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8 kostenlose, futuristische Ensembles für REAKTOR

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8 free, futuristic-sounding ensembles for REAKTOR

Der Sound der Zukunft ist das Ergebnis künstlerischer Prozesse und Intentionen – und die kostenlosen Ensembles der REAKTOR User Library inspirieren und prägen Genres am Rande unseres musikalischen „Ereignishorizonts“ kontinuierlich weiter. Ob weniger bekannte Methoden wie Granular- oder Wavetable-Synthese oder obskure Sequencing-Ideen: Die folgende Auswahl bricht mit den gängigen Konventionen der Vergangenheit und hilft uns dabei, mögliche Zukünfte durch das Prisma unbegrenzter Möglichkeiten neu zu denken.

Newscool

Bedienoberfläche des generativen Synthesizer- und Sequencer-Ensembles Newscool in Reaktor

Wenn ein einziges REAKTOR-Ensemble eine Auszeichnung für das „Lebenswerk im Futurismus“ verdient hätte, dann wäre es der originale Newscool-Synth. Fast 20 Jahre alt, bleibt dieser beeindruckende Hybrid aus Synth und Sequencer eigenwillig und mitreißend musikalisch. Das originale Ensemble enthielt Gast-Patches von Künstler*innen wie Âme und klingt bis heute wie das Fundament für einen kompletten Backing-Track im Stile von Thom Yorke.

Ausgestattet mit einem bahnbrechenden Sequencer, der auf dem legendären „Life“-Sequencer des Mathe-Genies John Conway aus den 70er-Jahren basiert, sind die resultierenden Audio-Pattern schlichtweg spektakulär.

Perfekt abgestimmt auf breite perkussive Bleeps und Bloops, erinnern die geladenen Snapshots an feinste modulare Electronica. Für die Windowlicker unter uns ist dieses Ensemble absolute Electronic-Royalty – gleichermaßen geeignet für verglitchten Minimal Tech und dystopisches Trap-Sound-Design. User-Library-Größen wie Micael Dörfler haben diesem zeitlosen Ensemble ihre eigene Handschrift verpasst, etwa mit Veröffentlichungen wie Tripbox Three.

Newscool ist Teil der REAKTOR Factory Library – mehr Infos dazu gibt es hier.

Logic Generative Foldbeat

Modulares Techno-System Logic Generative Foldbeat, gebaut mit Reaktor Blocks

Demetriades Panos' Faible für anspruchsvolle IDM ist bei seinem „generativen Techno-System“ unüberhörbar. Erstellt in REAKTOR 6 und mit dem vollen Potenzial von REAKTOR BLOCKS ausgestattet, liefert eine imposante Anordnung von Wahrscheinlichkeitsmaschinen, Oszillatoren und Filtern ein riesiges Arsenal an generativem Future-Funk.

Für alle, die sich davon erst einmal überwältigt fühlen: Seine eindrucksvolle Auswahl an User-Snapshots bietet hunderte schraubbare Klang-Wurmlöcher in andere Dimensionen. Schon ein einzelnes Patch reicht problemlos als Fundament für einen ganzen Track.

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DevineWavetable Synth

Bedienoberfläche des Ensembles DevineWavetable Synth für Reaktor von Richard Devine

Vor einigen Jahren auf dem ADE Native Sessions-Panel vorgestellt, erinnert uns der DevineWavetable Synth einmal mehr daran, warum Richard Devine zu den zukunftsgewandtesten und sympathischsten Sound-Designer*innen der Szene gehört. Seine clevere Schöpfung erzeugt überirdische Texturen durch die Kombination von User-Library-Blocks und Oszillatoren. Vergiss das Fachchinesisch: Das hier ist zeitgenössisches Sound-Design in seiner elegantesten Form.

Intuitive Regler lassen die enthaltenen Snapshots zu opulenten generativen Variationen oder roboterhafter Bedrohlichkeit aufblühen.

Auch dieses Ensemble schlägt mühelos die Brücke von filmischem Sound-Design bis hin zu Future-Beats und Soul.

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DevineAcid

Bedienoberfläche des Ensembles DevineAcid für Rhythmus und Percussion in Reaktor

Ein weiteres Experiment von Richard Devine: DevineAcid ist eine abstrakte Rhythmus- und Acid-Percussion-Machine. Schon mit wenigen definierten Parametern knurrt und poppt sich dieses Ensemble seinen Weg in polyrhythmische Techno-Magie – unter Einsatz feinster Module der Euro Reakt-Kollektion für REAKTOR BLOCKS. Eine klare Hommage an die Warehouse-Pionier*innen vergangener Tage – und dennoch eine Acid-Box direkt aus der Zukunft.

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Grip Cloud Synth

Bedienoberfläche des Granular-Synthesizers Grip Cloud Synth in Reaktor

Granularsynthese erlebt zweifellos eine absolute Hochphase. Als Syntheseform einst durch Cyborg-Vocal-Effekte im EDM-Bereich wieder populär geworden, fühlen sich ihre organischeren Facetten in Ambient und experimenteller Musik ebenso zu Hause.

Grip Cloud Synth ist für schimmernde, vierdimensionale Texturen und spektrales Sound-Design wie aus einer Ridley-Scott-Zukunftsvision geschaffen. Die neueste Version von Grip lässt sich spielend leicht in MASCHINE einbinden und eignet sich sogar zum Granularisieren eigener Live-Eingangssignale.

Auch Korrel ist eine lohnenswerte Entdeckung in der Reaktor User Library: ein granularer Playback-Sampler und einer der wenigen mit unkomplizierter Drag-and-Drop-Funktion. Ziehe einfach dein Audiomaterial per Drag-and-Drop in den Player und granularisiere drauflos. Simpel, durchschlagskräftig und ein großartiger Einstieg in die Granularsynthese.

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MWave 2

MWave 2 Wavetable-Synthesizer-Ensemble mit Retro-LCD-Display in Reaktor

Da Wavetable-Synthese (wie sie etwa in Massive X zelebriert wird) immer beliebter wird, überrascht es nicht, dass in der User Library jede Menge Re-Interpretationen klassischer retro-futuristischer Hardware entstehen. MWave von Yerry Feldstein ist von einem klassischen digital-analogen Hardware-Gerät von Waldorf inspiriert. Wer dem aktuellen Electronica-Revival verfallen ist, wird hier fündig: Hinter der emulierten LCD-Oberfläche strahlen und phasieren digitale Klänge im Hall-Glanz.

Fans von Oneohtrix Point Never, Actress und Dedekind Cut dürfen sich freuen: Dieses Ensemble balanciert funkelnde digitale DNA mit unheimlicher, teflonbeschichteter Hypnagogie. Snapshot-Bänke wie die Auswahl „Macrowave“ wecken Erinnerungen an sonderbare Zukunftsvisionen aus dem Jahr 1994.

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Shaolin Ju-01

Bedienoberfläche des Bass-Synthesizer-Ensembles Shaolin Ju-01 in Reaktor

Angesichts unserer Fixierung auf Retro-Sounds in Drum and Bass lohnt es sich, daran zu erinnern, dass die berühmt-berüchtigten Bass-Boxen im „xox“-Stil zur Zeit ihrer Markteinführung eigentlich futuristische Emulationen sein sollten.

Shaolin Ju-01 ist ein Ensemble für Jump-Up-Drum-and-Bass-Sounds – und könnte sich durchaus zur künftigen „xox“ für Crate-Digger entwickeln. Sein charakterstarker Sound pulsiert mit analoger Attitüde und klingt wie die faszinierende Kreuzung aus einem Arcade-Game und einem staubigen Transistor-Synth.

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Bleat

Bedienoberfläche des experimentellen modularen Synthesizer-Ensembles Bleat in Reaktor

Von einer Userin bereits in einem bekannten Videospiel-Soundtrack aus dem Jahr 2016 entdeckt, genießt Bleat höchste Anerkennung in der Sound-Design-Elite. Ein täuschend simples Interface ermöglicht eine enorme klangliche Bandbreite – von rhythmischem Bass-Grollen über harmonische Schreie bis hin zu Cyborg-Turntablist-Scratches und mehr. Gemappt auf einen Controller wird diese Zukunft intuitiv und hands-on – und überlebt womöglich jede kulturelle Apokalypse.

Regler mit Namen wie „rubber“, „soil“ und „glee“ zeugen von der eigenwilligen Fantasie des Entwicklers Colugo und seiner Begeisterung für chaotische modulare Synthese. Mit etwas Feinschliff meckert dieses Ensemble unterirdische Zukunfts-Atmosphären und bisher ungeahnte klangliche Paranoia heraus.

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Besondere Erwähnung – Cal Scott und Karl White

Bedienoberfläche des generativen Klangkunst-Ensembles Diadem of Alien Wizardry II in Reaktor

Cal Scott baut weniger musikalische Ensembles als vielmehr geradezu generative, empfindungsfähige „Kunstprojekte“ – inklusive einiger bemerkenswerter Hacks klassischer (mittlerweile eingestellter) Ensembles. Sein Diadem of Alien Wizadry II verfügt über eine „Alien IKDEA Engine“ und wurde „aus einer seltenen Form von grünem Granit geschmiedet, der nur auf einem einzigen Berg auf ihrem geheimnisvollen Planeten vorkommt.“ Sun Ra hätte das sicher gefallen.

Kombiniere das mit einem Ensemble wie Karl Whites Vocal-Glitch Hop Automator, und du hast das perfekte Rezept für futuristisches Chaos.

Auch wenn sie oft so unkonventionell sind, dass sie an der Grenze zur Unbrauchbarkeit kratzen: Scotts und Whites Zukunftsvisionen erinnern eindringlich daran, dass wir den Mut haben müssen, das „Unmögliche“ zu wagen, um unsere Zukunft zu sichern.

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