|Tim Cant

So produzierst du einen Tech-House-Track

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How to produce a tech house track

Tech-House ist eines der beliebtesten Genres der elektronischen Tanzmusik: Die Kombination aus groovenden House-Beats und treibenden, Techno-inspirierten Basslines macht Tech-House zum Liebling in Clubs und auf Festivals. Da Tech-House-Tracks von zugänglich und eingängig bis hin zu deep und düster reichen können, ist das Genre enorm vielseitig – und der perfekte Einstieg für alle, die neu in die Produktion von Dance-Music einsteigen.

In diesem Guide zeigen wir dir, wie du mit der Komplete 15 Select Electronic Edition einen düsteren, rollenden Tech-House-Track baust – vollgepackt mit Instrumenten, die sich ideal für elektronische Genres eignen.

Spring direkt zu diesen Abschnitten:

  1. Einen House-Loop sequenzieren
  2. Eine Lead-Line erstellen
  3. Eine Bassline komponieren
  4. Atmosphärische Elemente hinzufügen
  5. Harmonische Ideen entwickeln
  6. Arrangement
  7. Mastering

Um diesem Tutorial folgen zu können, benötigst du Kontakt 8 oder den Kontakt 8 Player mit der Progressive Trance Expansion, die Play Series-Instrumente Feel It und Nacht, Massive X, Ozone Elements, Replika XT, Phasis und Raum. All das ist in der Komplete 15 Select Electronic Edition sowie in den Editionen Komplete 15 Standard, Komplete 15 Ultimate und Komplete 15 Collector’s Edition enthalten.

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So produzierst du einen Tech-House-Track

Die meisten Tech-House-Produzent*innen nutzen für ihre Tracks eine DAW (Digital Audio Workstation). In diesem Walkthrough zeigen wir dir anhand der DAW Ableton Live und den Instrumenten und Effekten aus der Komplete 15 Select Electronic Edition, wie du einen Tech-House-Track produzierst.

So strukturierst du einen Tech-House-Track

Tech-House-Tracks basieren häufig auf einem rhythmischen, „DJ-freundlichen“ Intro, das in ein beatloses Breakdown übergeht, gefolgt von einem Drop, bei dem Beats und Bass voll einsetzen. In diesem Guide zeigen wir dir nicht nur das Sound-Design der einzelnen Elemente, sondern auch das komplette Tech-House-Arrangement.

Was einen guten Tech-House-Track ausmacht

Ein guter Tech-House-Track zeichnet sich durch einen energiegeladenen House-Beat, eine mitreißende Bassline und eine eingängige Vocal- oder Melodie-Hook aus.

1. Einen House-Loop sequenzieren

Stelle zu Beginn dein Projekttempo auf flotte 130 BPM ein.

Einstellen des DAW-Projekttempos auf 130 BPM

Erstelle eine MIDI-Spur, lade Kontakt 8 oder den Kontakt 8 Player und klicke auf den Leap-Button, um die Leap Expansions anzuzeigen. Klicke auf die Progressive Trance Expansion und lade Molecolar Kit per Doppelklick.

Laden des Molecolar Kit

Erstelle einen viertaktigen MIDI-Clip und programmiere C4 über alle vier Takte. Verwende dafür einen Velocity-Wert von 100 – diesen Wert nutzen wir im gesamten Guide.

C4 über vier Takte spielen

Dadurch wird ein viertaktiger Beat-Loop abgespielt – das rhythmische Fundament für unseren Track.

Stelle diese Spur auf -6 dB, um Headroom für weitere Elemente zu lassen.

Den Drum-Beat leiser stellen

2. Eine Lead-Line erstellen

Nachdem das rhythmische Gerüst steht, widmen wir uns den musikalischen Elementen. Zunächst fügen wir eine simple Lead-Line hinzu, die den Vibe und die musikalische Identität unseres Tracks definiert.

Füge eine weitere MIDI-Spur hinzu und lade erneut Kontakt. Klicke diesmal auf die Feel It Expansion und doppelklicke auf das Preset Faux Organix, um es zu laden.

Das Faux Organix-Preset

Stelle diese Spur auf -5,2 dB.

Pegelanpassung für das Faux Organix-Preset

Kopiere das hier gezeigte Pattern, das G3, A#3 und wieder G3 spielt.

Die Lead-Line

Dieser schnörkellose Part ist keineswegs übermäßig komplex, gibt dem Track jedoch eine klare musikalische Richtung und die passende Stimmung vor.

3. Eine Bassline komponieren

Neben den Beats ist die Bassline das Herzstück jedes Tech-House-Tracks. Wir komponieren jetzt eine treibende, Techno-inspirierte Bassline, die Beat und Lead perfekt ergänzt.

Lade auf einer neuen MIDI-Spur Kontakt, klicke erneut auf die Feel It Expansion und wähle per Doppelklick das Preset Praise the Bass aus.

Das Praise the Bass-Preset

Stelle diese Spur auf -2,2 dB.

Pegelanpassung für das Praise the Bass-Preset

Kopiere nun das hier gezeigte Pattern: Es spielt G1 auf der ersten, fünften, neunten, zwölften und fünfzehnten Sechzehntelnote jedes Takts. Dieses Pattern wiederholt sich über alle vier Takte.

Die Bassline

Jetzt haben wir einen Beat, eine Lead- und eine Bassline, die unserem Track jede Menge treibende Energie verleihen. Da sie relativ minimalistisch gehalten sind, bleibt im Mix noch reichlich Platz für zusätzliche Texturen, Atmosphäre und Emotionen.

4. Atmosphärische Elemente hinzufügen

Als Nächstes fügen wir ein paar atmosphärische Sounds hinzu, um unserem Track einen ganz eigenen Charakter zu verleihen.

Erstelle eine weitere MIDI-Spur, klicke dieses Mal in Kontakt auf die Nacht Expansion und lade per Doppelklick das Preset Cue Riddim.

Das Cue Riddim-Preset

Stelle diese Spur auf -8,7 dB.

Pegelanpassung für das Cue Riddim-Preset

Programmiere diesen Part so, dass G3 über alle vier Takte durchgespielt wird.

Programmieren des Cue Riddim-Presets

So entsteht ein gepitchter, rhythmischer Atmosphären-Loop.

Damit sich der Sound noch besser in den Mix einfügt, setzen wir einen Phaser-Effekt ein. Lade Phasis auf die Spur und wähle das Preset Special FX > Gurgler.

Das Gurgler-Preset

Jetzt ergänzen wir einen eher perkussiven Atmosphären-Sound im Stab-Stil. Erstelle eine weitere MIDI-Spur mit Kontakt und wähle diesmal das Preset Dark Angels aus Nacht.

Das Dark Angels-Preset

Stelle diese Spur auf -8,3 dB.

Pegelanpassung für das Dark Angels-Preset

Programmiere hier eine Sechzehntelnote auf G1 auf dem ersten Beat des ersten Takts.

Programmieren des Dark Angels-Presets

Dieses Preset hat bereits einen Hauch von Reverb und Delay an Bord – wir wollen jedoch eigene, deutlichere Effekte hinzufügen. Klicke oben rechts auf den FX-Button, um die FX-Page zu öffnen, und deaktiviere die Effekte Oldverb, Replika und Raum per Klick auf die jeweiligen Power-Buttons.

Deaktivieren der Reverb- und Delay-Effekte

Füge nun Replika XT zur Dark Angels-Spur hinzu und lade das Preset Classics > Dubmatic Tape.

Das Dubmatic Tape-Preset

Lade als Nächstes Raum auf die Dark Angels-Spur und wähle das Preset Factory Presets > Large > Arcadia Dream Hall.

Das Arcadia Dream Hall-Preset

5. Harmonische Ideen entwickeln

Unser musikalisches Konzept nimmt immer mehr Gestalt an, verträgt aber noch etwas harmonische Abwechslung. Fügen wir ein paar simple Synth-Lines hinzu: Sie sind zwar minimalistisch, machen den Track beim Hören aber deutlich spannender.

Erstelle zuerst eine neue MIDI-Spur und lade Massive X. Klicke auf den Patch-Namen, um den Preset-Browser zu öffnen, wähle das Tag „Synth Misc“ und lade das Preset Festival Island per Doppelklick.

Das Festival Island-Preset

Stelle diese Spur auf -7,8 dB.

Kopiere diesen simplen Part, der G3, G3, A#3, G3 und G3 spielt.

Der Festival Island-Part

Dieser Sound ist ziemlich trocken und perkussiv – mit etwas Reverb und Delay heben wir ihn plastischer hervor. Lade zunächst Replika XT und wähle das Preset Modulation > Boyz.

Das Boyz-Preset

Füge nun Raum hinzu und wähle wieder das Preset Factory Presets > Large > Arcadia Dream Hall.

Das Arcadia Dream Hall-Preset

Erstelle als Nächstes einen neuen MIDI-Track und lade Massive X. Klicke diesmal auf den Tag „Mallet Instruments“ und wähle das Preset „Woozle“ aus.

Das Woozle-Preset

Stelle diesen Track auf -1,5 dB ein.

Lautstärkepegel für das Woozle-Preset anpassen

Kopiere die Sequenz, die wir hier verwendet haben – sie sorgt für ein dezentes harmonisches Zusammenspiel mit den vorherigen Synths.

Der Woozle-Part

Füge diesem Track Raum hinzu und lade diesmal das Preset „Factory Presets > Large > Dark Mod Hall“.

Das Dark Mod Hall-Preset

Jetzt haben wir genug musikalische Ideen beisammen, um die Aufmerksamkeit hochzuhalten – widmen wir uns also dem Arrangement.

6. Arrangement

Hier ist ein Beispiel-Arrangement, das du übernehmen kannst.

Ein Arrangement

Dabei kommt die bewährte Formel zum Einsatz: Es beginnt mit einem rhythmischen, DJ-freundlichen Intro, geht dann in einen Breakdown über, auf den ein Drop folgt. Im weiteren Verlauf des Arrangements wechseln die Elemente alle acht Takte ab, damit der Track spannend bleibt.

7. Mastering

Mit Ozone Elements können wir unseren Track automatisch mastern. Lade Ozone Elements auf den Master-Track des Projekts – das Plug-in fordert dich dann auf, den Track an der lautesten Stelle abzuspielen. Klicke auf den Button „Start Listening“ und spiele das Projekt ab Takt 41 ab, wo alle Elemente gleichzeitig zu hören sind. Beachte dabei: Sobald Ozone Elements die Analyse abgeschlossen hat, wird die Gesamtlautstärke deutlich angehoben.

Ozone Elements

Ozone Elements erstellt nun eine maßgeschneiderte Mastering-Signalkette. Stelle „Target“ auf „EDM“, um einen druckvollen, definierten Bass-Sound zu erzielen.

Ausrichtung auf einen EDM-Sound

Jetzt Tech House produzieren mit Komplete 15 Select Electronic Edition

Hier hast du gesehen, wie du einen Tech-House-Track mit der Progressive Trance Expansion aus Komplete 15 Select Electronic Edition, den Instrumenten Feel It und Nacht, Massive X, Ozone Elements, Replika XT, Phasis sowie Raum aus Komplete Start produzierst.

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