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Mux Mool über Maschine, Opal Drums und die Zukunft elektronischer Live-Performances

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Mux Mool feature

Mit Opal Drums definieren der Produzent Mux Mool aus Denver und der britische Turntablist Jon1st neu, wie elektronische Duos an Live-Performances herangehen. Ihre Debütsingle „Burning Hammer“ eröffnet eine Welt, in der sattes, cineastisches Sound-Design auf rohe, greifbare Percussion trifft.

Das Projekt verbindet die Spontanität von Live-Musik mit der Präzision moderner Produktion und spinnt eine konzeptionelle Erzählung rund um außerirdische Monolithen, Transformation und menschliche Neugier.

Im Mittelpunkt von Mux Mools Arbeitsprozess steht Maschine – ein Controller, der sowohl seine Solowerke als auch die Kollaboration mit Jon1st geprägt hat. Als langjähriger User verlässt er sich darauf, wenn es darum geht, Rhythmen zu skizzieren, bühnenreife Sequenzen zu bauen und eine nahtlose Verbindung zwischen Studio und Bühne zu schaffen. Maschine ist zum Herzstück seines kreativen Workflows geworden und ermöglicht es ihm, fließend vom Songwriting zur Performance überzugehen, ohne dabei an Energie oder Fokus zu verlieren.

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Entdecke, wie du mit Maschine Songwriting und Live-Performance nahtlos miteinander verbindest.

Hol dir Maschine

Du nutzt Maschine schon sehr lange. Was macht Maschine für dich zu einem so zentralen Tool in deinem Produktions-Workflow?

Mux Mool Maschine

Als Produzent, der live auftritt statt klassisch aufzulegen, ist Maschine schon lange mein Live-Instrument – und ich versuche, dieses Performance-Element so gut wie möglich in meine Studioarbeit zu übertragen. Pad-Drumming ist für mich der Schlüssel, um schnell Ideen zu entwickeln, und die Pads von Maschine sind dafür perfekt. Sie reagieren extrem präzise. Dieses Vertrauen ist für mich entscheidend, wenn ich mich für ein Stück Gear entscheide. Maschine ist zu einem festen Bestandteil meines Workflows geworden.

Ich liebe auch, wie ergonomisch und intuitiv Maschine ist. Ich kann Drum-Kits und Sounds blitzschnell erstellen und anpassen, passend zu dem, woran ich gerade arbeite – ohne dass mein Workflow unterbrochen wird. Eine riesige Auswahl an Effektketten-Presets und Kits griffbereit zu haben, macht spontanes Experimentieren super einfach, sobald eine Idee zündet. All das macht Maschine zu einem Teil meines Studio-Setups, der sich wie eine echte Erweiterung meiner Kreativität anfühlt.

Die Verarbeitungsqualität von Maschine ist hervorragend. Ich kann mich darauf verlassen, dass sie mich bei Live-Auftritten oder unterwegs auf Reisen nicht im Stich lässt.

Wenn du Material für Opal Drums entwickelst: Gehst du an das Programmieren in Maschine genauso heran wie beim Songwriting oder Performen als Mux Mool?

Wenn ich Tracks für mein Mux Mool-Projekt produziere, denke ich meistens an die Komposition eines Tracks als Ganzes. Bei Opal Drums ist es eine gemeinsame Arbeit, deshalb gehe ich beim Schreiben etwas anders vor.

Wir haben selten viel Zeit am Stück, um gemeinsam am selben Ort zu schreiben. Deshalb haben wir mit verschiedenen Warm-up-Übungen experimentiert, um diese Zeit optimal zu nutzen. Zum Beispiel einigen wir uns auf ein paar Grunddaten wie eine gemeinsame Tonart und ein bestimmtes Tempo und widmen uns dann einer kurzen Sound-Design-Session, bevor wir mit dem eigentlichen Songwriting starten.

Mit Maschine kann ich in solchen Situationen spontan unterschiedlichste Percussion-Ideen jammen oder Automationen aufnehmen, um Effekte und andere Parameter zu modulieren. So kann ich über die Hardware-Bedienelemente von Maschine blitzschnell unzählige Sound-Design-Variationen eines Motivs erstellen.

Gibt dir Maschine ein Gefühl von Kontinuität zwischen Studioarbeit und Live-Performance?

Mux Mool Maschine-Set

Ein Instrument zu haben, das ich sowohl im Studio als auch live nutzen kann, hilft ungemein. Dadurch wird der Übergang zwischen diesen beiden Welten nahtlos. Ich muss mir nicht den Kopf darüber zerbrechen, wie ich meine Studioproduktionen live auf die Bühne bringe. Ich muss mich nicht in etliche verschiedene Geräte einarbeiten, sondern kann Patches, die beim Songwriting entstanden sind, direkt in meine Live-Projekte übernehmen. All meine Makros und Regler aus dem Schreibprozess sind sofort da.

Die beiden Arbeitsweisen mit Maschine befruchten sich gegenseitig: Ich kann im Studio einen Effekt-Patch erstellen, der super funktioniert, ihn als Preset speichern und live wieder abrufen. Genauso kann ich bei einer Show spontan eine Sequenz programmieren und sie später im Studio wieder aufgreifen. Equipment zu nutzen, das mir diese Kontinuität bietet, macht meinen kreativen Prozess unglaublich fokussiert und flüssig.

Wie hilft dir Maschine dabei, deinen elektronischen Produktionsstil mit Jon1sts Performance-Instinkten bei Opal Drums zu verbinden?

Mux Mool Opal Drums

Maschine als Instrument zu spielen und ein Turntablism-Setup als Instrument zu nutzen, hat erstaunlich viele Gemeinsamkeiten. Beides sind Studio- und Performance-Tools, mit denen wir in Echtzeit mit Aufnahmen jammen können. Und beide regen Ideen auf eine ganz andere Weise an, als wenn man alles nur „in the box“ mit der Maus klickt. Natürlich komponieren wir auch so, aber die direkte, greifbare Kontrolle im Studio – wo wir beide Ideen so ausspielen können, wie es sich für uns natürlich anfühlt – eröffnet uns mehr kreative Möglichkeiten und hält den Schreibprozess für uns beide spannend.

Dieses Verständnis mit jemandem zu teilen, der jahrelange Erfahrung mit dieser Art des Performens mitbringt, sorgt für eine großartige Studio-Atmosphäre. Wir wissen genau, dass wir diesen Ansatz am jeweils anderen schätzen und verstehen. Jon begreift absolut, warum ich Ideen gerne physisch einjamme, um sie blitzschnell festzuhalten, bevor sie wieder weg sind – und umgekehrt ist es genauso.

Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie wir unser Projekt in Zukunft auf die Live-Bühne bringen werden. Wir haben beide viel Live-Erfahrung und ich freue mich darauf, neue Wege zu entdecken, wie wir unser gewähltes Equipment und unsere Arbeitsweisen in dieser Partnerschaft zusammenbringen.

Welchen Rat würdest du Produzent*innen geben, die sich zwischen DJing und Live-Act hin- und hergerissen fühlen? Und wie hilft Maschine dabei, diese Grenze auszuloten?

Mux Mool Maschine live

Wenn du anfangen willst, Live-Elemente in deine Shows einzubauen, überleg dir kleine Handgriffe, mit denen du Stimmungen intensivieren und hervorheben kannst, während du auflegst.

Du könntest damit beginnen, einige der Live-Performance-Instrumente von Maschine in deine DJ-Sets zu integrieren, um Build-ups und Breakdowns zu betonen. Das können One-Shot-Sounds, Vocal-Drops oder Riser sein, die entscheidende Momente noch spannender machen. So kannst du die Energie und Stimmung beim Auflegen ganz gezielt steuern.

Solche Momente helfen dir, eine direkte Verbindung zum Publikum aufzubauen. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, das du mit der Crowd teilst, wenn sie sieht, dass im selben Moment etwas live entsteht.

Wenn du deine Live-Elemente einfach, flexibel und vielseitig einsetzbar hältst, lernst du nach und nach, was dir live Spaß macht, was beim Publikum ankommt und was nicht. Mach es dir nicht zu kompliziert und geh kein unnötiges Risiko ein, dass etwas schiefgeht. Mit wachsender Erfahrung kannst du immer mehr Elemente hinzufügen, aber überfordere dich am Anfang nicht selbst. Gear verhält sich in einer ungewohnten Umgebung oft ganz anders, als man es gewohnt ist.

Konzentriere dich darauf, dass es sich gut anfühlt und Spaß macht. Du wirst schnell merken, auf welche Elemente die Crowd reagiert. Genau darauf kannst du bei deinen Studioproduktionen aufbauen oder dein Setup für die nächste Show verfeinern.

Fazit

Mux Mool Opal Drums 2

Für Mux Mool ist Maschine mehr als nur eine Produktionszentrale. Sie ist das Bindeglied zwischen Solo-Songwriting, Live-Improvisation und intensiver Kollaboration. Bei Opal Drums bildet sie die gemeinsame Basis zweier Performer, die von der Interaktion in Echtzeit und klanglicher Detailarbeit leben.

Ihre Debütsingle „Burning Hammer“ fängt das Wesen dieser Kollaboration perfekt ein: cineastisch und doch perkussiv, eine Verbindung aus Atmosphäre und Groove, die gleichermaßen zum Tanzen und zum aufmerksamen Zuhören einlädt.

Während Opal Drums ihre musikalische Welt mit weiteren Releases und Live-Performances ausbauen, bleibt Maschine das Herzstück – ein Instrument, das kreative Impulse direkt in Sound verwandelt.

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