|Tim Cant

House-Musik 101: Alles, was du wissen musst, um eigene Tracks zu produzieren

Teilen Link kopiert
house music 101

House-Musik ist ein Style der elektronischen Tanzmusik, der Anfang der 1980er-Jahre in Chicago entstand. Beeinflusst von Disco, Funk, Soul und Synth-Pop zeichnet sich House durch starke rhythmische Elemente aus – insbesondere groovende Percussion auf einem soliden 4/4-Kick-Drum-Fundament. Aus Chicagos Underground-Partyszene hervorgegangen, hat House weltweite Popularität erlangt und unzählige Subgenres hervorgebracht, darunter Acid House, Progressive House, Deep House, Slap House und viele mehr.

In diesem Einsteiger-Guide zur House-Produktion bauen wir einen Track von Grund auf. Wir fangen mit Beats und Bassline an und ergänzen dann weitere musikalische Layer, Samples und Soundeffekte, bis ein kompletter House-Track entsteht. Und so klingt das Ganze:

Direkt zu den einzelnen Abschnitten:

Produziere direkt mit: Das Play Series-Instrument FEEL IT liefert erstklassige Keys, Chords, Bässe und Streicher – direkt vom Dancefloor.

FEEL IT holen 

Schau Boris im Video unten dabei zu, wie er einen mitreißenden House-Track baut. 

Was ist House-Musik?

House-Musik ist ein elektronisches Musikgenre, das sich vor allem um sequenzierte Beats im Disco-Stil, Basslines und gefühlvolle musikalische Elemente dreht. House war eine der ersten Musikrichtungen, die Produzent*innen ganz ohne Mitmusiker*innen produzieren konnten – dank der zunehmenden Verfügbarkeit von relativ erschwinglichem elektronischem Equipment in den 1980er-Jahren.

House-Musik steht in der Regel im 4/4-Takt, das Tempo liegt meist bei etwa 120–130 BPM.

Frühe House-Tracks zeichnen sich durch starke Disco- und Synth-Pop-Einflüsse aus und enthielten oft Live-Vocals.

Mit wachsender Popularität verbreitete sich das Genre auch außerhalb der USA, und es entstanden diverse Subgenres wie Acid House, Progressive House, Ghetto House, Breakbeat House und viele mehr.

Auch wenn sich House ständig weiterentwickelt und neue Styles hervorbringt, ist das Genre bis heute stark vom klassischen Sound der 80er- und 90er-Jahre geprägt.

Warum heißt es House-Musik?

House-Musik verdankt ihren Namen dem Warehouse, einem Club in Chicago, in dem die House-Legende DJ Frankie Knuckles Resident-DJ war. Knuckles mixte Disco, Soul, Funk und andere Styles und begann schließlich, elektronische Elemente wie Drum-Machines und Synthesizer einzubinden. Dieser neue Style wurde als „Warehouse-Sound“ oder eben „House-Music“ bezeichnet – in Anlehnung an den Namen des Clubs.

Wie produziert man eigene House-Musik?

Am einfachsten startest du mit der House-Produktion, indem du eine DAW verwendest (Digital Audio Workstation) wie Apple GarageBand oder Ableton Live. Für Einsteiger*innen in die Musikproduktion ist es besonders hilfreich, Sounds und Instrumente zu nutzen, die genau auf das Genre abgestimmt sind. Sieh dir deshalb unbedingt das House-Play Series-Instrument FEEL IT von Native Instruments an – sowie unsere Übersicht über EDM-Software und VSTs, mit denen du genau den Sound triffst, den du suchst.

Subgenres von House

Es gibt unzählige Subgenres von House, darunter:

  • Deep House: Deep House zeichnet sich durch komplexe Melodien, gefühlvolle Vocals und detailreiche Rhythmen aus. Häufig kommen Instrumente wie Klaviere, Orgeln und Saxophone zum Einsatz. Das Tempo ist meist etwas langsamer als bei anderen House-Genres und liegt um die 120 BPM.
  • Slap House: Slap House hat in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen und ist bekannt für harte Basslines, gepitchte Vocals und energiegeladene Drops.
  • 90s House: House-Tracks der 90er-Jahre setzen meist auf ein treibendes Tempo, soulige Vocals sowie den markanten Einsatz von Synthesizern und Drum-Machines.
  • Microhouse: Microhouse entstand in den frühen 2000er-Jahren und verfolgt einen reduzierten, minimalistischen Ansatz mit nur wenigen Instrumenten und Mix-Elementen.
  • Lo-Fi House: Lo-Fi House nutzt Vintage-Elemente wie analoge Synthesizer, klassische Drum-Machines und Tonband-Verzerrungen, um ein entspanntes, warmes Feeling zu erzeugen.
  • Bass House: Bei Bass House ist der Name Programm: Das Genre zeichnet sich durch dominante Basslines und einen hochenergetischen Sound aus.
  • Electro House: Electro House steht ganz im Zeichen maximaler Club- und Festival-Energie mit treibenden Beats und aggressiveren Synth-Sounds.
  • Future House: Future House verbindet gefühlvolle Vocals mit warmen Synthesizern und druckvollen Basslines.
  • Acid House: Mit schnellem Tempo, hypnotischen Rhythmen und psychedelischen Sounds entstand Acid House in den 1980er-Jahren – geprägt durch den unverwechselbaren, resonanten „Squelch“-Sound des Roland TB-303-Synthesizers.
  • French House: French House bringt einen leichten, verspielten Vibe mit – dank gefilterter Disco-Samples und funkiger Basslines. Der Style ist stark von Disco, Funk und R&B geprägt.
  • Big Room House: Big Room House ist bekannt für gigantische Drops und hymnische Sounds. Er wird meist auf großen Festivals gespielt und setzt auf maximale Energie und euphorische Melodien.
  • Chicago House: Chicago House entstand in den 1980er-Jahren und verbindet Disco, Funk und Soul. Es ist eines der Ur-Subgenres von House, das künftige elektronische Produktionen maßgeblich beeinflusst hat.

House-Music produzieren: Schritt für Schritt

In diesem House-Walkthrough nutzen wir Native Instruments KONTAKT 7, BATTERY 4, KOMPLETE KONTROL sowie die Expansions FEEL IT und TIMELESS GLOW, zusammen mit iZotope Neutron 4 und Ozone 10, um einen House-Track von Grund auf zu produzieren.

1. Drum-Beat bauen

Zuerst stellen wir das Projekttempo in der DAW auf 125 BPM ein.

Projekttempo einstellen
Projekttempo einstellen

Lade KOMPLETE KONTROL auf eine MIDI-Spur und navigiere im Datei-Browser dorthin, wo sich die TIMELESS GLOW-Expansion befindet.

Die TIMELESS GLOW-Expansion
Die TIMELESS GLOW-Expansion

Wenn du dir nicht sicher bist, wo TIMELESS GLOW installiert ist: Öffne Native Access, wähle das Produkt in der Liste der installierten Produkte aus und klicke rechts auf den Reiter „Installation Path“. Dort wird dir der Pfad der Expansion auf deinem System angezeigt.

TIMELESS GLOW in Native Access finden
TIMELESS GLOW in Native Access finden

House-Musik basiert typischerweise auf einer 4/4-Struktur mit einer druckvollen Kick-Drum und einem Clap auf den Zählzeiten zwei und vier. Genau dieses Kick/Clap-Pattern verleiht House seinen unverwechselbaren Rhythmus; tatsächlich bilden Kick, Snares und Claps den rhythmischen Kern der meisten Drum-Tracks. Darauf aufbauend kannst du weitere Percussion-Elemente wie Hi-Hats, Snares, Toms und Ride-Becken ergänzen.

Genau das machen wir jetzt: Öffne den Ordner „Sounds > Battery Kits“ und doppelklicke auf das Discoguy Kit, um es zu laden.

Das Discoguy Kit
Das Discoguy Kit

Setze als Erstes auf jede Viertelnote des Takts eine C1-Kick. In diesem Guide verwenden wir für alle Noten einen Velocity-Wert von 100.

Kicks hinzufügen
Kicks hinzufügen

Füge nun auf der zweiten und vierten Zählzeit des Takts D#1-Claps hinzu.

Claps hinzufügen
Claps hinzufügen

Ergänze jetzt F#1-Shaker zwischen den Zählzeiten.

Shaker hinzufügen
Shaker hinzufügen

Ergänze diese Shaker nun mit offenen Hi-Hats auf A#1.

Open Hats hinzufügen
Open Hats hinzufügen

Stelle diese Spur auf -3 dB ein, damit wir genügend Headroom für weitere Spuren haben.

Drum-Spur leiser stellen
Drum-Spur leiser stellen

Jetzt fügen wir ein paar Percussion-Layer hinzu. Navigiere in KOMPLETE KONTROL zum Ordner „Samples > Loops > Percussion“. Ziehe Shakers[125] Avenue auf eine Audio-Spur.

Shaker-Loop hinzufügen
Shaker-Loop hinzufügen

Stell diese Spur auf -18 dB ein, um sie mit dem Discoguy Kit abzustimmen.

Den Shaker-Loop abmischen
Den Shaker-Loop abmischen

Loope den Part des Discoguy Kit auf vier Takte.

Das Discoguy Kit loopen
Das Discoguy Kit loopen

Lass uns den Shaker-Loop noch etwas knackiger machen. Füge eine Instanz des iZotope Neutron 4 Transient Shaper hinzu und drehe das Sustain auf -11 herunter.

Den Shaker-Loop straffen
Den Shaker-Loop straffen

Fügen wir einen weiteren Percussion-Loop hinzu. Ziehe dieses Mal Conga[123] Forget auf eine Audiospur. Nutze die Warp- oder Time-Stretching-Funktionen deiner Software, um das Tempo von den ursprünglichen 123 BPM an das Projekttempo von 125 BPM anzupassen.

Den Conga-Loop warpen
Den Conga-Loop warpen

Loope ihn über vier Takte und stelle die Spur auf -21 dB ein, damit sie sich harmonisch in die restlichen Elemente einfügt.

Den Conga-Loop abmischen
Den Conga-Loop abmischen

Füge nochmals einen Neutron 4 Transient Shaper hinzu und stelle das Sustain auf -11 ein.

Den Conga-Loop straffen
Den Conga-Loop straffen

2. Eine Lead-Line komponieren

Die Lead-Line für diesen Track soll ganz schlicht gehalten sein und sich eher darauf konzentrieren, den synkopierten Rhythmus des Tracks zu betonen, statt eine komplexe Melodie zu spielen.

Erstelle eine neue MIDI-Spur und lade Kontakt 7. Öffne im Browser von Kontakt 7 das Instrument FEEL IT.

Das Instrument FEEL IT
Das Instrument FEEL IT

Klicke auf den Pfeil nach unten neben dem Patch-Namen, um die Liste der enthaltenen Presets aufzurufen. Wähle das Preset Organ > A Renegade Clik aus.

A Renegade Clik
A Renegade Clik

Stell diese Spur auf -2 dB ein.

Das Lead-Preset abmischen
Das Lead-Preset abmischen

Sequenziere einen viertaktigen Part, der F2 zwischen jedem Beat spielt, mit einem C2-D#2-F2-Turnaround am Ende der vier Takte.

Das Lead-Pattern
Das Lead-Pattern

Um dem Part mehr Durchsetzungskraft zu verleihen, dupliziere das Pattern eine Oktave tiefer.

Das Pattern eine Oktave tiefer duplizieren
Das Pattern eine Oktave tiefer duplizieren

Dupliziere nun alles im Projekt, sodass eine achttaktige Sequenz entsteht.

Eine achttaktige Sequenz erstellen
Eine achttaktige Sequenz erstellen

Verschiebe am Ende des zweiten Durchlaufs der Orgel-Sequenz das D# und F um eine Sechzehntelnote nach links. Das sorgt für eine kleine Variation, die den Part lebendig hält.

Eine Variation erstellen
Eine Variation erstellen

3. Eine Bassline hinzufügen

Lade auf einer neuen MIDI-Spur eine weitere Instanz von Kontakt 7. Öffne wieder FEEL IT und wähle dieses Mal das Preset Bass > Basic Batch.

Das Preset Basic Batch
Das Preset Basic Batch

Stell diese Spur auf -3 dB ein.

Das Preset Basic Batch abmischen
Das Preset Basic Batch abmischen

Sequenziere einen Part, der über acht Takte hinweg F1 zwischen jedem Beat spielt.

Der Basic Batch-Part
Der Basic Batch-Part

Zugegeben, das ist simpel – aber im Kontext des Tracks hält es den Groove am Laufen, während andere Elemente für musikalische Abwechslung sorgen.

4. Akkorde erstellen

Verleihen wir dem Track mehr Musikalität. Erstelle eine weitere Spur mit KONTAKT 7 und lade diesmal in FEEL IT das Preset Piano and Keys > Pianohaus.

Das Preset Pianohaus
Das Preset Pianohaus

Stell diese Spur auf -15 dB ein.

Das Preset Pianohaus abmischen
Das Preset Pianohaus abmischen

Bevor wir den Part einspielen, passen wir die Macros des Presets an: Stell Reso auf 0 %, Delay Mix auf 36 % und Reverb auf 35 % ein.

Die Macros von Pianohaus anpassen
Die Macros von Pianohaus anpassen

Sequenziere einen Part, der F-Moll auf der ersten, vierten, achten und zwölften Sechzehntelnote spielt, und G#-Moll auf der vorletzten Sechzehntelnote.

Der Pianohaus-Part
Der Pianohaus-Part

Loope diesen Part über die gesamten acht Takte der Sequenz.

Den Pianohaus-Part loopen
Den Pianohaus-Part loopen

5. Zusätzliche Instrumente hinzufügen

Bringen wir weitere Instrumente ins Spiel, um ein rundes Arrangement aufzubauen. Erstelle eine neue MIDI-Spur, lade erneut FEEL IT in KONTAKT 7 und wähle diesmal das Preset Bowed Strings > Deep Sided.

Das Preset Deep Sided
Das Preset Deep Sided

Stell diese Spur auf -23 dB ein.

Das Preset Deep Sided abmischen
Das Preset Deep Sided abmischen

Sequenziere das Preset so, dass es F6 über die gesamten sechs Takte hält.

Der Deep Sided-Part
Der Deep Sided-Part

Füge eine weitere Instanz von KONTAKT 7 hinzu und lade dieses Mal das FEEL IT-Preset Sequence > Wurm.

Das Preset Wurm
Das Preset Wurm

Stell diese Spur auf -15,5 dB ein.

Das Preset Wurm abmischen
Das Preset Wurm abmischen

Sequenziere einen F-Moll-Akkord, der über die gesamten acht Takte gehalten wird.

Der Wurm-Part
Der Wurm-Part

Fügen wir ein weiteres Instrument hinzu, das für noch mehr Abwechslung im Track sorgt. Lade erneut FEEL IT in KONTAKT 7 und wähle das Preset Synth Pad > Morticia.

Das Preset Morticia
Das Preset Morticia

Stell diese Spur auf -4,5 dB ein.

Das Preset Morticia abmischen
Das Preset Morticia abmischen

Kopiere diese viertaktige Sequenz.

Der Morticia-Part
Der Morticia-Part

Loope die viertaktige Sequenz, sodass sie über acht Takte läuft.

Den Morticia-Part loopen
Den Morticia-Part loopen

6. Samples und FX hinzufügen

Jetzt fehlen noch einige Samples, Fills und FX, um dem Arrangement den nötigen Drive zu geben. Öffne in KOMPLETE KONTROL Samples > One Shots > Vocal und ziehe Vocal Avenue.wav auf eine Audiospur.

Vocal Avenue platzieren
Vocal Avenue platzieren

Stell diese Spur auf -10,1 dB ein.

Vocal Avenue abmischen
Vocal Avenue abmischen

Pitche das Sample um 3 Halbtöne nach oben, damit es tonal zum Rest der Elemente passt. Wir nutzen hier den Complex Pro-Warp-Modus von Ableton Live, der die Formanten des Samples erhält – so bleibt der Vocal-Sound stets natürlich.

Vocal Avenue transponieren
Vocal Avenue transponieren

Füge jetzt einen Reverb-Effekt mit langer Decay-Zeit hinzu.

Reverb auf Vocal Avenue
Reverb auf Vocal Avenue

Öffne in KOMPLETE KONTROL den Ordner Samples > One Shots > Stab & Hit und zieh Stab Pony.wav auf einen Audio-Track.

Stab Pony positionieren
Stab Pony positionieren

Stell diesen Track auf -9,3 dB ein.

Lautstärke von Stab Pony anpassen
Lautstärke von Stab Pony anpassen

Transponiere dieses Sample um 3 Halbtöne nach unten.

Tuning von Stab Pony
Tuning von Stab Pony

Füge einen weiteren langen Reverb hinzu – diesmal mit einem vorgeschalteten Feedback-Delay, das auf Viertelnoten synchronisiert ist.

Effekte zu Stab Pony hinzufügen
Effekte zu Stab Pony hinzufügen
Lass uns ein Snare-Fill bauen. Lade eine weitere Instanz von KOMPLETE KONTROL auf einem neuen Track und navigiere diesmal zum Ordner Samples > Drums > Snare. Mach einen Doppelklick auf Snare Graphite, um das Sample zu laden.

Lass uns ein Snare-Fill bauen. Lade eine weitere Instanz von KOMPLETE KONTROL auf einem neuen Track und navigiere diesmal zum Ordner Samples > Drums > Snare. Mach einen Doppelklick auf Snare Graphite, um das Sample zu laden.

Snare Graphite als Sample laden
Snare Graphite als Sample laden

Stell diesen Track auf -12 dB ein.

Lautstärke von Snare Graphite anpassen
Lautstärke von Snare Graphite anpassen

Sequenziere am Ende der Sequenz einen eintaktigen Clip mit Snares auf Sechzehntelnoten. Um dem Fill etwas Swing zu verleihen, schalte die Rasterfunktion deiner DAW aus und verschiebe die Noten auf jedem zweiten Beat leicht nach rechts. Dadurch klingt der Rhythmus funkiger und weniger statisch.

Swing auf das Snare-Fill anwenden
Swing auf das Snare-Fill anwenden

Standortwechsel: Öffne in KOMPLETE KONTROL den Ordner Samples > One Shots > Analog FX und zieh FX Jibarito.wav auf einen neuen Audio-Track, genau auf den letzten Beat der Sequenz.

FX Jibarito positionieren
FX Jibarito positionieren

Stell diesen Track auf -10 dB ein.

Lautstärke von FX Jibarito anpassen
Lautstärke von FX Jibarito anpassen

Füge nun ein weiteres auf Viertelnoten synchronisiertes Delay und einen Reverb mit langer Decay-Zeit hinzu.

Delay und Reverb auf FX Jibarito
Delay und Reverb auf FX Jibarito

7. Das Arrangement erstellen

Wenn es um eine solide House-Struktur geht, kann der grundlegende Songaufbau eines House-Tracks etwa so aussehen: Intro – Strophe 1 – Build 1 – Drop 1 – Break – Strophe 2 – Build 2 – Drop 2 – Outro. Was die Track-Länge angeht, kannst du dich für die typische drei- bis vierminütige „Pop-Song“-Struktur entscheiden oder ambitionierter vorgehen und die Hörer*innen auf eine Reise mitnehmen, wie man sie eher aus dem Progressive-House-Genre kennt. Diesem durchdachten Stil wird zugeschrieben, House abseits des Mainstreams geführt zu haben – durch die Kombination von typischen Four-on-the-Floor-Rhythmen mit vergleichsweise langen, repetitiven Buildups und Vocals.

Hier ist ein Beispiel-Arrangement für deinen Track: Es basiert auf einem einfachen, DJ-freundlichen, beat-betonten Intro, das in einen Breakdown übergeht, in dem die Spannung aufgebaut wird, bevor Beats und Bass einsetzen.

Das gesamte Arrangement
Das gesamte Arrangement

Im Breakdown automatisieren wir den Cutoff des Pianos, um es langsam einzublenden. Diese Automation wird vor dem Übergang zum B-Teil wiederholt, damit es spannend bleibt.

Cutoff-Automation des Pianos
Cutoff-Automation des Pianos

8. Deinen House-Track mastern

Eine hervorragende Möglichkeit, ein professionell klingendes Master zu bekommen, ist iZotope Ozone 10 – insbesondere das Feature Master Assistant.

Ich habe den Ozone Maximizer auf den Master-Track gelegt und den Threshold auf -7 dB gesenkt, um die Dynamik des Signals zu reduzieren und dem Track mehr Wucht und Druck zu verleihen.

So klingt der fertige gemasterte House-Track:

Mehr braucht es nicht für einen treibenden House-Track!

Jetzt eigene House-Tracks produzieren

Hier hast du gesehen, wie du deinen eigenen House-Track von Grund auf produzierst. Wenn du noch tiefer einsteigen willst, sieh dir unsere Guides zum Thema Elektronische Musik produzieren und Grundlagen der Musikproduktion an.

Und wenn du bereit bist, deinen eigenen House-Track zu bauen, schau dir unbedingt das neue Play Series-Instrument FEEL IT sowie die Expansion HIGHER PLACE an, die für begrenzte Zeit im Bundle erhältlich sind.

Classic House-Sounds holen

Passende Produkte