|Tim Cant

Die 10 besten HipHop-Beats (und wie du sie baust)

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10 best hip hop beats of all time

HipHop ist eines der wichtigsten Musikgenres der Welt, und sein Einfluss auf Genres wie Trap, Drill, Phonk und Jungle lässt sich kaum überschätzen. Ein großer Teil der Faszination von HipHop liegt in seinen mitreißenden, funkigen Beats, die die Essenz von Funk, Soul und Jazz aufgreifen und in aufregenden neuen Formen interpretieren.

HipHop-Beats können gesampelt, an Drum-Machines programmiert, durch Turntablism erzeugt, von einer Live-Band eingespielt werden oder mehrere dieser Ansätze vereinen. In diesem Guide zu den zehn besten HipHop-Beats aller Zeiten und wie man einen HipHop-Beat baut, zeigen wir dir, was einige der legendärsten Beats der Welt ausmacht – und geben dir Tipps, wie du diesen Zauber mit Beatmaking-Software selbst zum Leben erweckst.

Spring direkt zu den Abschnitten:

Für diese Beats nutzen wir Rudiments von Native Instruments, ein Drum-Instrument speziell für zeitgenössische Musikgenres, das du in der Musiksoftware deiner Wahl mit Kontakt 7 oder dem kostenlosen Kontakt 7 Player verwenden kannst.

Rudiments entdecken

Was sind HipHop-Beats?

HipHop-Beats bilden das rhythmische Fundament eines HipHop-Tracks. Sie lassen sich auf unterschiedlichste Weise kreieren: durch das Samplen von „Breakbeats“ (Drum-Solos) von Vinyl-Schallplatten, das Programmieren von Drum-Machines, das Live-Einspielen mit echten Drums oder auch via Turntablism. Viele klassische HipHop-Tracks kombinieren mehrere dieser Ansätze.

Was ist der berühmteste HipHop-Beat aller Zeiten?

Es gibt viele HipHop-Beats mit enormem Einfluss. Welcher Beat letztlich der „berühmteste“ ist, liegt im Auge des Betrachters und hängt von persönlichen Vorlieben sowie dem kulturellen Kontext ab. Neben den Tracks in dieser Liste gehören zweifellos auch The Notorious B.I.G. – „Juicy“, Wu-Tang Clan – „C.R.E.A.M.“ und N.W.A. – „Straight Outta Compton“ zu den einflussreichsten HipHop-Beats überhaupt.

Entdecke die 10 besten HipHop-Beats aller Zeiten

Einige der besten HipHop-Beats zeichnen sich durch raffinierte Drum-Pattern, innovative Sampling-Techniken, packende Grooves und eine faszinierende Mischung musikalischer Elemente aus. Schauen wir uns einige davon genauer an und finden heraus, wie du sie selbst nachbauen kannst.

1. Mobb Deep – „Shook Ones, Pt II“

Als einer der größten Tracks der Golden Era des HipHop begeistert „Shook Ones“ mit einem simplen, aber extrem wirkungsvollen Drum-Beat: einem geloopten Halbtakt, der auf einem Sample aus „Dirty Feet“ von der Daly-Wilson Big Band basiert.

Wir können unsere eigene Version dieses Beats mit dem ReignMan Kit aus Rudiments bauen. Wenn du die Saturation auf 32 % aufdrehst, klingt der Beat deutlich wuchtiger und kommt dem Original spürbar näher.

Saturation für das ReignMan Kit aufdrehen
Saturation für das ReignMan Kit aufdrehen

Stelle deine DAW auf 94 BPM ein. Für die Programmierung braucht dieser Beat eine C1-Kick auf dem ersten Beat, eine E1-Snare auf dem zweiten Beat, offene A#1-Hi-Hats auf der zweiten und vierten Achtelnote und schließlich eine kräftig geswingte C#1-Kick auf der letzten Sechzehntelnote vor dem dritten Beat.

Um eine Note so zu swingen, kannst du die Snap-to-Grid-Funktion in deiner DAW deaktivieren und die Note leicht nach rechts verschieben, sodass sie etwa in der Mitte des Sechzehntel-Rasters liegt. Dieser Sechzehntel-Swing verleiht dem Beat seinen charakteristischen Boom-Bap-Groove.

Hinweis: Sofern nicht anders angegeben, nutzen wir in dieser Anleitung durchgehend einen Velocity-Wert von 100.

Der Halbtakt-Loop
Der Halbtakt-Loop

Dupliziere diesen Halbtakt nun für die zweite Takthälfte.

Halbtakt duplizieren
Halbtakt duplizieren

2. Supreme DJ Nyborn – „Versatile Extension“

Ein Beat, der über viele verschiedene Musikstile hinweg unzählige Male gesampelt wurde: „Versatile Extension“ ist ein knackiger Groove, den wir mit dem Hunda Kit aus Rudiments nachbauen können.

Drehe hierfür den Saturation-Regler auf 50 % auf.

Saturation für das Hunda Kit aufdrehen
Saturation für das Hunda Kit aufdrehen

Stelle dein Projekttempo auf 101 BPM ein. Setze C1-Kicks auf die erste und sechste Achtelnote sowie D1-Snares auf den zweiten und vierten Beat.

Kicks und Snares
Kicks und Snares

Für die Hi-Hats setzt du eine geschlossene G#1-Hi-Hat mit einer Velocity von 78 auf den ersten Beat des Takts und eine geswingte, geschlossene A#1-Hi-Hat direkt nach der zweiten Sechzehntelnote, ebenfalls mit einer Velocity von 78. Dupliziere dieses Hi-Hat-Pattern für den restlichen Takt.

Geswingte Hi-Hats
Geswingte Hi-Hats

3. Eric B. & Rakim – „I Know You Got Soul“

„I Know You Got Soul“ ist ein unbestrittener HipHop-Klassiker mit einem extrem eingängigen Beat, der Funkadelics „You’ll Like It Too“ sampelt.

Für unsere Version dieses Beats verwenden wir das Kai Kit aus Rudiments.

Das Kai Kit
Das Kai Kit

Stelle das Tempo auf 103 BPM ein und programmiere C1-Kicks auf die erste, sechste und achte Achtelnote. Ergänze E1-Snares auf dem zweiten und vierten Beat des Takts.

Kicks und Snares
Kicks und Snares

Füge nun eine geschlossene G#1-Hi-Hat mit einer Velocity von 84 auf die erste Sechzehntelnote ein, dazu eine geschlossene G1-Hi-Hat mit einer Velocity von 84 direkt nach der zweiten Sechzehntelnote. Dupliziere das Ganze für den Rest des Takts.

Geswingte Closed-Hats
Geswingte Closed-Hats

Lege nun geschlossene A#1-Hi-Hats mit einer Velocity von 88 über die ersten vier geschlossenen G1-Hi-Hats.

Zusätzliche Closed-Hats
Zusätzliche Closed-Hats

4. Q-Tip – „Breathe and Stop“

Basierend auf einem Sample von Kool & The Gangs „N.T.“ ist Q-Tips „Breathe & Stop“ eine klassische J-Dilla-Produktion mit einem packenden Stop-and-Go-Rhythmus.

Bauen wir diesen Beat mit dem Burrough Kit aus Rudiments nach, wobei wir den Saturation-Pegel auf 30 % einstellen.

Saturation für das Burrough Kit aufdrehen
Saturation für das Burrough Kit aufdrehen

Stelle das Projekttempo auf 99 BPM ein und setze C1-Kicks auf die erste, achte und neunte Sechzehntelnote. Swinge dabei die Kick auf der achten Sechzehntelnote um etwa ein Viertel des Sechzehntel-Werts nach hinten.

Ergänze D#1- und B1-Snares auf der fünften, zwölften und fünfzehnten Sechzehntelnote. Swinge auch hier die Snares auf der zwölften Sechzehntelnote leicht.

Kicks und Snares
Kicks und Snares

Bauen wir jetzt einen Hi-Hat-Shuffle: Setze geschlossene F#1-Hi-Hats mit einer Velocity von 78 auf die ersten beiden Achtelnoten sowie geswingte geschlossene G#1-Hi-Hats mit einer Velocity von 74 auf die zweite und vierte Sechzehntelnote.

Der Hi-Hat-Groove
Der Hi-Hat-Groove

Dupliziere diesen Hi-Hat-Groove für den gesamten Takt, lösche aber die geschlossene Hi-Hat auf dem vierten Beat. So entsteht der markante Stop-and-Go-Rhythmus des Beats.

So entsteht der Start-Stopp-Rhythmus
So entsteht der Start-Stopp-Rhythmus
Percussion zur letzten Snare hinzufügen
Percussion zur letzten Snare hinzufügen

5. Special Ed – „I Got It Made“

Ein geradliniger Beat mit jeder Menge Raum für fette Bässe: „I Got It Made“ ist eine Lehrstunde in schnörkelloser Effizienz.

Das Jakeson Kit liefert wuchtige, dröhnende Kick-Drums und knackige Snares – perfekt für diesen Beat.

Das Jakeson Kit
Das Jakeson Kit

Stell dein Projekt auf 96 BPM ein und setze als Erstes C#1-Kicks auf die erste und sechste Achtelnote. Füge dann D1-Snares auf dem zweiten und vierten Beat hinzu.

Kicks und Snares
Kicks und Snares

Setze nun F#1 Closed Hats mit einer Velocity von 87 auf die Achtelnoten, dazu eine geshuffelte G#1 Closed Hat (ebenfalls mit einer Velocity von 87) auf die zwölfte Achtelnote.

Closed Hats
Closed Hats

6. MC Shan – „The Bridge“

Als einer der ersten HipHop-Tracks, der „Impeach The President“ von The Honeydrippers samplete, ist MC Shans „The Bridge“ eine der vielen wegweisenden Produktionen von Marley Marl.

Für diesen Beat nutzen wir das HenFrew Kit von Rudiments mit einem Saturation-Wert von 45 %.

Saturation beim HenFrew Kit einstellen
Saturation beim HenFrew Kit einstellen

Stell deine DAW auf 96 BPM ein und platziere C#1-Kick-Drums auf der ersten, achten, neunten, elften und fünfzehnten Sechzehntelnote. Füge dann E1-Snares auf dem zweiten und vierten Beat hinzu.

Kicks und Snares
Kicks und Snares

Setze nun A1 Closed Hats auf die dritte, siebte, achte, neunte und elfte Sechzehntelnote. Platziere zum Schluss eine G1 Closed Hat auf die letzte Achtelnote.

Closed Hats
Closed Hats

7. Schoolly D – „P.S.K. What Does It Mean?“

Schoolly Ds „P.S.K. What Does It Mean?“ gilt als wohl erster Gangsta-Rap-Track überhaupt und besticht durch einen unverwechselbaren, stark verhallten Beat mit wuchtigen Kicks und Snares sowie einem roboterhaften Hi-Hat-Pattern.

Für diesen Beat nutzen wir das Insale Kit von Rudiments mit 42 % Reverb und 48 % Saturation.

Reverb und Saturation auf das Insale Kit anwenden
Reverb und Saturation auf das Insale Kit anwenden

Stell dein Projekttempo auf 99 BPM ein. Setze dann C#1-Kicks auf die erste und sechste Achtelnote sowie eine C1-Kick auf die vierzehnte Sechzehntelnote. Füge D1-Snares auf dem zweiten und vierten Beat hinzu.

Kicks und Snares
Kicks und Snares

Platziere nun ein D#2 Crash-Cymbal auf dem ersten Beat des Takts und spiele auf dem zweiten und dritten Beat Sechzehntel-Closed-Hats auf F#1.

Crash und Closed Hats
Crash und Closed Hats

8. Clipse – „Grindin'“

Als eine der Produktionen, die The Neptunes schlagartig berühmt machten, markiert „Grindin’“ mit seinem spartanischen, perkussiven Beat den Übergang des HipHop von den swingenden, funk-samplenden Boom-Bap-Rhythmen der 90er-Jahre zum reduzierteren, programmierten Sound der 2000er-Jahre.

Für diesen Beat nutzen wir das Testra Kit.

Das Testra Kit
Das Testra Kit

Programmiere bei einem Projekttempo von 95 BPM eine C#1-Kick auf den ersten Beat des Takts, gefolgt von weiteren Kicks knapp vor der siebten, achten, zehnten und elften Sechzehntelnote. Platziere D#1-Snares auf dem zweiten und vierten Beat des Takts.

Kicks und Snares
Kicks und Snares

Füge D1-Snares auf der vierzehnten und sechzehnten Sechzehntelnote hinzu. Setze nun eine G#1 Closed Hat mit einer Velocity von 80 auf den dritten Beat sowie zusätzliche Closed Hats kurz vor der dritten, vierten, zwölften, fünfzehnten und sechzehnten Sechzehntelnote.

Weitere Snares und Closed Hats
Weitere Snares und Closed Hats

9. Afrika Bambaataa & The Soulsonic Force – „Planet Rock“

Als Initialzündung für die Electro-Szene ließ sich „Planet Rock“ von den europäischen Zukunfts-Pionieren Kraftwerk inspirieren und erschuf einen Beat, der seiner Zeit meilenweit voraus war.

Für unsere eigene Version dieses Beats nutzen wir das Jakeson Kit mit einem Saturation-Wert von 80 %.

Saturation beim Jakeson Kit einstellen
Saturation beim Jakeson Kit einstellen

Stell deine DAW auf 128 BPM ein. Platziere dann C1-Kicks auf die erste und vierte Achtelnote sowie D#1-Claps auf den zweiten und vierten Beat des Takts.

Kicks und Claps
Kicks und Claps

Setze nun G#1 Closed Hats auf jede Sechzehntelnote – mit Ausnahme der zweiten, fünften, sechsten und zehnten.

Closed Hats hinzufügen
Closed Hats hinzufügen

Dupliziere den Takt nun und füge im zweiten Takt zusätzliche Kicks auf der elften und vierzehnten Sechzehntelnote hinzu.

Einen zweiten Takt hinzufügen
Einen zweiten Takt hinzufügen

10. Dr. Dre ft. Snoop Dogg – „Still D.R.E.“

Ein ikonischer Beat vom Meister persönlich: „Still D.R.E.“ beweist, dass es keine übermäßig komplizierten Drums braucht, um einen funky, mitreißenden Track zu kreieren.

Für unsere Drum-Sounds nutzen wir das Shombo Kit mit einem Saturation-Wert von 30 %.

Saturation beim Shombo Kit einstellen
Saturation beim Shombo Kit einstellen

Platziere bei einem Projekttempo von 93 BPM C#1-Kicks auf dem ersten und dritten Beat sowie eine geswingte Kick auf der sechsten Sechzehntelnote. Setze D#1- und B1-Snares auf den zweiten und vierten Beat.

Kicks und Snares
Kicks und Snares

Setze eine F#1 Closed Hat auf den ersten Beat und G1 Closed Hats auf die vierte, fünfte und achte Achtelnote. Platziere A#1 Open Hats auf der zweiten und sechsten Achtelnote.

Hi-Hats hinzufügen
Hi-Hats hinzufügen

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Vom Studieren der Klassiker bis zum Experimentieren mit modernen Produktionstools: Jetzt kennst du die wichtigsten Schritte, um deine Lieblings-Beats nachzubauen – und dich von ihnen für deine eigenen Produktionen inspirieren zu lassen.

Wenn du noch mehr übers Beat-Bauen lernen willst, wirf einen Blick in unseren Guide zur Musikproduktion, lies nach, wie du Drum-Pattern erstellst, entdecke die Grundlagen des Drum-Programmings und lerne, wie du einen Beat baust.

Und falls du es noch nicht getan hast: Schau dir unbedingt Rudiments an – das knackige, druckvolle und vielseitige Drum-Kit, perfekt für jeden Beat.

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