Rap ist eines der erfolgreichsten und beliebtesten Musikgenres aller Zeiten. In den 1970er-Jahren von Schwarzen Künstler*innen in der South Bronx erfunden, trat er seinen weltweiten Siegeszug an. Die Grundzutaten von Rap sind denkbar einfach: rhythmisch gesprochene Vocals und ein HipHop-Beat. Doch über die fünf Jahrzehnte währende Geschichte des Rap wurden diese Elemente auf unzählige Arten neu interpretiert – und brachten die verschiedensten, faszinierendsten Rap-Genres hervor.
In diesem Artikel stellen wir dir die 20 wichtigsten Rap-Styles vor, die HipHop geprägt haben. Manche klingen rau und ungeschliffen, andere glattgebügelt und partytauglich. Einige dominierten die Charts, während andere in Nischen-Communitys einzelner Städte verwurzelt sind. All diese Rap-Genres spielten eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des Rap, erweiterten die klanglichen Grenzen des Genres und brachten aufregende neue HipHop-Sounds hervor.
Zu den Abschnitten:
- Wie viele Arten von Rap gibt es?
- Was zeichnet das Genre Rap aus?
- Was macht Rap zu einem Genre?
- Was sind die drei wichtigsten Subgenres des HipHop?
- Die 20 wichtigsten Rap-Genres, die HipHop geprägt haben
- Entdecke Rap-Genres für deine eigene Musik
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Wie viele Arten von Rap gibt es?
Wie viele Arten von Rap es genau gibt, lässt sich kaum beziffern. Dutzende verschiedene Rap-Genres ließen sich aufzählen: von Gute-Laune-Old-School über schaurigen Horrorcore bis hin zu Crossover-Pop-Rap und vielem mehr. Rap ist eines der populärsten Musikgenres aller Zeiten und hat in seiner 50-jährigen Geschichte unzählige Formen angenommen. In diesem Artikel stellen wir dir die 20 wichtigsten Rap-Genres vor.
Was zeichnet das Genre Rap aus?
Rap ist ein von Schwarzen Musiker*innen in den USA entwickeltes Musikgenre, bei dem rhythmisch gesprochene Vocals im Mittelpunkt stehen. Über diese grundlegende Definition hinaus haben sich im Laufe der Jahre zahllose Spielarten entwickelt. Rap kann treibend oder entspannt sein, aggressiv oder sanft, jazzig und sample-basiert oder futuristisch und synthie-lastig. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Vielfalt der Rap-Genres.
Was macht Rap zu einem Genre?
Rap ist ein eigenes Genre, weil seine Schlüsselelemente unverwechselbar sind: rhythmisch gesprochene Vocals und HipHop-Beats. Diese Elemente sind so kraftvoll und originell, dass sie sich weltweit durchgesetzt haben – und Rap zu einem der erfolgreichsten Musikgenres aller Zeiten machten.
Was sind die drei wichtigsten Subgenres des HipHop?
HipHop lässt sich in unzählige Subgenres unterteilen. Die drei bedeutendsten orientieren sich jedoch an den drei Regionen der USA, die für Rap am wichtigsten sind: East Coast, West Coast und der Süden. Jedes dieser drei Subgenres lässt sich wiederum in verschiedene Rap-Styles aufteilen. So ist die East Coast berühmt für den rauen Sound von Boom-Bap. Die West Coast brachte den geschmeidigen, lässigen G-Funk hervor. Und aus dem Süden stammen unverwechselbare Rap-Genres wie Bounce und Crunk.
Die 20 wichtigsten Rap-Genres, die HipHop geprägt haben
1. Old School
In der Anfangszeit war Rap noch nicht in einzelne Genres unterteilt. Die Grundlagen der Musik wurden erst gelegt, und ständig entstanden neue Ideen. Später sollten Rap-Fans diese prägenden Anfangsjahre als „Old School“-Ära bezeichnen. Wir nutzen den Begriff hier als Sammelbezeichnung für die Entwicklung des Genres von den 1970er- bis in die 1980er-Jahre.
DJ Kool Herc erfand die Rap-Musik bei seinen Auftritten auf Blockpartys in der New Yorker Bronx. Früher Rap war Partymusik: Rapper*innen flowten unkomplizierte Reime über Loops von Disco-Platten. Das wohl berühmteste Beispiel ist „Rapper’s Delight“ von The Sugarhill Gang aus dem Jahr 1979, das auf einem Loop aus Chics Disco-Hit „Good Times“ basierte. Diese Form des Old-School-Rap wird manchmal auch als Disco-Rap bezeichnet.
Später hielten neue Technologien wie die Drum-Machine Einzug, um einen härteren, futuristischeren Sound zu erschaffen. Afrika Bambaataa & The Soulsonic Forces Hit „Planet Rock“ aus dem Jahr 1982 ließ sich von der europäischen Synth-Gruppe Kraftwerk inspirieren – und begründete damit nicht nur das Electro-Genre, sondern trieb auch Rap entscheidend voran.
Mit der Weiterentwicklung von Rap schlugen die Texte düsterere, sozialkritischere Töne an. „The Message“ von Grandmaster Flash & The Furious Five (ebenfalls von 1982) schildert das Leben und die Armut in den US-amerikanischen Innenstädten. Im Lauf der Jahre feierte Rap ausgelassene Partys genauso wie er harte gesellschaftliche Themen anpackte. Wie wir noch sehen werden, verbinden die verschiedenen Rap-Genres Spaß und schonungslosen Realismus auf ganz unterschiedliche Weise.
2. Boom-Bap
Viele Rap-Genres lassen sich auf eine bestimmte Region der USA zurückführen. Da Rap in New York geboren wurde, überrascht es nicht, dass viele der prägendsten Genres von der East Coast stammen. Boom-Bap ist vielleicht das gefeiertste davon. Seine Blütezeit erlebte er von den späten 1980ern bis in die frühen 1990er-Jahre – für viele steht der Boom-Bap-Sound schlechthin für das goldene Zeitalter des Rap.
Der Name ist Programm: Boom-Bap zeichnet sich durch einen wuchtigen Drum-Beat mit akustischen Kicks und Snares aus – typischerweise von alten Soul- und Funk-Platten gesampelt und für maximale Durchschlagskraft bearbeitet. Boom-Bap-Tracks sind meist minimalistisch aufgebaut, rücken Drums und Vocals in den Vordergrund und setzen stark auf Samples. Der raue, ungeschliffene Charakter eines Boom-Bap-Beats prägte den unverwechselbaren Sound der East Coast – im klaren Kontrast zu den weicheren Klängen von West-Coast-Genres wie G-Funk (auf den wir weiter unten eingehen).
Legendäre New Yorker Rap-Crews wie der Wu-Tang Clan und Mobb Deep prägten den Boom-Bap-Sound maßgeblich. Auch KRS-One trug mit seinem 1993er-Album Return of the Boom Bap entscheidend dazu bei, das Genre populär zu machen.
Boom-Bap gehört zu den beliebtesten Rap-Genres überhaupt, und sein Einfluss hallt bis heute im modernen Rap nach. Wenn du selbst in Boom-Bap eintauchen möchtest, kannst du mit unserem Empire Breaks Play Series-Instrument klassisch gesampelte Drums erkunden oder dir Boom-Bap-inspirierte Sample-Packs wie Basement Era und Borough Chops holen.
3. Gangsta-Rap
Wie Grandmaster Flashs „The Message“ bewies, war gesellschaftlicher Kommentar schon früh fester Bestandteil von Rap. Ab den späten 1980er-Jahren begannen Rapper*innen, Themen wie Kriminalität und Konflikte noch expliziter anzusprechen – oft schlüpften sie dabei in die Rollen von Gangstern und Street-Hustlern.
Gangsta-Rap-Pionier Ice-T wurde in New Jersey geboren, zog aber als Teenager nach Los Angeles. Gangsta-Rapper*innen gab es überall in den USA, und das Genre nahm im Laufe der Jahre verschiedenste Sounds an – von rauem Boom-Bap bis hin zu geschmeidigem G-Funk und darüber hinaus. Dennoch wird dieses Rap-Genre am stärksten mit der West Coast verbunden.
Gangsta-Rap-Tracks wie „Fuck Tha Police“ von N.W.A. (1988) und „AmeriKKKa’s Most Wanted“ von Ice Cube (1990) sorgten für heftige Kontroversen und veränderten die US-amerikanische Popkultur nachhaltig. Sie zeigen auch die Vielschichtigkeit des Genres: Während viele Gangsta-Rapper*innen vorwarfen, Kriminalität zu verherrlichen, übten die Künstler*innen zugleich lautstarke Kritik an rassistischer Polizeigewalt und anderen Missständen in der Gesellschaft.
4. G-Funk
G-Funk entwickelte sich aus dem Gangsta-Rap der West Coast und wurde zu einer der erfolgreichsten Spielarten der Rap-Musik überhaupt. Das ehemalige N.W.A-Mitglied Dr. Dre begründete das Genre 1992 mit seinem Album The Chronic und bewies damit, dass die rauen Themen des Gangsta-Rap absolut charttauglich waren. Death Row Records, das Dre gemeinsam mit Suge Knight gründete, stieg zu einer der einflussreichsten Rap-Institutionen aller Zeiten auf und brachte G-Funk-Größen wie Snoop Dogg und 2Pac hervor.
Die Innovation von G-Funk bestand darin, Rap geschmeidiger zu machen. Der Name leitet sich von P-Funk ab – dem psychedelischen 70er-Jahre-Funk von Bands wie Parliament und Funkadelic. G-Funk setzte auf laid-back Grooves und gefühlvolle Synth-Leads. Das bedeutete oft, mit echten Musiker*innen statt Samples zu arbeiten, was zu einem saubereren, volleren Sound führte. Die schneidenden, melodischen Synth-Leads in Snoop Doggs „Gin And Juice“ sind ein ikonisches Markenzeichen des Genres.
Auch inhaltlich grenzte sich G-Funk vom klassischen Gangsta-Rap ab: Statt des harten Hustles auf der Straße standen Partys und das High-Sein im Mittelpunkt. Das ausgelassene Hausparty-Video zu Dres „Nuthin’ But A “G” Thang“ fängt den typischen G-Funk-Vibe perfekt ein. In gewisser Hinsicht knüpfte G-Funk damit wieder an die Feel-Good-Stimmung des frühen Disco-Rap an – behielt aber einen düsteren Unterton, der die gesellschaftlichen Umbrüche in den USA der 80er- und frühen 90er-Jahre widerspiegelte.
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5. Dirty South
Bei Rap dreht sich nicht alles nur um East und West: Auch der Süden der USA leistete entscheidende Beiträge zur Evolution des Rap. Unter dem Sammelbegriff Dirty South entstanden im gesamten Süden großartige Rap-Genres – allen voran in Atlanta, New Orleans, Texas und Florida.
Es dauerte eine Weile, bis sich Rapper*innen aus dem Süden im dominanten Schlagabtausch zwischen East und West Gehör verschaffen konnten. Doch ab den frühen 90ern schlugen Acts wie die Geto Boys (aus Houston) und OutKast (Atlanta) hohe Wellen. Sie spiegelten die reiche Kultur des Südens in einem souligen, vielschichtigen Sound wider: Blues- und Gospel-Einflüsse waren unverkennbar, und Live-Musiker*innen verliehen der Musik noch mehr Groove.
In anderen Teilen der Südstaaten zeichnete sich Rap durch einen treibenden Party-Sound aus – wie etwa im Subgenre Miami Bass, das auf knackige Rhythmen von Drum-Machines setzte und das von Afrika Bambaataa begründete Electro-Genre weiterentwickelte.
Dirty South gehört zu den einflussreichsten Rap-Genres aller Zeiten, und sein Sound prägt Rap-Musik bis heute. Hol dir diesen Southern Soul in deine eigenen Tracks mit der Headland Flow Expansion – vollgepackt mit bluesigen Bässen, Keys und funky Breaks für den authentischen Dirty-South-Flavor.
6. Jazz-Rap
Jazz und Rap: zwei der prägendsten Genres afroamerikanischer Musikkultur. Eine Kombination lag daher nahe – und viele der einflussreichsten Rap-Größen haben genau das getan. Jazz-Rap lässt sich weder auf einen einzigen Ort noch auf eine bestimmte Ära festlegen. Vielmehr ist die Verbindung beider Genres eine Strömung, die in der HipHop-Geschichte immer wieder neu auflebt.
A Tribe Called Quest legten die Messlatte für Jazz-Rap mit ihrem 1991er-Album Low End Theory extrem hoch. Die Band kombinierte meisterhaftes Jazz-Sampling mit cleveren Texten und krönte damit ein goldenes Jazz-Rap-Zeitalter, das auch Acts wie Digable Planets und die Jungle Brothers hervorbrachte.
Ende der 90er-Jahre flaute die Jazz-Rap-Welle etwas ab, verschwand aber nie ganz. Die eigensinnigen Beatmaker Madlib und MF DOOM ließen das Genre in den 2000er-Jahren wieder aufleben und schufen mit Madvillainy (2004) eines der legendärsten Jazz-Rap-Alben überhaupt.
Detroit war eine zentrale Hochburg des Jazz-Rap: Produzenten wie J Dilla führten das Jazz-Sampling in den 90er-Jahren in völlig neue Richtungen. Schlagzeuger Karriem Riggins ist eine Schlüsselfigur dieser Szene – und dank Karriem Riggins Drums kannst auch du seinen unverkennbaren Groove in deine eigenen Produktionen holen. Native Instruments bietet dir zudem jede Menge Expansions für deine Jazz-Rap-Samples: Entdecke die Rare Vibrations Expansion für warme Jazz-Sounds und die Crate Cuts Expansion für eine Reise durch die samplelastige Klangwelt von Madlib und MF DOOM.
7. Conscious Rap
Conscious Rap ist ein Rap-Stil, der sich mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Conscious-Rapper*innen setzen sich häufig für Black Empowerment ein, kritisieren rassistische Ungerechtigkeiten sowie soziale und wirtschaftliche Ungleichheit. Oft hinterfragen sie auch die Hustler-Attitüde des Gangsta-Rap.
Conscious Rap zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des HipHop. Ice Cube wird zwar meist mit Gangsta-Rap in Verbindung gebracht, schrieb aber auch Songs gegen Polizeigewalt, die man durchaus als Conscious Rap bezeichnen kann – wie etwa „Dead Homiez“ aus dem Jahr 1990.
In den 90er-Jahren prägten vor allem Acts wie Common aus Chicago sowie Mos Def und Talib Kweli aus New York den Conscious Rap. Alle drei sind auf „Respiration“ zu hören – einem Track, der die Härten des Lebens in New York City schonungslos thematisiert.
Conscious Rap ist im modernen HipHop lebendiger denn je. Wann immer Rapper*innen soziale Ungleichheit oder Polizeigewalt ansprechen, greifen sie den Spirit des Conscious Rap auf. Kendrick Lamar, einer der gefeiertsten Rapper unserer Zeit, hat das Genre auf ein neues Level gehoben und liefert in seinen Versen messerscharfe politische Analysen.Stehst du auf den Golden-Era-Conscious-HipHop von Mos Def und Talib Kweli? Dann schau dir die Hazy Days Expansion an: Sie liefert dir über hundert authentische Kits, die perfekt für soulige Rap-Produktionen sind.
8. New Orleans Bounce
Bevor Southern Rap die Musikwelt eroberte, gab es Bounce. Dieser tanzbare Rap-Stil entstand in den Wohnsiedlungen von New Orleans. Er legte das Fundament für spätere Südstaaten-Genres wie den Atlanta Crunk (in dem oft Chants aus Bounce-Tracks gesampelt wurden).
Bounce fängt die unbeschwerte Feel-Good-Energie von DJ Kool Hercs legendären HipHop-Blockpartys ein. Seine treibenden Breakbeats und Call-and-Response-Chants fordern zum Tanzen auf statt zum Grübeln. Hör dir diesen frühen Bounce-Hit von DJ Jubilee an – dem selbsternannten „King of Bounce“ –, der statt auf tiefgründige Lyrics oder brachiale Bässe voll auf eingängige, repetitive Chants setzt.
Bounce zeigt, wie schmal der Grat zwischen Rap und Club-Musik sein kann – eine Tatsache, die auch andere regionale Genres wie Jersey Club und Baltimore Club unterstreichen. Gleichzeitig bietet Bounce eine wichtige Plattform für Frauen und queere Künstler*innen im Rap. Die queere Rap-Ikone Big Freedia trug maßgeblich zum Durchbruch des Genres bei – ihre Stimme sampelte später sogar Beyoncé auf „Break My Soul“.
9. Horrorcore
Horrorcore ist der düstere Gegenpol zu Conscious Rap. Dieser Style konzentriert sich auf grausame, grenzüberschreitende Themen, um das Publikum zu verstören und zu schockieren. Seine Wurzeln liegen in den Südstaaten, wo die Gruppe Three 6 Mafia aus Memphis den Blueprint lieferte. Tracks wie „Fuck Wit Dis Click“ kombinierten melancholische Beats, die an Horrorfilm-Soundtracks erinnerten, mit extrem gewalttätigen Texten. Selbst Fans, die an harten Gangsta-Rap gewöhnt waren, brachte Horrorcore noch aus der Fassung.
Seitdem taucht Horrorcore in der Rap-Kultur immer wieder auf. Wenn Rapper*innen das Bedürfnis verspüren, die Hörerschaft mit möglichst verstörenden Reimen zu schockieren, fällt das oft unter Horrorcore. Der wohl bekannteste Vertreter dieses Genres ist der Detroiter Rapper Eminem, der 1999 mit seiner bahnbrechenden Slim Shady LP Vorstadteltern schockierte und Rap von Grund auf neu definierte.
In jüngerer Zeit trat Tyler, The Creator von Odd Future in diese Fußstapfen und bewies, dass es immer wieder neue Möglichkeiten gibt, Hörer*innen zu schockieren.
10. Crunk
Crunk ist ein wildes Rap-Hybrid-Genre, das so nur in den Südstaaten entstehen konnte. Es verbindet die Party-Chants des Bounce mit dem düsteren Tonfall von Horrorcore im Stile von Three 6 Mafia zu einer aufrührerischen, unwiderstehlichen Version von Party-Rap. Anfang der 2000er-Jahre feierte Crunk enorme Chart-Erfolge und wurde zu einer der kommerziell stärksten Spielarten des Rap.
Die harten Beats und aufdringlichen Synths von Crunk nahmen das Trap-Genre vorweg, das wenige Jahre später die Rap-Welt erobern sollte. Doch das markanteste Merkmal von Crunk sind die Vocals: raue, geschriene Hooks, die gleichzeitig mitreißend und aggressiv klingen. Die bekannteste Stimme des Crunk, Lil Jon, zeichnet für einige der größten Hits des Genres verantwortlich – wie etwa „Get Low“ aus dem Jahr 2002.
Auch Three 6 Mafia stiegen auf den Crunk-Zug auf und verwandelten ihren düsteren Horrorcore in einen treibenderen, clubtauglichen Sound.
Den endgültigen Durchbruch im Mainstream feierte Crunk 2004 mit Ushers Song „Yeah!“, der Lil Jons markante Shouts als Hook nutzte und zu einem der größten Charthits des Jahrzehnts wurde.
Wir haben diesen Übergang von Crunk in den Mainstream in unserer Golden Kingdom Expansion eingefangen: Sie kombiniert den Spirit des Southern HipHop mit EDM-Synths und liefert dir alle Samples, die du für einen wuchtigen, chartreifen Rap-Sound brauchst.
11. Hyphy
Die Südstaaten hatten kein Monopol auf energiegeladene Rap-Genres: Während Memphis Crunk hervorbrachte, entstand in der San Francisco Bay Area Hyphy. Der Begriff leitet sich vom Slang-Wort für „hyperactive“ ab und wurde vom Genre-Pionier Keak Da Sneak geprägt. Er beschreibt dieses einzigartige Genre perfekt: Upbeat-Rhythmen, drückende Bässe und chaotische Vocals mit Shouts, stolpernden Rhythmen und wortlosen Chants. Wie Crunk macht auch Hyphy extrem viel Spaß – und klingt dabei herrlich unberechenbar.
Hyphy formierte sich in den 1990er-Jahren und erlebte Mitte der 2000er seinen kommerziellen Durchbruch. E-40s „Tell Me When To Go“ markierte den Höhepunkt dieser Welle – mit einer Mischung aus geflüsterten und geschrienen Vocals, die den Track zu einem der eigenwilligsten Rap-Hits jener Zeit machten.
Hyphy prägte später auch den „Ratchet“-Stil von DJ Mustard und damit den Sound erfolgreicher Party-Rap-Tracks der 2010er-Jahre. Der ansteckende Beat von Tygas „Rack City“ zeigt eindrucksvoll, wie Hyphy die Rap-Kultur nachhaltig beeinflusst hat.
12. Chopped and Screwed
Chopped and Screwed ist weniger ein klassisches Rap-Genre als vielmehr ein ästhetisches Konzept. Während Party-Rap-Genres wie Crunk und Hyphy das Tempo anzogen, um die Crowd zum Tanzen zu bringen, ging DJ Screw aus Houston den umgekehrten Weg: Inspiriert von der betäubenden Wirkung von „Purple Drank“ (einem Mix aus Hustensaft und Limonade), verlangsamte DJ Screw Rap-Tracks radikal.
Ein breites Publikum erreichte DJ Screw 1994 mit seinem Album 3 ‘n The Mornin’: Darauf remixte er Tracks von Dr. Dre, Ice Cube und vielen weiteren, indem er die Tonhöhe drastisch nach unten pitchte und Passagen loopte, um daraus hypnotische neue Klangwelten zu erschaffen.
DJ Screw produzierte in seinem einzigartigen Stil über 350 Mixtapes, bevor er im Jahr 2000 an einer Überdosis Codein verstarb. Dabei inspirierte er Generationen von Producer*innen auf der Suche nach neuen Räumen und Grooves im Rap. In den späten 2000er-Jahren kombinierte das Genre Cloud Rap ein Chopped-and-Screwed-Gefühl mit verträumten Synths – ein ganz neuer Twist für Rap. In jüngerer Zeit setzt der Trend „Slowed + Reverb“ das Erbe von DJ Screw fort: Rap- und Pop-Songs werden verlangsamt, um sie in einem völlig neuen Licht erstrahlen zu lassen.
13. Trap
Trap ist vielleicht das einflussreichste Rap-Genre der letzten beiden Jahrzehnte. Wann immer du in einem Rap- oder Pop-Track dröhnende 808-Bässe, ratternde Hi-Hats oder stotternde Triolen-Beats hörst, hast du das Trap zu verdanken.
Ursprünglich stammt auch Trap aus den US-Südstaaten. Die Rapper T.I., Jeezy und Gucci Mane leisteten in Atlanta Pionierarbeit. Der Name geht auf das sogenannte „Trap House“ zurück – ein Gebäude, in dem Drogen verkauft werden. Textlich war Trap ein schonungsloses Update des Gangsta-Rap, voller Geschichten über Street-Hustling und Drogenhandel.
Seinen Siegeszug durch die Charts trat Trap erst einige Jahre später an. Producer Lex Luger machte den Sound populär, indem er 2010 und 2011 über 200 Tracks in diesem Stil produzierte. Er schuf eine geradlinige Version von Trap und konzentrierte sich dabei auf die markantesten und am leichtesten übertragbaren Elemente des Genres. Zu hören ist Lex Lugers Stil auf Waka Flocka Flames 2010er-Album Flockaveli, wo seine wuchtigen Beats und dramatischen Bläser-Samples die perfekte Ergänzung zu Flockas konfrontativen Texten bilden.
EDM-Producer*innen griffen diese Trap-Version begeistert auf. Mit dem Fokus auf wummernde Bässe und synkopierte Rhythmen verwandelten Producer wie Baauer und DJ Snake Trap in ein tanzbares Instrumental-Genre, das in den 2010er-Jahren Clubs und Festivals füllte.
In den 2020er-Jahren ist der Einfluss von Trap ungebrochen. Pop-Größen von Cardi B bis Ariana Grande lassen sich von diesem Sound inspirieren. Das Genre hat sogar Subgenres hervorgebracht, die die Charts dominierten – wie den „Country Trap“ in „Old Town Road“ von Lil Nas X.
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14. Chicago Drill
Drill ist eine langsamere, düsterere Variante von Trap. Entstanden Anfang der 2010er-Jahre in Chicago, trieb Drill die dunklen Themen und schneidenden Percussions des Trap noch weiter auf die Spitze und bildete einen harten Kontrast zum Hochglanz-Mainstream-Rap.
Chief Keef ist die bekannteste Figur des Chicago Drill. Sein Durchbruchstrack „I Don’t Like“ zeigt exemplarisch die druckvollen Beats und den schnörkellosen Vocal-Flow des Genres. Wenn man ihn hört, versteht man sofort, warum Pitchfork Drill zum wichtigsten Rap-Subgenre der 2010er-Jahre gekürt hat.
Auf den Erfolg dieses Tracks hin unterschrieb der damals erst 16-jährige Keef einen Millionendeal bei Interscope. Viele meinten damals, das Drill-Genre habe sich nach diesem enormen Industrie-Hype schnell totgelaufen.
Tatsächlich prägte es jedoch nachfolgende Rap-Genres nachhaltig – darunter UK Drill, eines der bedeutendsten Rap-Phänomene der jüngeren Zeit (auf das wir später noch eingehen werden).
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15. Grime
Rap-Musik entstand in den USA – und alle bisher vorgestellten Genres stammen von dort. Grime ist die Ausnahme: ein unverkennbar britischer Rap-Stil, der in den Sozialsiedlungen von East London das Licht der Welt erblickte.
Ab den frühen 2000er-Jahren ließen sich Grime-Künstler*innen von britischer Dance Music – insbesondere UK Garage – inspirieren und entwickelten daraus einen völlig neuen Sound samt unverwechselbarem Vocal-Stil. Das bedeutet keineswegs, dass Grime ein partytaugliches Rap-Genre wie Bounce oder Crunk wäre. Mit seinen kantigen Beats, futuristischen Synths und dem aggressiven Vocal-Flow fordert Grime das Gehör durchaus heraus. Doch das Genre hat auch seine verspielten Seiten: Man höre sich nur die manische Energie von Dizzee Rascals Durchbruchshit „I Luv U“ aus dem Jahr 2003 an.
Nach ersten Mainstream-Erfolgen geriet Grime in den späten 2000er-Jahren zunächst etwas in den Hintergrund, feierte in den 2010ern jedoch ein fulminantes Comeback. Singles wie „That’s Not Me“ von Skepta und JME machten das Genre erfolgreicher denn je.
Eine neue Welle von Grime-Künstler*innen wie Stormzy avancierte zu weltweiten Stars – nicht zuletzt dank des Supports von Rap-Schwergewichten wie Drake. Inzwischen hat Grime das Feld größtenteils UK Drill überlassen, bleibt aber ein enorm einflussreiches Rap-Genre mit unverwechselbarem Sound.
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16. UK Drill
UK Drill ist das Ergebnis des Aufeinandertreffens von US- und UK-Rap-Stilen. Das Genre entstand, als mit Grime aufgewachsene Londoner Producer*innen sich von Chicago Drill inspirieren ließen. Sie zogen das Tempo an und reicherten das Ganze mit Rhythmen und Vocal-Flows an, die von der multikulturellen Szene Londons geprägt waren.
In den späten 2010er-Jahren explodierte die Drill-Szene. „Homerton B“ von Unknown T war der erste UK-Drill-Track, der die britischen Charts stürmte – getragen von hochenergetischen Rhythmen, gleitenden Basslines und kompromisslosen Lyrics.
In den letzten Jahren ist UK Drill nur noch größer geworden. Gleichzeitig wurde der Sound poppiger und verschmolz mit R&B, Afrobeats und anderen charttauglichen Genres. Central Cees „Doja“, einer der größten Rap-Hits des Jahres 2022, beweist, wie verspielt und eingängig UK Drill klingen kann. Basierend auf einem Sample aus Eves Rap-Hit „Let Me Blow Ya Mind“ von 2001 spiegelt der Track auch den ständigen Dialog zwischen UK- und US-Rap wider.
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17. Pop-Rap
Pop-Rap verbindet die Beats und Vocals des Rap mit den eingängigen Melodien und zugänglichen Songstrukturen der Popmusik. Eine wirkungsvolle Kombination, der wir einige der unvergesslichsten Songs der Rap-Geschichte verdanken.
Rapper*innen lassen sich schon seit Jahrzehnten vom Pop inspirieren. In den 80er-Jahren brachten Acts wie LL Cool J und die Beastie Boys ein Pop-Gespür in die Rap-Musik, setzten auf extrem eingängige Hooks und comichafte Kunstfiguren. LL Cool Js Song „I Need Love“ aus dem Jahr 1987 zählte zu den ersten Pop-Rap-Hits und kombinierte Rap-Lyrics mit einem sanften Balladen-Instrumental.
In den 1990er-Jahren etablierte sich Pop-Rap endgültig. Verglichen mit der Rohheit des Boom-Bap oder den harten Themen des Gangsta-Rap galt der 90er-Jahre-Pop-Rap oft als seicht und kommerziell. Doch ein Song wie MC Hammers 1990er-Hit „U Can’t Touch This“ bleibt unbestreitbar ein Ohrwurm. Indem Pop-Rap Humor und starke Melodien ins Spiel brachte, eröffnete er dem Genre eine völlig neue Facette.
In den 2000er- und 2010er-Jahren wurde Pop-Rap laut, synth-lastig und kombinierte partytaugliche Rap-Stile wie Crunk mit modernem R&B und EDM. Pop-Rap-Größen wie Nelly, Nicki Minaj und Pitbull wurden zu Megastars dieser Ära. Und Flo Ridas „Low“ dürfte einer der hartnäckigsten Ohrwürmer sein, die das Genre je hervorgebracht hat.
Pop-Rap gehört nach wie vor zu den größten Rap-Genres überhaupt. Jedes neu aufkommende Subgenre verbindet sich mit der Popmusik seiner Ära zu einem frischen Pop-Rap-Hybrid. Ein Beispiel dafür ist Mumble Rap – eine Fusion aus Trap und gefühlvollem R&B, getragen von unverkennbaren Autotune-Vocals. Mumble-Rap-Hits wie „Mileage“ von Playboi Carti sind schräge Pop-Songs und wegweisende Rap-Tracks zugleich.
18. Rap-Rock
Rap und Rock haben erstaunlich viel gemeinsam: Beide Genres leben von enormer Energie, Dramatik und Spaß. Beide setzen auf charismatische Stimmen und packende Hooks. Crossover zwischen beiden Welten gibt es schon seit Jahrzehnten. Einer der frühesten Rap-Rock-Hits war Run-D.M.C.s Aerosmith-Cover „Walk This Way“ von 1986, das fette Gitarrenriffs mit wuchtigen Rap-Drums kombinierte.
In den 90er-Jahren begannen Rockmusiker*innen, die mit Rap aufgewachsen waren, Elemente des Genres in ihre Songs einzubauen. Bands wie Rage Against the Machine kombinierten Rap-Rhythmen und Gesangsstile mit riffgeladenem Rock – eine Verbindung, die ihrer konfrontativen politischen Botschaft zusätzlichen Nachdruck verlieh.
Ab den späten 90ern trieb eine neue Welle von Bands dieses Konzept auf die Spitze: Gruppen wie Papa Roach, Limp Bizkit und Linkin Park brachten Wut, Teenage Angst und Swagger in den Rap-Rock – oft mit Turntablist*innen in ihren Reihen, um ihre HipHop-Credibility zu untermauern. Unter eingefleischten Rap-Fans wird diese goldene Ära des Rap-Rock zwar oft belächelt, doch sie trug entscheidend dazu bei, Rap einem völlig neuen Publikum zu eröffnen.
Rap-Rock existiert in vielen außergewöhnlichen und faszinierenden Formen weiter. Hör dir nur Lil Yachtys 2023 veröffentlichtes Album Let’s Start Here an: Es kombiniert die Autotune-Vocals des Rappers mit psychedelischen Rock-Instrumentals – eine ganz eigene Interpretation von Rap-Rock.
19. LA-Beat-Szene
Die meisten Rap-Genres auf dieser Liste leben von Vocals. Schließlich sind es die Rapper*innen, die Rap zu dem machen, was er ist. Aber es gibt auch bedeutende Genres des Instrumental-Rap, die Rap als Ganzes geprägt haben – und auch die Musik weit über Rap hinaus beeinflussten. Eines davon entstand Ende der 2000er-Jahre in LA.
Die LA-Beat-Szene entstand rund um die Clubnacht Low End Theory, die 2006 von Daddy Kev ins Leben gerufen wurde. Produzent*innen, die dort verkehrten, ließen sich von innovativen Artists wie J Dilla und Madlib inspirieren, um eine ganz neue Art von Rap zu kreieren. J Dilla, der 2006 verstarb, fand mutige neue Wege, Rap-Rhythmen zu gestalten und Samples zu verfremden. Sein posthum erschienenes Album Donuts hatte enormen Einfluss auf die gesamte Rap-Musik.
Junge Produzent*innen der LA-Beat-Szene wie Flying Lotus entwickelten J Dillas Sound weiter. Als Großneffe der Spiritual-Jazz-Künstlerin Alice Coltrane brachte FlyLo einen psychedelischen Touch in den Rap und kombinierte ihn mit Soul und Electronica, um eine völlig neue Nische im Genre zu erschließen. Flying Lotus’ Label Brainfeeder zählt zu den einflussreichsten Plattformen für experimentellen Rap.
Die LA-Beat-Szene hatte großen Einfluss auf nachfolgende Rap-Genres. Manche Beat-Scene-Künstler*innen wie Nosaj Thing leisteten Pionierarbeit für einen entspannten Rap-Stil, der das heute auf Spotify dominierende Lofi-Genre maßgeblich beeinflusste.
Native Instruments bietet verschiedene Expansions, mit denen du in den psychedelischen LA-Sound eintauchen kannst. Drift Theory liefert dir Synths, Vocals, Keys und Drums, inspiriert von der Low End Theory-Szene. Backyard Jams fängt den Sound des Genres ein, als er sich weltweit verbreitete und mit eklektischer Dance Music verschmolz. Und Magnetic Coast bietet Hybrid-Kits für Maschine und Battery, inspiriert vom Sound von Flying Lotus.
20. Lofi
Lofi ist heute das beliebteste Instrumental-Rap-Genre. Während Vocal-Rap so populär ist wie eh und je, ist die Nachfrage nach entspanntem Instrumental-Rap im letzten Jahrzehnt massiv gestiegen – auf der Suche nach der perfekten Hintergrundmusik für entspannte Abende oder Lerneinheiten durchforsten Hörer*innen Spotify.
Lofi entstand genau aus diesem Bedürfnis heraus. Das Rap-Genre zeichnet sich durch entspannte Beats, angeraute Samples, jazzige Akkorde und sanfte Atmosphären wie prasselnden Regen aus. Es erinnert an historische Rap-Genres wie Boom-Bap, Jazz-Rap und die soulig-warmen Sounds der LA-Beat-Szene. Doch es ist noch sanfter und darauf ausgelegt, dezent im Hintergrund zu laufen, während du deinen Tag verbringst. Lofi-Artists wie jinsang haben sich mit ihren geschmeidigen, geschmackvollen Beats eine riesige Online-Community aufgebaut.
Mit den Tools von Native Instruments kannst du deinen eigenen Produktionen ganz einfach diesen beruhigenden Lofi-Sound verleihen. Das Instrument Sway liefert dir gefühlvolle Piano-, Gitarren- und Synth-Samples, die mit analogem Outboard bearbeitet wurden und sich über eine intuitive Benutzeroberfläche spielen lassen. Und die Faded Reels-Expansion zelebriert den Siegeszug von Lofi mit einer riesigen Sample-Sammlung aus warmen Akkorden, staubigen Drums und pastellfarbenen Texturen.
Entdecke Rap-Genres für deine eigene Musik
In diesem Artikel haben wir dir die 20 einflussreichsten Rap-Genres vorgestellt. Wir haben den Sound, den Kontext und den Einfluss dieser verschiedenen Stile beleuchtet – und dir passende Tools und Tutorials an die Hand gegeben, mit denen du dich für deine eigenen Musikproduktionen inspirieren lassen kannst.
Jetzt liegt es an dir, diese Inspiration in eigene Tracks zu verwandeln. Entdecke Rap-Sample-Packs von Native Instruments und finde genau die Sounds, die du für deine nächste Produktion brauchst.