Hast du dich jemals gefragt: „Wie verdienen Musiker*innen eigentlich ihr Geld?“ Damit bist du nicht allein. Der Traum, in die Musikwelt einzutauchen und daraus einen Vollzeitjob zu machen, begeistert heute viele. Bei mir hat dieser Traum mit etwa 15 Jahren voll eingeschlagen: Kaum hatte ich angefangen, in GarageBand herumzuspielen, wusste ich, dass Musik eines Tages meine Miete bezahlen sollte.
Es hat eine Weile gedauert, bis es so weit war. Oder zumindest etwas länger, als ich gehofft hatte! Doch auf diesem Weg habe ich gelernt, dass es unglaublich viele Wege gibt, die eigene Leidenschaft für Musik zum Beruf zu machen. Wir schauen uns 25 Möglichkeiten an, wie du mit Musik Geld verdienen kannst.
Entdecke diese Wege, um mit Musik Geld zu verdienen:
- Streaming-Tantiemen einnehmen
- Mixing- und Mastering-Services anbieten
- Digitale Downloads verkaufen
- Lokale Gigs an Land ziehen
- Projekte per Crowdfunding finanzieren
- Musikunterricht geben
- Fan-Abos anbieten
- Straßenmusik machen
- Als Ghost-Producer*in arbeiten
- Auf Tour gehen
- Recording-Services anbieten
- Eigene Beats verkaufen
- Songs für andere Musiker*innen schreiben
- Als Session-Musiker*in arbeiten
- Für Musikblogs schreiben
- Loop- und Sample-Packs erstellen und verkaufen
- Deinen YouTube-Kanal monetarisieren
- Sync-Lizenzierungen sichern
- Sponsoring-Deals an Land ziehen
- Livestreams veranstalten
- Filmmusik und Soundtracks produzieren
- Einen Plattenvertrag unterschreiben
- Playlists kuratieren
- Eigenes Merch verkaufen
- Fördergelder für Musik beantragen
Kann man von Musik leben?
Man kann tatsächlich von Musik leben. Ich kann mit Stolz sagen, dass ich seit etwa fünf Jahren meine Brötchen damit verdiene – und zwar ausschließlich über die Wege, die ich weiter unten vorstelle. Aber ein kleiner Dämpfer vorab: Es braucht eine gehörige Portion Hingabe und Disziplin, um aus der eigenen Leidenschaft ein verlässliches Einkommen zu machen, von dem man auch leben kann.
Bevor wir uns anschauen, wie du mit deiner Musik Geld verdienst, sei dir über eines im Klaren: Es geht nicht immer nur darum, grandiose Tracks zu droppen und darauf zu warten, dass das Geld fließt. Du musst bereit sein, mehrere Wege zu erkunden – Live-Auftritte, Merch-Verkäufe oder dein musikalisches Wissen im Unterricht weiterzugeben –, um deinen Lebensunterhalt zu sichern. Das ist nicht immer glamourös, aber ich kann dir versichern: Es lohnt sich absolut. Und im digitalen Zeitalter, in dem unabhängige Künstler*innen mehr Chancen denn je haben, ist der Traum, von der Musik zu leben, greifbarer als je zuvor.
Nimm dir also einen Moment Zeit und frage dich ganz ehrlich, ob du den nötigen Biss hast, um das durchzuziehen. Wenn die Antwort ein klares „JA!“ ist, legen wir direkt los.
25 Wege, um mit Musik Geld zu verdienen
1. Streaming-Tantiemen einnehmen
Zwar zahlen Streaming-Dienste pro Stream eher bescheidene Beträge, doch diese Summen können sich schnell summieren, wenn du eine treue Fanbase hast oder dir ein viraler Hit gelingt. Nutze Plattformen wie Amuse oder DistroKid (womit du deine Musik kostenlos auf allen großen Streaming-Plattformen veröffentlichen kannst) und vertreibe deine Musik über so viele Kanäle wie möglich, um deine Reichweite und deine potenziellen Einnahmen zu maximieren.
Das ist eine Möglichkeit, passiv mit Musik Geld zu verdienen: Tantiemen fließen auch dann, wenn du schläfst oder an neuen Projekten arbeitest.
2. Mixing- und Mastering-Services anbieten
Wenn du das nötige Know-how mitbringst, ist das Anbieten von Mixing- und Mastering-Services ein fantastischer Weg, um online mit Musik Geld zu verdienen. Plattformen wie SoundBetter oder Fiverr sind hervorragende Anlaufstellen, um dein Studio-Können anzubieten und Kundschaft zu gewinnen. Das Beste daran: Du kannst im Grunde von überall aus arbeiten, solange du die passenden Tools im Gepäck hast. Und wenn du erstklassige Mastering-Software wie Ozone 11 am Start hast, übernimmt sie einen Großteil der schweren Arbeit für dich – das spart Zeit und bringt bares Geld.
Falls du diesen Weg wählst, empfehle ich dir, verschiedene Pakete in unterschiedlichen Preisklassen zusammenzustellen. Definiere außerdem ganz genau, wie viele Korrekturschleifen pro Projekt inbegriffen sind. Andernfalls droht das berüchtigte „Scope Creep“ – bei dem Kund*innen eine Änderung nach der nächsten fordern, bis dir vor Frust die Haare ausfallen.
3. Digitale Downloads verkaufen
Der Verkauf digitaler Downloads mag altmodisch wirken, aber es gibt nach wie vor Menschen, die gerne für hochwertige Audiodateien bezahlen. Plattformen wie Bandcamp lassen dich deine Preise selbst bestimmen und bieten dir eine Bühne, um deine Musik einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Lade deine Tracks hoch, lege einen fairen Preis fest und bewirb deine Arbeit in den sozialen Medien und relevanten Communitys, um Fans zu erreichen, die deine Downloads kaufen.
Regelmäßige Promo und ein aktiver Austausch mit deinen Hörer*innen helfen dir dabei, Verkäufe anzukurbeln und solide Einnahmen aus deinen digitalen Angeboten zu erzielen.
4. Lokale Gigs und Konzerte spielen
Um Gigs an Land zu ziehen, solltest du dich zuerst mit Clubbetreiber*innen und Veranstalter*innen in deiner Region vernetzen – sie sind deine Eintrittskarte aufs Line-up. Als Nächstes brauchst du ein mitreißendes Set, das beim Publikum zündet und dafür sorgt, dass die Leute unbedingt mehr von dir hören wollen.
Denk daran: Es ist viel besser, vor ausverkauftem Haus zu spielen (egal wie klein der Laden ist), als einen größeren Raum nur zur Hälfte zu füllen. Wenn du gerade erst anfängst, ist es überhaupt keine Schande, in den kleinsten, schrammeligsten Läden deiner Stadt aufzutreten. Spiele dort, bis sie rappelvoll sind – und nimm dir erst dann größere Venues vor. Glaub mir: Erzählen zu können, dass deine letzten Shows ausverkauft waren, hinterlässt bei künftigen Clubbetreiber*innen und Promoter*innen ordentlich Eindruck.

Scheu dich auch nicht davor, den Hut herumgehen zu lassen oder einen QR-Code für PayPal oder Venmo aufzustellen, um bei deinen Auftritten digitales Trinkgeld zu sammeln. Deine Fans sind da, um dich zu unterstützen – also lass sie auch! Am Ende geht es darum, mit einer einzigen Show gleich mehrere Einnahmequellen zu erschließen.
Zu guter Letzt: Du musst dich nicht nur auf öffentliche Events beschränken. Wenn deine Musik die richtige Stimmung trifft, können auch Firmenfeiern oder sogar Hochzeiten spannend sein. Mit der richtigen Herangehensweise können deine lokalen Gigs zu einer verlässlichen Einnahmequelle werden. Also: Instrumente stimmen, Regler aufdrehen und die lokale Szene im Sturm erobern.
5. Projekte per Crowdfunding finanzieren
Beim Crowdfunding geht es um viel mehr als nur darum, um Geld zu bitten: Du baust eine Community auf, die bereit ist, in deine Kunst und deinen musikalischen Weg zu investieren. Wenn du eine geniale Idee für ein Musikprojekt hast, das du verwirklichen willst, biete exklusive Inhalte oder Erlebnisse als Dankeschön für Unterstützer*innen an.
Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo helfen dir bei der Umsetzung. Ganz nebenbei lernst du dabei, wie du dich und deine Kunst überzeugend vermarktest.
6. Musikunterricht geben
Eine verlässliche Möglichkeit, mit Musik Geld zu verdienen, ist das Unterrichten. Wenn deine Skills anderen wirklich helfen können, ihr Instrument oder Tool zu beherrschen, zahlen Menschen gerne dafür. Egal ob Elfjährige, deren Eltern unbedingt wollen, dass sie Cello lernen, weil es „den Charakter stärkt“, oder der typische Familienvater, der sich das Auflegen beibringen will, um seine Midlife-Crisis abzurunden: Anderen beizubringen, was du selbst gut beherrschst, bringt verlässlich Geld in die Kasse.

Du kannst Unterricht online über Zoom oder Skype anbieten oder vor Ort, wenn du die passenden Räumlichkeiten hast. Webseiten wie TakeLessons oder Lessonface helfen dir beim Einstieg und vermitteln neue Schüler*innen. So kann sich das Ganze schnell zu einer lukrativen Einnahmequelle entwickeln – Geduld vorausgesetzt!
7. Fan-Abos anbieten
Ein Abo-Modell für exklusive Inhalte kann dir ebenfalls ein regelmäßiges Einkommen bescheren. Plattformen wie Patreon oder Buy Me a Coffee machen das Management denkbar einfach. Achte nur darauf, kontinuierlich spannenden Content zu liefern, sonst springen Abonnent*innen schnell wieder ab. Doch solange der Content stimmt, ist das ein hervorragender Weg, um mit deiner Musik Geld zu verdienen. Zudem gibst du deinen treuesten Fans die Möglichkeit, dich direkt zu unterstützen – mit reichlich Potenzial nach oben!
8. Straßenmusik machen
Straßenmusik ist eine absolut legitime Methode, um mit Musik Geld zu verdienen. Bevor du dich aber an die nächste Straßenecke stellst, solltest du unbedingt die rechtliche Lage klären (in vielen Städten braucht man eine Genehmigung … und ja, diese Lektion habe ich auf die harte Tour gelernt).

Sobald die Formalitäten erledigt sind, suchst du dir einen Spot mit viel Laufkundschaft – etwa in der Nähe eines beliebten Cafés oder an einem Parkeingang – und machst dein Setup optisch ansprechend. Ein bisschen visueller Charme sorgt für Aufmerksamkeit und öffnet den Geldbeutel. Und vergiss nicht: Auch auf der Straße geben viele ihr Trinkgeld lieber bargeldlos via PayPal oder Venmo. Druck dir also ein Schild mit deinem digitalen Spendentopf aus.
Es hilft auch enorm, ein paar Freund*innen einzuladen, die dir beim Spielen zuhören. Menschen interessieren sich nun mal für das, wofür sich andere Menschen bereits interessieren. Wenn bereits eine kleine Traube um dich herumsteht und deiner Musik lauscht, zieht das fast automatisch noch mehr Neugierige an.
Du kannst deine Straßen-Gigs auch in kurzen Videoclips festhalten und auf YouTube oder Social Media teilen. So baust du dir eine Fanbase auf, die weit über den Bürgersteig hinausreicht!
9. Als Ghost-Producer*in arbeiten
Ghost-Producing (für andere Künstler*innen zu produzieren und ihnen gegen Bezahlung die Credits zu überlassen) ist ein offenes Geheimnis im Musikgeschäft. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, schließlich wollen die meisten Musiker*innen für ihre harte Arbeit und ihre künstlerische Handschrift gewürdigt werden. Doch wenn dir das Rampenlicht nicht wichtig ist (du aber trotzdem mit Musik Geld verdienen willst), könnte Ghost-Producing genau das Richtige für dich sein.
Plattformen wie SoundBetter oder AirGigs sind hervorragende Anlaufstellen und bieten dir einen Marktplatz, um deine Production-Skills zu verkaufen. Was die Preisgestaltung angeht: Bleib konkurrenzfähig, aber verkaufe dein Talent nicht unter Wert. Wenn du dir mit der Zeit Beziehungen in der Branche aufbaust, wirst du vielleicht feststellen, dass der Verzicht auf Ruhm ein ziemlich fairer Tausch für ein volles Bankkonto und maximale kreative Freiheit ist.
10. Auf Tour gehen
Auf Tour zu gehen bringt dir nicht nur diesen unvergleichlichen Kick, wenn eine Menschenmenge zu deiner Musik mitgeht – es ist auch ein solider Weg, das Sparschwein zu füttern. Plane deine Tour aber mit Köpfchen! Spiele nur an Orten, an denen du bereits eine gewisse Fanbase hast, und behalte deine Reisekosten im Blick, damit sie nicht deinen gesamten Gewinn auffressen.

Bei der Planung kann eine erfahrene Booking-Agentur wahre Wunder bewirken. In unserem Guide erfährst du, wie du eine passende Booking-Agentur findest, die dir Shows vermittelt. Beschränke dich außerdem nicht nur auf Ticketverkäufe. Sei kreativ: Biete gegen einen kleinen Aufpreis ein Meet & Greet nach der Show an oder kreiere ein Online-Erlebnis für alle, die nicht persönlich dabei sein können.
Wenn du mit Touren Geld verdienen willst, musst du deine Finanzen, Zeit, Energie und Ressourcen clever einteilen. Doch mit Live-Auftritten unterwegs Geld zu verdienen kann genauso aufregend sein wie der Moment, in dem das Publikum jubelt, sobald du die Bühne betrittst.
11. Recording-Services anbieten
Wenn du ein solides Homestudio hast und mit deinem Musik-Setup Geld verdienen willst, kannst du Recording-Services für andere Musiker*innen, Podcaster*innen oder Filmschaffende anbieten. Es gibt unzählige Menschen, die hochwertige Audioaufnahmen brauchen, sich aber die Zeit in einem renommierten Studio schlicht nicht leisten können.
Wenn dein Setup stimmt (und du die Grundlagen des Recordings beherrschst), kannst du genau diese Lücke füllen. Glaub mir: Ich habe schon etliche Sänger*innen in meinem begehbaren Kleiderschrank aufgenommen. Es war jedes Mal eine Win-Win-Situation: Sie bekamen professionell klingende Aufnahmen und ich konnte meine Miete bezahlen!

Als ich früher Recording-Services angeboten habe, stellte sich schnell heraus, dass ein Stundensatz deutlich besser funktioniert als Festpreise pro Projekt (manche Projekte ziehen sich einfach endlos hin – weit über den ursprünglich geplanten Rahmen hinaus). Indem ich meine Recording-Skills anbot, ergab sich für mich aber auch die Chance, mich mit anderen Kreativen zu vernetzen. Und da Kreative meistens weitere Kreative kennen, war die Mundpropaganda quasi schon eingebaut. Jede*r zufriedene Kund*in bedeutete für mich potenziell weitere Aufträge in der Zukunft.
Dazu muss man sagen, dass die meisten Home-Studios akustisch nicht perfekt optimiert sind. Wir geben alle unser Bestes, aber manchmal lässt sich einfach nichts dagegen tun, wenn die Nachbarschaft während einer Recording-Session den Rasen mäht. Aus diesem Grund empfehle ich dir dringend, in Audio-Restaurierungssoftware wie iZotope RX zu investieren. Damit entfernst du unerwünschte Hintergrundgeräusche oder behebst Audio-Probleme (Plosivlaute, Zischlaute, Mundgeräusche usw.), die dir vielleicht erst auffallen, wenn dein Gast das Studio schon verlassen hat.
12. Verkaufe deine Beats
Wenn du Musik produzierst, hast du wahrscheinlich jede Menge Ordner voller Beats, die du selbst gar nicht nutzen willst. Warum verkaufst du sie nicht an Leute, die etwas damit anfangen können? Plattformen wie BeatStars oder Airbit machen es anderen Artists leicht, deine Beats zu durchstöbern und zu kaufen. Weitere Tipps dazu findest du in unserem Guide zum Thema Beats online verkaufen.
13. Schreibe Songs für andere Musiker*innen
Eine meiner liebsten Methoden, mit Musik Geld zu verdienen: Songs schreiben, die andere Musiker*innen singen. Manche Leute haben eine fantastische Stimme, tun sich aber mit Texten oder dem Songwriting schwer. Wenn du also ein Händchen für eingängige Hooks hast, biete diesen Service anderen Musiker*innen an!

Websites wie Vocalizr können dich mit Sänger*innen zusammenbringen, die Toplines suchen, und über Kompoz findest du weitere Kollaborationspartner*innen. Wichtig ist jedoch: Schließe immer einen Vertrag ab, bevor du anfängst, einen Song für jemand anderen zu schreiben. Egal, ob du eine Pauschale verlangst oder einen prozentualen Anteil an den Tantiemen aushandelst – für andere Songs zu schreiben, macht unglaublich viel Spaß und lohnt sich.
14. Arbeite als Session-Musiker*in
Wenn du dein Instrument wirklich beherrschst, könnte ein Job als Session-Musiker*in perfekt für dich sein. Wie Musiker*innen damit Geld verdienen? Sie rechnen pro Aufnahmesession oder sogar pro Song ab. Studios suchen regelmäßig Musiker*innen für ganz bestimmte Recordings – und wenn du ablieferst, wird deine Arbeit schnell sehr gefragt sein.
Wenn du ein Instrument gut spielst, melde dich einfach bei Studios in deiner Umgebung und lass sie wissen, dass man dich buchen kann. Gib unbedingt an, in welchen Genres du dich am wohlsten fühlst. Wenn dann ein Projekt ansteht, bei dem deine Fähigkeiten gebraucht werden, melden sie sich bestimmt bei dir.
15. Schreibe für Musik-Blogs
Wenn du dich mit Musik gut auskennst, warum teilst du dein Wissen nicht? Musik-Blogs zahlen oft für Fachartikel von Branchenexpert*innen. Wenn du für Musik-Blogs schreibst, gibst du also nicht nur dein Know-how weiter, sondern verdienst dir auch etwas dazu. Obendrein stärkt es deine Glaubwürdigkeit und kann dir neue berufliche Möglichkeiten oder Kollaborationen eröffnen.
Wenn du in einem bestimmten Bereich des Musikbusiness viel Wissen mitbringst (und ein Talent fürs Schreiben hast), kontaktiere die Redaktionen passender Musik-Blogs. Es hilft ungemein, wenn du direkt ein paar Leseproben mitschickst, damit man sich ein Bild von deinem Stil und deiner Tonalität machen kann. Wenn ihnen gefällt, was sie lesen, wirst du vielleicht schon bald mit deinen ersten Artikeln beauftragt.
16. Erstelle und verkaufe Loop- und Sample-Packs
Loops und Sample-Packs zu produzieren, kann eine hervorragende Quelle für passives Einkommen sein. Websites wie Splice oder Noiiz hosten diese Packs und beteiligen dich prozentual an den Verkäufen. Wenn du Lust hast, dir einen eigenen Shopify-Store aufzubauen, kannst du Zwischenhändler auch komplett umgehen und digitale Downloads direkt über deine eigene Website verkaufen. Oder noch besser: Mach einfach beides!
Kurz gesagt: Wenn du starke, einzigartige Sounds kreierst und Menschen erreichst, die bereit sind, dafür zu bezahlen, kann das eine verlässliche Einnahmequelle sein – vor allem, wenn deine Sound-Packs eine gefragte Nische bedienen.
17. Monetarisiere deinen YouTube-Kanal
YouTube ist eine hervorragende Plattform für Musiker*innen, um Geld zu verdienen. Sobald dein Kanal eine bestimmte Anzahl an Aufrufen und Abonnent*innen erreicht hat, kannst du ihn über Werbung monetarisieren. Mit Kanalmitgliedschaften können Fans deinen Kanal zudem mit monatlichen Beiträgen unterstützen und erhalten im Gegenzug Badges, Emojis und weitere Vorteile.
Wenn du also überlegst, wie du online mit Musik Geld verdienen kannst, solltest du YouTube auf keinen Fall außer Acht lassen. Die Plattform bietet ein riesiges Publikum und vielfältige Wege, deine Musik zu monetarisieren.
18. Sichere dir Sync-Lizenzen
Sync-Licensing (also die Lizenzierung deiner bestehenden Musik für Filme, Werbung oder TV-Serien) kann dir beachtliche Vorab-Honorare und in vielen Fällen zusätzliche Tantiemen einbringen. Es ist allerdings ein komplexes Feld, das ein solides Verständnis von Urheberrechten und Verträgen voraussetzt – informiere dich also gründlich. Einen guten Einstieg bietet dieser Leitfaden zum Thema Musikverlag und Publishing.
19. Sichere dir Unternehmens-Sponsorings
Wenn deine Marke und deine Musik zum Image eines Unternehmens passen, kann ein Sponsoring äußerst lukrativ sein. Firmen sind ständig auf der Suche nach Kooperationen mit Influencer*innen oder Künstler*innen, um ein breiteres oder zielgenaueres Publikum zu erreichen. Ein weiterer Weg für Musiker*innen, über unkonventionelle Kanäle Einnahmen zu erzielen.
Überlege dir, welche Unternehmen gut zu dir (und deiner Musik) passen könnten, und knüpfe gezielt Kontakte. Das ist eine besonders smarte Strategie, wenn du Budget für ein hochwertiges Musikvideo brauchst oder eine Tour planst. Es ist kein Zufall, dass in so vielen Musikvideos Bacardi getrunken wird. Wenn deine Musik und deine persönliche Geschichte bei der Zielgruppe einer Marke Anklang finden, hast du schon einen Fuß in der Tür.
20. Starte einen Livestream
Wenn du online mit Musik Geld verdienen möchtest, sind Livestreams eine fantastische Option. Plattformen wie Twitch ermöglichen Spenden in Echtzeit während deines Streams, und manche Streaming-Dienste bieten sogar Abo-Modelle für regelmäßige Zuschauer*innen an.

Ob du eine akustische Live-Performance streamst, ein frisches DJ-Set spielst oder deine Community einfach beim Produzieren im Studio zuschauen lässt: Livestreaming kann dir verlässlich digitale Spenden einbringen. Tipps für dein Setup findest du in unserem Leitfaden zum Thema Livestreaming.
21. Produziere Soundtrack-Musik
Eine der lukrativsten Möglichkeiten, die ich für mich entdeckt habe, um mit Musik Geld zu verdienen, ist das Komponieren von Soundtracks. Von einem Filmstudio beauftragt zu werden, um maßgeschneiderte Musik für eine Serie oder einen Film zu schreiben, wird in der Regel ziemlich gut bezahlt. Du kannst nicht nur deine Zeit in Rechnung stellen, sondern meist auch eine Beteiligung an den Tantiemen aushandeln. Wenn die Produktion dann von einem großen Sender oder einer Streaming-Plattform übernommen wird, hören nicht nur unzählige Menschen deine Musik – du verdienst auch noch ordentlich daran mit!
Wenn die meisten an Soundtrack-Musik denken, haben sie meist Musik für Film und Fernsehen im Kopf. Doch heutzutage gibt es noch so viel mehr Formate, für die Musik gebraucht wird – von Videospielen über Apps und VR-Erlebnisse bis hin zu Vlogs. Und da der Bedarf an neuen, einzigartigen audiovisuellen Inhalten ständig wächst, wird auch diese Liste immer länger. Wenn du also das nötige Audio-Know-how mitbringst, lohnt es sich, Kontakte zu Leuten zu knüpfen, die genau das suchen.
Wenn du ins Thema Filmmusik komponieren einsteigen willst, stelle ein professionelles Portfolio mit deinen besten Arbeiten zusammen und schicke es an Filmstudios oder YouTube-Creator, für die deine Musik interessant sein könnte. Wenn dir Videospiele mehr liegen, kontaktiere Entwicklungsstudios. Tausche Ideen aus und vernetze dich mit Leuten, die maßgeschneiderte Musik für ihre Projekte gebrauchen können. Und scheue dich nicht, auch mal querzudenken.
Ich habe zum Beispiel einmal Musik für einen Flipperautomaten-Hersteller komponiert. Solange jemand maßgeschneidertes Audio-Material braucht, gibt es für dich auch eine Möglichkeit, damit Geld zu verdienen.
22. Unterschreibe einen Plattenvertrag
Ein Plattenvertrag gilt oft als der heilige Gral, birgt aber so manche Fallstricke. Wir alle kennen Geschichten von Labels, die ihre Artists über den Tisch ziehen – und obwohl ich das wusste, habe auch ich meine eigenen schlechten Erfahrungen gemacht. Mein Rat: Hole dir immer juristischen Beistand, um sicherzustellen, dass der Deal fair ist.
Bist du jedoch erst einmal bei einem Label unter Vertrag, bietet es dir Ressourcen für Marketing und Vertrieb, die man sich als Independent-Artist nur schwer allein aufbauen kann. Je nach Label finanzieren sie vielleicht sogar dein komplettes nächstes Album (natürlich gegen einen saftigen Anteil). Musik und Leben vom Budget eines Labels finanzieren zu lassen, bleibt dennoch ein solider Weg, um mit deinen musikalischen Fähigkeiten Geld zu verdienen.
Hier erfährst du außerdem, wie du dein eigenes Plattenlabel gründest.
23. Kuratiere Playlists
Wenn du ein echtes Gespür für gute Musik hast und ständig frische Sounds entdeckst, erstelle eigene Playlists und teile sie mit Freund*innen, Fans und Follower*innen. Plattformen wie Spotify und Apple Music sind die erste Anlaufstelle für neue Musik. Wenn du eine grandiose Playlist für einen bestimmten Vibe zusammenstellst und ordentlich promotest, steigen die Follower-Zahlen – und irgendwann kannst du anderen Artists sogar einen kleinen Betrag für einen Platz auf deiner Playlist berechnen.
Extrapunkte gibt es, wenn du deine eigenen Tracks untermischst – denn so kurbelst du ganz nebenbei auch noch deine eigenen Streaming-Einnahmen an!

Ein weiterer Ansatz beim Kuratieren von Playlists: Erstelle maßgeschneiderte Playlists für Marken und Unternehmen. Das erfordert zwar etwas mehr Strategie und Networking, wird aber deutlich besser bezahlt und kann sich zu regelmäßigen Aufträgen entwickeln. Wenn es in deiner Stadt zum Beispiel eine stylische Boutique gibt und du den perfekten Soundtrack für den Laden zusammenstellen könntest: Sprich sie einfach an!
Biete an, die erste Playlist kostenlos zu erstellen – und verlange dann eine Gebühr, sobald sie ein Update wollen. Wenn du daraus eine monatliche Vereinbarung machst, hast du eine hervorragende Quelle für regelmäßiges Einkommen!
24. Verkaufe eigenes Merchandise
Merchandise kann eine echte Einnahmequelle sein. Entwirf also T-Shirts, Caps, Poster und alles, was deine Fanbase begeistern könnte, und verkaufe die Sachen online sowie bei deinen Konzerten. Dienste wie Teespring oder Merch Camp übernehmen von der Produktion bis zum Versand alles für dich. Achte jedoch darauf, dass dein Merch deine Marke gut widerspiegelt und von hoher Qualität ist. Billig produziertes, liebloses Merchandise schadet dir am Ende mehr, als es nützt.
25. Bewirb dich um Musikförderung
Zahlreiche öffentliche und private Organisationen bieten Förderprogramme und Stipendien an, um Musiker*innen zu unterstützen. Die Fördergelder reichen von Budgets für dein nächstes Album über Tour-Zuschüsse bis hin zur Finanzierung einer eigenen Musik-App. Manche Förderungen sind an bestimmte Genres gebunden, andere sind offener angelegt. Das Beste daran? Dieses Geld musst du in der Regel nicht zurückzahlen! Wenn du also ein größeres Projekt planst, suche im Netz nach aktuellen Fördermöglichkeiten und nimm dir die Zeit für eine überzeugende Bewerbung. Der Wettbewerb ist oft groß, aber die Förderung kann sich richtig lohnen!
Verdiene ab jetzt Geld mit deiner Musik
In einer Welt, in der dir jede*r erzählen will, wie schwer es ist, von der Kunst zu leben, sagt dir niemand, wie schwer es ist, NICHT künstlerisch tätig zu sein. Ich hoffe sehr, dass dir meine Tipps dabei helfen, deine Kunst zu finanzieren – damit du deine Zeit genau dem widmen kannst, was du liebst. Wie du gesehen hast, gibt es unzählige Wege, mit Musik Geld zu verdienen. Es gibt also wirklich keine Ausrede mehr, deiner Leidenschaft nicht nachzugehen.
Also leg los und mach deine Leidenschaft zum Beruf! Einen optimalen Einstieg bietet dir das kostenlose Komplete Start-Bundle – eine vielseitige Sammlung von Instrumenten, Samples und Plug-ins, mit der du Tracks auf Profi-Niveau produzierst.