10 Phantom Rooms haben sich im NKS-Ökosystem bereits einen festen Namen gemacht. Jetzt erweitern sie diese Verbindung mit RSI 2, einem neuen Instrument, das exklusiv für NKS entwickelt wurde. Basierend auf zwei der seltensten Synthesizer Berlins verwandelt RSI 2 bearbeitete Samples aus dem Jomox SunSyn und dem Resonator Neuronium in ein zielgerichtetes Kreativ-Tool für moderne Produzent*innen.
Wir haben mit Tobias über die Ideen hinter dem Instrument, die Designphilosophie des Teams und die kommenden Pläne von 10 Phantom Rooms gesprochen.
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- Wie der SunSyn und der Resonator Neuronium das Konzept von RSI 2 prägten
- Von seltener Hardware zum flexiblen Kontakt-Instrument
- Maßgeschneidert für Film- und Medienkomponist*innen
- Eine Philosophie, geprägt von Jahrzehnten im Sound-Design
- Warum Echtzeitsteuerung das Herzstück jedes 10 Phantom Rooms-Instruments bildet
- Ausblick auf die Releases für 2026
Entdecke diese seltenen Sounds selbst.
Was hat dich dazu inspiriert, den SunSyn und den Resonator Neuronium zu kombinieren, und wie prägt diese ungewöhnliche Paarung den Sound von RSI 2?
Ich besitze den SunSyn schon seit vielen Jahren. Meiner Meinung nach ist er einer der einzigartigsten und kernigsten analogen Synthesizer, die je gebaut wurden. Außerdem wurden insgesamt nur etwa 200 Stück hergestellt.
Vor etwa zwei Jahren habe ich mir einen Resonator Neuronium mit der Seriennummer 65 gekauft. Danach dachte ich mir: Warum nicht beide Synths in einem Software-Instrument vereinen? Beide bieten eine ganz besondere Klangpalette, und es hat unglaublich viel Spaß gemacht, sie in einem Software-Format zusammenzubringen. Dabei sind viele futuristische Sounds entstanden, die man so noch nie gehört hat.

Welche wesentlichen Features hast du und das Team von 10 Phantom Rooms neben dem akribischen Sampling hinzugefügt, um dieses Kontakt-Release zu einem Werkzeug für moderne Komponist*innen zu machen?
Unser Hauptziel war es nie, diese Synths in einem gesampelten Instrument einfach nur nachzubilden, sondern so viele Multisamples – inklusive Filterverläufen, Feedback-Loops etc. – wie möglich einzufangen.
Wir sind noch einen Schritt weitergegangen und haben das Material immer wieder neu über Outboard-Equipment resampelt – darunter modulare Wände, Bodeneffekte, Vintage-Reverb-Geräte und mehr.
Ich denke, dieser riesige Sample-Pool bildet ein enorm starkes Fundament für das Instrument. Das Ganze wird dann durch integrierte Features wie etwa Layering oder Sequencing quasi potenziert.

Wie habt ihr RSI 2 gestaltet, damit Film- und Medienkomponist*innen sowie andere Produzent*innen ihren Sound schnell und inspirierend formen können?
Wir sind überzeugt, dass alle Produzierenden inspirierende und produktionsfertige Instrumente mit einzigartigen Echtzeit-Features schätzen – nicht nur Film- und Medienkomponist*innen. Sowohl Produzent*innen als auch Komponist*innen wünschen sich ein Instrument, mit dem sie jedes Preset ganz nach ihren Vorstellungen anpassen können, ohne sich durch unzählige Unterseiten und Menüs wühlen zu müssen.
Ich finde, dass das bei RSI 2 hervorragend funktioniert, und es ist ein fester Bestandteil unserer generellen Designphilosophie.
Welche grundlegende Designphilosophie oder Ästhetik leitet den Entstehungsprozess bei 10 Phantom Rooms über all eure Projekte hinweg, einschließlich Crosstalk Modular und der Low End-Serie?
Unsere zentrale Philosophie besteht darin, Instrumente und Studiotechniken mit einem intuitiven, auf Echtzeit-Performance ausgerichteten Interface zu verbinden. Außerdem bieten wir tiefgreifende Anpassungsmöglichkeiten bei gleichzeitig flacher Lernkurve.
Ein gutes Beispiel dafür ist das „ABC-Morphing“, das 10 Phantom Rooms seit unserem allerersten Instrument anbieten. Mit diesem Feature können User nahtlos zwischen drei Sound-Einstellungen überblenden und den Klang komplett verändern – ganz einfach per Modwheel-Drehung.
Auf welche spannenden neuen Projekte oder Instrumentenkonzepte von 10 Phantom Rooms dürfen wir uns in naher Zukunft freuen?
Die nächsten Instrumente sind fast fertig und werden im ersten Quartal 2026 erscheinen. Was ich schon verraten kann: Die kommenden Instrumente gehören zur Crosstalk- und Modular Rhythm-Serie. Bleibt dran!
Fazit
Mit RSI 2 erweitert 10 Phantom Rooms den eigenen Katalog um eine unverwechselbare neue Klangfarbe und stärkt die eigene Position innerhalb der NKS-Community.
Mit diesem Release kombiniert das Team erneut seltene Hardware mit einem performance-orientierten Workflow und liefert weiterhin Tools, die sich für unterschiedlichste Produzent*innen intuitiv und inspirierend anfühlen. Wir freuen uns, RSI 2 als NKS-Exklusivtitel im Line-up zu begrüßen, und sind gespannt auf die nächsten Schritte des Teams.