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Betical über Minimalismus und Fokus mit Maschine

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Mit ihrem Remix von Sailor & Is „Tough Love“ auf Siamese und dem anhaltenden Erfolg ihres 2023er Reworks von „Back On 74“ – ein Track, der schnell fester Bestandteil der Sets von Keinemusik, Bedouin und Adriatique wurde – haben sich Betical einen Sound erarbeitet, der tiefgründig, emotional und voll auf den Dancefloor ausgerichtet ist.

Das französische Duo, bestehend aus den Brüdern Max und Martin, verbindet Afro House, Melodic House und minimalistischen Techno zu einer unverwechselbaren Ästhetik, die sich gleichermaßen intuitiv wie präzise arrangiert anfühlt.

Ihre Geheimwaffe für Rhythmus?

Maschine MK3. Ganz gleich, ob sie Grooves von Grund auf neu bauen oder mitten in der Session spontanen Ideen nachgehen: Maschine gibt ihnen die nötigen Tools an die Hand, um schnell voranzukommen, ohne das richtige Feeling zu verlieren. Das haptische Interface und die vielseitige Sample-Library helfen ihnen dabei, den Writing-Prozess zu vereinfachen, Drums wie aus einem Guss klingen zu lassen und den Fokus auf das Wesentliche zu behalten.

In diesem Interview erzählen die beiden Brüder, wie sie Maschine MK3 gemeinsam im Studio einsetzen, warum sie damit mühelos frische Grooves ohne Ballast entwickeln und weshalb Hardware für ihren kreativen Flow unverzichtbar geworden ist.

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Ihr Workflow als Duo basiert auf Bewegung und Minimalismus – so sieht er in der Praxis aus.

Maschine entdecken

Was macht Maschine MK3 zum perfekten Tool, um eure Grooves beim gemeinsamen Schreiben im Studio auf den Punkt zu bringen?

Wir legen immer viel Wert auf unsere Drums, um unserer Musik Persönlichkeit zu verleihen.

Betical-Porträt

Maschine ist für uns eine riesige Hilfe, weil die Samples fantastisch klingen – meistens müssen wir sie danach gar nicht mehr groß bearbeiten. Je nachdem, welches Pack wir nutzen, bekommen wir über alle Drum-Elemente hinweg einen sehr homogenen Sound. Außerdem fällt es damit viel leichter, einfach drauflos zu jammen und verschiedene Rhythmen auszuprobieren. Wenn man nur mit Samples arbeitet oder mit der Maus herumklickt, ist das oft viel mühsamer.

Betical mit Maschine

Profi-Tipp von Betical: Es lohnt sich, Zeit in die Suche nach den richtigen Samples zu investieren, zum Beispiel bei der Kick. Die Drums gehören zu den wichtigsten Elementen für einen großartigen Track-Sound. Sie sind wie das Fundament eines Hauses: Je besser sie von Anfang an klingen, desto schneller machst du den Track fertig und bekommst einen überzeugenden Mixdown hin.

Baut ihr eure zentralen Drum-Ideen jedes Mal in Maschine von Grund auf neu, oder greift ihr auf feste Kits und Templates zurück?

Meistens fangen wir damit an, frei Ideen zu jammen. Sobald wir eine klare Richtung haben, konzentrieren wir uns auf die passenden Sounds.

In den meisten Fällen nutzen wir ein einzelnes Pack oder kombinieren verschiedene One-Shots zu eigenen Kits. Mit Maschine bauen wir ein solides Fundament und ergänzen es anschließend um einzelne Elemente wie Hi-Hats, Lasers und andere Texturen, um dem Ganzen noch mehr Tiefe zu geben.

Betical an der Maschine

Profi-Tipp von Betical: Mit einem Pack anzufangen ist super, weil die Samples meistens tonal zueinander passen, was sofort stimmig klingt. Versuch herauszufinden, in welcher Tonart die Drums liegen, um direkt passende Akkorde dazu zu jammen. Alternativ kannst du die Drum-Shots auch einfach um -1 oder +1 Halbton pitchen, damit sie zur Tonart deiner Demo passen.

Wie hilft euch Maschine, wenn ihr beide im Raum seid, kreativ im Flow zu bleiben, ohne dass ihr euch gegenseitig in die Quere kommt?

Wenn wir beide zusammen im Raum sind, fängt meistens einer von uns mit den Drums an, während der andere zuhört. Wenn einer jammt und der andere mit etwas Abstand zuhört, hilft uns das enorm dabei, schnell die richtige Richtung einzuschlagen, ohne dass wir uns beide in den Geräten verlieren. Dadurch entsteht ein natürlicher Flow, der den kreativen Prozess intuitiv und kollaborativ hält.

Betical im Studio mit DAW

Profi-Tipp von Betical: Arbeite mit einem mindestens 16 Takte langen Loop, damit du genug Raum für Groove-Variationen hast und das Ganze nicht statisch wirkt.

Wechselt ihr während einer Writing-Session auch mal live zwischen Maschine und anderen Instrumenten hin und her, um Ideen nachzugehen?

Absolut, wir wechseln beim Schreiben oft zwischen Maschine und anderen Instrumenten hin und her. Manche Tracks haben sogar komplett mit einem Drum-Groove auf Maschine angefangen.

Wir können diese Ideen ganz unkompliziert bouncen und in unsere DAW ziehen, was das spätere Arrangement enorm erleichtert. Manchmal lassen wir einfach einen Groove auf Maschine laufen und jammen dazu Akkorde oder Basslines ein – genau so ist übrigens auch unser „Back On 74 (Rework)“ entstanden.

Profi-Tipp von Betical: Nimm so viel Material wie möglich auf, damit du beim Bouncen jede Menge Loops hast, die du im Arrangement weiterentwickeln kannst.

Wie wichtig ist dieses greifbare, haptische Interface, wenn ihr gemeinsam an der rhythmischen Energie arbeitet?

Wenn man haufenweise verschiedene Loops oder One-Shot-Samples direkt in Logic Pro zieht, bringt das oft viel zu viele Elemente ins Spiel. Dadurch verliert man leicht die Leichtigkeit beim Musikmachen, und es macht später einfach Kopfschmerzen, das alles wieder aufzuräumen. Maschine hilft uns enorm dabei, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und Tracks nicht zu überladen. Außerdem reagieren die Pads extrem präzise, sodass wir gezielt mit der Anschlagstärke spielen können – perfekt zum Beispiel für Hi-Hat-Rolls, um für ordentlich Groove zu sorgen und alles lebendig zu halten.

Betical live

Profi-Tipp von Betical: Manchmal lohnt es sich, einfach aus Spaß jede Menge Drum-Loops zu bauen und drauflos zu experimentieren, ganz ohne Druck, sofort ein fertiges Ergebnis liefern zu müssen. Speicher sie ab – vielleicht passen sie später perfekt in eine neue Demo. ✌🏼

Was macht Maschine MK3 für ein so rhythmusfokussiertes Duo wie euch zu genau dem Stück Gear, das alles zusammenhält?

Für uns ist es unverzichtbar, Hardware im Setup zu haben, die wir in- und auswendig kennen und bei der wir uns blind auf erstklassige Ergebnisse verlassen können. Genau das liefert Maschine MK3. Außerdem sieht sie großartig aus und fühlt sich wertig an – was perfekt zu unserem minimalistischen Studioansatz passt. Obendrein ist sie kompakt und leicht zu transportieren, ideal für Writing-Camps oder Studio-Retreats unterwegs.

Betical live auf der Bühne

Fazit

Vielen Dank an Betical für diese Einblicke in ihren Rhythmus-zentrierten Workflow. Maschine MK3 ist für die beiden weit mehr als nur ein Drum-Tool: Sie hilft ihnen, ihren Arbeitsprozess schlank, kollaborativ und nah am Feeling zu halten. Ganz gleich, ob sie einen Groove von Grund auf neu bauen oder auf den Ideen des anderen aufbauen – das Ziel bleibt immer dasselbe: das Wesentliche treffen und Überflüssiges weglassen.

Für alle, die im Duo arbeiten, ist das eine inspirierende Blaupause, um kreativ zu bleiben, ohne sich im Prozess zu verzetteln. Betical beweisen, dass Rhythmus nicht laut sein muss, um kraftvoll zu wirken – er muss sich einfach nur richtig anfühlen.

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