeiten. Durch die Verbindung wegweisender Assistenzfunktionen wie Adaptive Phrasing mit dem organischen Sound traditioneller Orchestrierung stellt die Lineage Series sicher, dass Technologie deinem kreativen Workflow dient – statt ihm im Weg zu stehen.
Schau vor dem 30. Juni im Online-Shop von Native Instruments vorbei, entdecke den Big Partner Sale, sichere dir die legendären Libraries von ProjectSAM und bring diese intelligenten, cineastischen Texturen noch heute in deine Tracks.