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Erfahre, wie Andre Samuel und Daylight für den natürlichen, sauberen Sound auf Mon Rovîas Bloodline sorgten

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Andre Samuel Daylight

Als Andre Samuel und Produktionspartner Daylight begannen, gemeinsam an Mon Rovîas Bloodline zu arbeiten, wussten sie sofort, dass die Produktion viel Feingefühl erfordern würde. Indem sie die rohe, unverkennbare Energie von Mons Vocal-Takes in den Mittelpunkt stellten, schuf das Duo ein Album, das zugleich intim und weitläufig klingt.

Mit Andres Erfahrung in Rick Rubins legendären Shangri-La Studios und Daylights Arbeit mit namhaften Acts kombinierte das Duo eine erstklassige Hardware-Kette mit der chirurgischen Präzision der iZotope-Software. Egal, ob sie iZotope RX nutzten, um feine Mandolinen-Aufnahmen zu säubern, oder mit Insight 2 ihre Loudness-Level im Blick behielten – ihre Philosophie blieb immer gleich: Mons künstlerische Vision gibt den Ton an.

Wir haben uns mit dem Produzenten-Duo unterhalten – über ihre Philosophie, ihre liebsten Geheimtipp-Plug-ins und warum es am Ende die künstlerische Vision ist, die deinen Stil prägt.

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Welche Philosophie stand hinter dem Sound-Design und Mix von Bloodline?

Bei den Tracks, die wir produziert haben, war es uns besonders wichtig, alles so natürlich und organisch wie möglich zu halten. Mons Stimme ist so prägend und zentral für das Songwriting, dass die Produktion ihn gezielt ins Rampenlicht rücken sollte. Wir wollten In-the-Box-Bearbeitungen möglichst gering halten und mit den eingesetzten Plug-ins vollkommen transparent bleiben. Unsere Hardware-Ketten beim Tracking waren zwar umfangreich, aber präzise darauf abgestimmt, rohe, eindringliche Performances einzufangen. Bei all den unglaublichen Tools, die es heute gibt, übertreibt man es schnell und steht am Ende dem Künstler im Weg. Mon teilte unsere Vision, und so haben wir uns gegenseitig immer wieder auf dieses Ziel eingeschworen.

Könnt ihr uns einen Einblick in die Zusammenarbeit mit Mon Rovîa im Studio geben?

Mon gehört zu unseren absoluten Lieblingskollaborateuren, weil er eine unglaublich positive, herzliche Art hat. Die Vocals für „Oh Wide World“ und „Black Cauldron“ aufzunehmen, war das reinste Vergnügen. Ihm war es wichtig, die Authentizität der Songs zu bewahren, indem er ganze Takes am Stück einsang und Edits auf ein Minimum reduzierte. Was du auf dem Album hörst, ist im Grunde genau das, was wir damals im Raum gehört haben!

Daylight, Andre Samuel und Mon Rovîa
Andre Samuel, Daylight und Mon Rovîa

Gab es bei der Produktion des Albums eine besondere Herausforderung – und wie haben euch Tools von Native Instruments oder iZotope dabei geholfen?

Bloodline ist ein sehr organisches Album, und das Grundrauschen war eine echte Herausforderung, weil die Gitarren, Banjos und Mandolinen so intim und leise eingespielt wurden. Durch das Schichten dieser leisen Instrumente summierten sich die Nebengeräusche schnell – selbst in einem akustisch optimierten Studio. iZotope RX war unverzichtbar, um Störgeräusche, Knackser und Klicks zu entfernen, damit wir genau die Weite und Klarheit erzielen konnten, die wir haben wollten.

Im Mix sorgten viele Delays und Reverbs für ein überladenes Klangbild. Da war iZotope Cascadia ein echter Lebensretter – vor allem auf den Vocals. Das „Unmasking“-Feature brachte genau die Transparenz und Trennung, die wir so dringend brauchten.

Daylight, du hast bereits mit Acts wie Shawn Mendes und Fifth Harmony gearbeitet. Wie passt du deinen Produktionsstil an die Vision anderer Künstler*innen an?

Der erste Schritt ist, diese Vision wirklich zu verstehen. Wenn Künstler*innen sie klar formulieren können, ist das ideal – meistens experimentieren wir aber einfach gemeinsam, um sie herauszuarbeiten. Manchmal reicht es schon, eine Live-Show zu sehen: Zu wissen, ob da ein Live-Schlagzeug oder Gitarren auf der Bühne stehen, hilft mir enorm dabei, Produktionsentscheidungen einzuordnen. Ich tue alles, um die Stärken des Acts hervorzuheben. Und das bedeutet meistens, das eigene Ego komplett zurückzunehmen.

Andre, wie hat die Arbeit für Rick Rubin in den Shangri-La Studios deine Herangehensweise geprägt?

In Shangri-La habe ich gelernt, wie man Sessions auf höchstem Niveau und unter großem Druck meistert. Umgeben von Vintage-Konsolen entwickelte ich ein tiefes Verständnis dafür, großartige Sounds direkt an der Quelle einzufangen. Ich habe gelernt, eine Atmosphäre zu schaffen, in der der Song und die Künstler*innen absolut im Mittelpunkt stehen. Außerdem habe ich dort enge Freundschaften geschlossen – Menschen, die heute wie Familie für mich sind.

Andre Samuel und Daylight
Daylight und Andre Samuel

Was ist dein wichtigster Karrieretipp für Nachwuchsproduzent*innen?

Arbeite mit Freund*innen zusammen und mach Musik, die dich begeistert! Teil einer Community zu sein, bringt dich weiter als alles, was du im stillen Kämmerlein lernen kannst. Geschmack ist alles – und es hilft enorm, enge Freund*innen an deiner Seite zu haben, während du deinen Stil entwickelst. Ob du es glaubst oder nicht: Der Sprung von kleinen Projekten zu großen Stars ist oft viel kleiner, als man denkt.

Wann bleibt ihr bei bewährten Tools und wann probiert ihr neue Workflows aus?

Wir testen ständig neue Plug-ins, einfach weil wir den Prozess lieben. So bleibt die Arbeit frisch und spannend. In Sessions arbeiten wir allerdings sehr schnell, um den kreativen Fluss der Beteiligten nicht auszubremsen. Unsere Hardware-Ketten fürs Tracking richten wir im Vorfeld ein – so können wir uns auf die Qualität verlassen. Gute Tools verdienen sich ihren Platz in unserem Setup.

In der Musikproduktion geht der Trend bei vielen Tools heute in Richtung Alleskönner. Das ist zwar praktisch für monotone Aufgaben wie das Bearbeiten von Zischlauten, aber bei kreativen Entscheidungen bleibt die menschliche Note unverzichtbar. Deine Entscheidungen machen deinen Stil aus – und genau dafür engagiert man dich.

Andre Samuel und Daylight im Studio
Daylight und Andre Samuel im Studio

Auf welche Tools von NI oder iZotope könntet ihr keinesfalls verzichten?

  • RX: Unser Restaurierungs-Tool für die einsame Insel, das uns schon tausendmal gerettet hat.
  • Insight 2: Nutzen wir jeden Tag, um Hardware zu kalibrieren und Loudness-Level im Blick zu behalten.
  • Raum: Ein echter Geheimtipp für gigantischen Reverb – besonders genial, wenn man das Pre-Delay auf eine Sechzehntelnote einstellt.

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Vom Einfangen intimer, roher Performances bis zum Feinschliff mit branchenführenden Restaurierungs-Tools beweisen Daylight und Andre: Bei einer großartigen Produktion geht es um weit mehr als Technik – es geht darum, das Menschliche zu bewahren. Mit Tools wie iZotope RX für Klarheit und Raum für Weite stellen sie sicher, dass die Vision der Künstler*innen stets im Mittelpunkt steht.

Wir hoffen, dieses Interview inspiriert dich und erinnert dich daran, dass es deine kreativen Entscheidungen sind, die deinen Sound wirklich ausmachen.

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